Heizölpreise am Mittwoch weiterhin stabil

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die Heizölpreise haben sich auch auf den heutigen Mittwoch im bundesweiten Durchschnitt kaum verändert. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl bei den tanke-günstig Partnerhändlern weiterhin 53,04 €uro/100 Liter, was gleichbedeutend mit einem der tiefsten Stände des laufenden Jahres ist.

Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise zeigte sich heute ein differenzierteres Bild. In der einen Hälfte der Bundesländer gaben die Heizölpreise leicht nach während sie in der anderen Hälfte leicht anzogen. Dabei waren die deutlichsten Preisanstiege mit 0,2 Cent/Liter in Brandenburg und Berlin zu verzeichnen. Die deutlichsten Preisrückgänge entfielen ebenfalls mit 0,2 Cent/Liter auf Hessen und Rheinland-Pfalz.

 

Aussicht und Empfehlungen

Die erste Juni-Hälfte zeigt sich bisher klar von der verbraucherfreundlichen Seite. Etwas überraschend brachen die Heizölpreise in den vergangenen zwei Wochenkräftig ein, nachdem sie sich im Mai-Verlauf zunächst von ihrem Jahrestief nach oben gearbeitet hatten. Mit aktuell 53 Cent/Liter stehen die Heizölpreise weiterhin in der Nähe ihres Jahrestiefs.

Zurzeit suchen die Ölpreise nach einer neuen Richtung. Einerseits weist der Anstieg der Longpositionen darauf hin, dass einige Anleger tendenziell wieder auf anziehende Ölpreise setzen. Andererseits ist dies jedoch nicht sicher, denn das Datenfundament am Ölmarkt könnte auch einen erneuten Rückgang auslösen. Daher ist es aktuell noch zu früh um eine klare Richtung zu prognostizieren.

Da der €uro weiterhin stark gegen die Ölwährung Dollar notiert, kann es sich für kaufinteressierte Heizölverbraucher derzeit lohnen auf fallende Heizölpreise zu spekulieren. Dabei ist jedoch zu beachten, dass das Risiko auf anziehende Ölpreise in den letzten Tagen gestiegen ist. Weniger spekulationsfreudigen Verbraucher sollten daher aktuell eine Bestellung zu einem der besten Kaufzeitpunkten der vergangenen sieben Monaten in Betracht ziehen.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Nachdem sich die Ölpreise in den letzten Handelstagen etwas erholt hatten, waren am gestrigen Dienstag wieder Preisrückgänge zu verzeichnen. Insgesamt bleiben die Fundamentaldaten am Ölmarkt schwach, so dass die vorherige Erholung wohl eher als eine börsentechnische Korrektur interpretiert werden kann. Zur Wochenmitte gab die Nordsee-Ölsorte BRENT zumindest wieder um 0,2 $/b nach und wurde am Morgen bei 48,3 Dollar/Barrel gehandelt. Die US-Ölsorte WTI ging ebenfalls um 0,3 $/b zurück und notierte somit am Mittwochmorgen bei 46 Dollar/Barrel.

Das beherrschende Thema am Ölmarkt bleibt die weiterhin hohe Angebotslage, an der auch die Beibehaltung der Förderkürzung wichtiger Ölförderländer nichts ändern konnte. Zwar sprechen einige Analysten davon, dass Förderung und Nachfrage derzeit kurz vor einem Gleichgewicht stehen, allerdings sorgt dies noch nicht dafür, dass die weltweit üppig gefüllten Öllagerbestände zurückgehen würden. Außerdem sollen laut der Nachrichtenagentur Reuters noch einige Supertanker mit Rohöl und Ölprodukten auf den Weltmeeren vor Anker liegen, die darauf warten ihre Ware an Land zu bringen.

Preisdrückend wirkt sich zudem die wachsende Schieferölförderung in den USA aus, die laut Schätzungen der dortigen Energiebehörde im kommenden Jahr auf ein Rekordhoch von zehn  Millionen Barrel/Tag steigen könnte. In der vergangenen Woche ist die Anzahl der aktiven Ölbohrlöcher zum 21. Mal in Folge gestiegen und liegt mit aktuell 741 Anlagen auf dem höchsten Stand seit April 2015.

Ein weiterer preisbelastende Aspekt ist die Aussicht auf deutlich steigende Fördermengen in Nigeria und Libyen. Beide OPEC-Mitglieder sind von der Förderkürzung ausgenommen und werden ihre Ölproduktion insgesamt vorrausichtlich um deutliche 0,5 Mio. Barrel steigern können. In Nigeria wurde ein wichtiges Verladeterminal wieder in Betrieb genommen und in Libyen wurde die Förderung im größten Ölfeld des Landes wieder aufgenommen, nachdem diese zum wiederholten Mal in diesem Jahr ausgefallen war.

Obwohl die Verlängerung der OPEC-Förderkürzung an den Rohstoffbörsen bislang vollkommen wirkungslos verpufft ist, kommt eine Ausweitung des Abkommens derzeit nicht infrage, weil die beiden größten Ölproduzenten Russland und Saudi-Arabien davon ausgehen, dass das Abkommen in den kommenden Monaten noch die gewünschte Wirkung erzielen wird. So betonte der saudische Ölminister, dass man etwas Geduld haben müsse und nicht sofort auf die jüngsten, gegenläufigen Ereignisse an den Börsen reagieren müsste.

Zurück