Heizölpreise auf 57 Cent/Liter gefallen | Heizöl-News vom

um 09:01 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auch zur Wochenmitte setzte sich die aktuelle Abwärtsbewegung der Heizölpreise weiter fort. So gaben die Heizölpreise heute im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,4 Cent/Liter nach. Im Mittel kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl somit aktuell 57,04 €uro/100 Liter, was gleichbedeutend mit dem tiefsten Stand der letzten vier Wochen ist.

Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung zeigte sich heute ein sehr einheitliches Bild mit flächendeckenden Preisrückgängen in allen Bundesländern. Dabei lagen die Preisnachlässe heute unabhängig von der Region in ihrer Höhe eng beieinander. Die geringsten Preisrückgänge entfielen mit rund 0,3 Cent/Liter auf Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die kräftigsten Preisnachlässe waren hingegen mit 0,5 Cent/Liter in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt feststellbar.

 

Aussicht und Empfehlungen

Heute ist ein guter Kaufzeitpunkt für Heizöl gekommen. Mit rund 57 Cent/Liter befinden sich die Heizölpreise aktuell auf dem niedrigsten Stand der zurückliegenden vier Wochen und gleichzeitig scheint sich die Lage um Ölmarkt zu stabilisieren, so dass das Risiko auf anziehende Rohöl- und Heizölpreise steigt. Spekulationsfreudige Heizölkunden können zurzeit zwar auch auf weiter fallende Heizölpreise setzen, gehen dabei jedoch das Risiko ein das mögliche Preistief zu verpassen.

Egal ob man heute bestellt oder den Heizölmarkt noch einige Zeit im Auge behält, insgesamt scheint es derzeit sinnvoller zu sein eine Heizölbestellung nicht bis in den Herbst oder Winter aufzuschieben. Denn auch wenn es am hoch spekulativen Ölmarkt fast nie eine 100-prozentige Sicherheit gibt, so verdichtet sich aktuell ein Bild, das auf längere Sicht für steigende Heizölpreise spricht. Verbraucher sollten daher bei einer Kaufentscheidung zurzeit die Option einer anhaltenden Erholung der Ölpreise berücksichtigen.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Der DAX steigt zurzeit von einem Allzeithoch zum Nächsten und auch global gesehen ist die Stimmung an den Börsen insgesamt sehr gut und die Risikofreude bei Anlegern hoch. Am Devisenmarkt kletterte der €uro gegen Dollar heute Morgen mit 1,095 Dollar/€uro auf den höchsten Stand seit einem knappen halben Jahr, so dass die Ölwährung Dollar um Euroraum zurzeit dementsprechend schwächer bewertet ist. Trotz dieser für den Börsenhandel wichtigen, preisstützenden Faktoren bleiben die Ölpreise unter Druck.

Als Grund für die unter Druck stehenden Ölpreise wird das anhaltend hohe Angebot an Rohöl und die weiterhin hohen Öllagerbestände genannt, an denen auch die Förderkürzung der OPEC-Staaten und weiterer elf Förderländer in den vergangenen vier Monaten nichts geändert haben. Von der Förderkürzung profitiert hat bisher vor allem die Schieferölförderung in den USA. Auf dem US-Ölmarkt sind die Investitionen in Ölförderprojekte im laufenden Jahr kräftig gestiegen und die Ölförderung hat ebenfalls zugelegt. Auch die Öllagerbestände befinden sich weiterhin auf einem sehr hohen Level und sollen laut den vorläufigen Zahlen des API in der vergangenen Woche sogar wieder gestiegen sein.

Ein weiterer Grund für die fallenden Ölpreise ist in der Zurückhaltung der OPEC und auch Russlands zu finden, die zunächst nur bis Juli beschlossene Förderobergrenze in die zweite Jahreshälfte hinein zu verlängern. Obwohl die Ziele, die das Ölkartell mit der Förderkürzung angestrebt hatte, bisher nicht erreicht werden konnten, wollen sich wichtige Förderländern nicht auf eine Verlängerung der Vereinbarung festlegen. Vieles spricht jedoch dafür, dass dies Taktik der Förderländer ist um bei dem für Ende Mai angesetzten OPEC-Meeting, auf dem die weitere Vorgehensweise des Ölkartells festgelegt werden soll, eine bessere Verhandlungsposition zu haben.

Viele Börsenhändler erwarten daher, dass es zu einer Verlängerung der Förderkürzung kommen wird und dass die Ölpreise somit in den kommenden Monaten anziehen werden. Nur scheint aktuell noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen zu sein um auf diese Wette einzusteigen. Denn aktuell fallen die Ölpreise noch und viele Spekulanten werden daher abwarten bis ein Tief erreicht ist und der Markt dreht bevor sie ihre Optionen kaufen. Spätestens kurz vor dem OPEC-Meeting könnte es dann jedoch zu einer recht schnellen Erholung der Ölpreise kommen.

Nach dem Einbruch der letzten Wochen haben sich die Ölpreise auf den heutigen Mittwoch stabilisiert. Die Nordsee-Ölsorte BRENT legte um 0,3 $/b zu und stand am Morgen bei 52,1 Dollar/Barrel. Auch die US-Ölsorte WTI kletterte um minimale 0,1 $/b und wurde am Mittwochmorgen bei 49,5 Dollar/Barrel gehandelt.

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