Heizölpreise auf Donnerstag leicht im Plus

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Genau wie gestern haben sich die Heizölpreise auf den heutigen Donnerstag nur wenig verändert. So war im bundesweiten Durchschnitt lediglich ein leichter Anstieg von knapp 0,1 Cent/Liter zu verzeichnen. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet bei den tanke-günstig Partnerhändlern somit im Mittel aktuell 61,01 €uro pro 100 Liter.

Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise zeigte sich heute ein uneinheitliches Bild. In neun Bundesländern waren teilweise sogar deutliche Preisanstiege zu verzeichnen und in sieben Bundesländern gaben die Heizölpreise nach oder verharrten auf dem Vortagesniveau. Mit 0,6 bis 0,8 Cent/Liter waren die mit Abstand kräftigsten Preisanstiege heute in Berlin und Rheinland-Pfalz feststellbar. Die größten Preisnachlässe entfielen hingegen mit gut 0,2 Cent/Liter auf Nordrhein-Westfalen.

 

Aussicht und Empfehlungen

Obwohl viele Marktbeobachter in den ersten Wochen des Jahres mit anziehenden Rohöl- und Heizölpreisen gerechnet hatten, kann im bisherigen Jahresverlauf von stabilen Heizölpreisen gesprochen werden. Denn seit gut zwei Monaten bewegen sich die Heizölpreise seitwärts und schwanken dabei um 60 Cent/Liter herum.

Auch wenn wir in den kommenden Wochen weiterhin ein Risiko für anziehende Heizölpreise sehen, scheint es zurzeit so, als ob sich die unterschiedlichen Preisfaktoren am Ölmarkt die Waage halten. Diese stabile Marktlage versetzt Heizölverbrauchern zurzeit in die komfortable Lage die Entwicklungen am Ölmarkt ohne Handlungsdruck verfolgen und auf die Ausbildung eines Preistals spekulieren zu können. Trotz der niedrigen Temperaturen kann die Nachfrage daher als ruhig bezeichnet werden.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Obwohl die Öllagerbestände in den USA auf ein neues Rekordhoch gestiegen sind, haben sich die Ölpreise auf den heutigen Donnerstag kaum verändert. So notierte die für Europa relevantere Nordsee-Ölsorte BRENT am Donnerstagmorgen nahezu unverändert bei 55,8 Dollar/Barrel. Die US-Ölsorte WTI legte um leichte 0,2 $/b zu und wurde am Morgen bei 53,1 Dollar/Barrel gehandelt.

Wie das Department of Energy (DOE) gestern Nachmittag mitteilte, legten die US-Öllager zum sechsten Mal in Folge zu und kletterten erneut um kräftige 11,8 Mio Barrel. Mit aktuell gut 947 Mio. Barrel haben die gesamten US-Öllager somit das bisherige Rekordhoch in Höhe von gut 942 Mio. Barrel überschritten. Vor allem die Rohöllager legten mit 9,5 Mio. Barrel erneut kräftig zu, aber auch bei den Lagerbeständen der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) war ein weiterer Aufbau in Höhe von 2,3 Mio. Barrel zu verzeichnen.

Analysten hatten jedoch zuvor schon einen abermaligen, kräftigen Anstieg erwartet, denn zuletzt waren die Ölimporte in die USA gestiegen und auch die US-Ölförderung hatte weiter zugelegt. Hinzu kam, dass die Auslastung der US-Raffinerien mit gut 85 Prozent in der vergangenen Woche gering und gleichzeitig die Nachfrage nach Ölprodukten im Vergleich zum Vorjahr um rund zwei Prozent niedriger war. Insgesamt kam das neue Rekordhoch bei den US-Lagerbeständen daher nicht überraschend, weshalb wohl auch die Ölpreise, trotz dieser preisdrückenden Meldung, nicht weiter nachgaben.

Leicht gestützt wurden die Ölpreise gestern durch die Meldung, dass es beim Thema Förderreduzierung innerhalb der OPEC zu Konflikten kommen könnte, weil der aktuell zweitgrößte OPEC-Produzent Irak seinen Anteil an der Förderkürzung erst zu 40 Prozent umgesetzt hat. Dies wird zurzeit durch die größere Förderkürzung Saudi-Arabiens kompensiert, könnte aber ein gewisses Konfliktpotential haben, wenn der Irak keine weiteren Bemühungen unternehmen sollte. Da die Reduktion der OPEC-Ölförderung aktuell aber bereits zu mindestens 90% umgesetzt ist, kann diese Meldung vorerst als Randnotiz angesehen werden.

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