Heizölpreise auf Donnerstag minimal gestiegen | Heizöl-News vom

um 15:38 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf den heutigen Donnerstag war im bundesweiten Durchschnitt mit rund 0,1 Cent/Liter fast keine Veränderungen der Heizölpreise feststellbar. Regional sah dies jedoch anders aus. So waren in sieben Bundesländern Preisrückgänge und in neun Bundesländern Preisanstiege zu verzeichnen. Hierbei entfielen die kräftigsten Anstiege der Heizölpreise mit rund 0,9 ct/l auf Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. In Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sanken die Heizölpreise hingegen um 0,6 bis 0,7 Cent/Liter, bei einer Bestellmenge von 2.000 Litern Heizöl.

Wie jeden Mittwoch wurden gestern die neuen wöchentlichen US-Öllagerdaten des Department of Energy (DOE) veröffentlicht. Diese am Ölmarkt viel beachteten Zahlen brachten gestern jedoch keine Impulse, da sich die US-Öllager in Summe nicht verändert haben. Zwar gingen die Rohöl- und Benzinbestände in Summe um rund 3 Mio. Barrel zurück, dafür legten die Diesel- und Heizöllager jedoch um ebenfalls 3 Mio. Barrel zu. Preisdrückende Nachrichten kamen erneut aus China, wo die Sorge um die weitere konjunkturelle Entwicklung die Ölpreise belastet, und dem Irak, von wo ein Rekordhoch der Ölförderung im Juli gemeldet wurde. Beide Nachrichten dämpften jedoch nur den gestrigen Anstieg der Ölnotierungen, denn gestern dominierte besonders der schwächere Dollarkurs die Marktlage. Durch die Kursverluste des US-Dollar wurde Rohöl für Anleger aus anderen Währungsräumen günstiger, was zu Käufen geführt hat. Entsprechend legte die europäische Rohölleitsorte BRENT um rund einen Dollar je Barrel zu und notierte am Donnerstagmorgen bei knapp 50,0 $/b. Geschwächt wurde der Dollar gestern durch Gerüchte am Devisenmarkt, dass die FED über eine Verzögerung der Zinsanhebung beraten würde, da ein zu starker Dollar die Exportchancen amerikanischer Unternehmen verringern würde. Ob die FED jedoch tatsächlich von ihren Plänen abweicht ist fraglich, weshalb auch die Nachhaltigkeit des heutigen €urokurs-Gewinns bezweifelt werden kann.

Bei den aktuell extrem niedrigen Ölpreisen besteht unterschwellig immer ein Risiko, dass Börsenhändler in Wetten auf steigende Ölpreise einsteigen. Fraglich ist hierbei lediglich wann es zur nächsten "Erholung" der Rohölpreise kommen wird. Vorerst könnten sich die Rohölpreise jedoch bei etwa 50 Dollar/Barrel oder leicht darunter stabilisieren, so dass es sich noch lohnen kann auf einen weiteren Rückgang der Heizölpreise zu spekulieren. Allerdings droht nach den letzten Kursgewinnen des €uro nun wieder ein Rückgang des €uros-Dollar-Wechselkurses am Devisenmarkt. Daher sollte man die aktuellen Entwicklungen am Rohöl- und Devisenmarkt eng verfolgen um schnell reagieren zu können, wenn die Heizölpreise anziehen.

Zurück