Heizölpreise ziehen wieder an - Preisvorgaben vom Ölmarkt auf Rekordhoch | Heizöl-News vom
um 08:47 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise sind zum Wochenausklang gestiegen und bewegen sich wieder auf ihre vor knapp einem Monat erreichten Rekordhöchststände zu. Dabei werden die Heizölpreise zurzeit nicht von den Rohölpreisen getrieben, die recht stabil um die 100-Dollar-Marke schwanken. Preistreiber sind der starke US-Dollar und vor allem die Gasölpreise, also die börsennotierten Preise für bereits verarbeitete Ölprodukte. So sind die währungsbereinigten Gasölpreise in dieser Woche auf ein neues Allzeithoch gestiegen und haben die Heizölpreise hierzulande mit nach oben gezogen. Dementsprechend kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt aktuell 188,83 €uro/100 Liter und befindet sich damit weiterhin auf dem höchsten Stand, den es jemals zum Beginn einer Heizsaison gegeben hat.
Obwohl die Ölliefermengen aus den Golfstaaten zuletzt deutlich gestiegen sind und die G7-Staaten große Mengen ihrer strategischen Ölreserven freigegeben haben, kleben die Ölpreise an der 100-Dollar-Marke fest. Begründet wird dies mit der weiterhin sehr angespannten Lage im Nahen Osten, die zu hohen Risikoaufschlägen und steigenden Margen entlang der gesamten Versorgungskette führt. Zudem sind die Transportkosten massiv gestiegen und Raffineriekapazitäten sind knapp, was vor allem die Preise für verarbeitete Ölprodukte in die Höhe treibt. Verbraucher, die ausreichend Heizöl im Tank haben, um auch bei niedrigeren Temperaturen spekulieren zu können, können weiter auf sinkende Heizölpreise setzen. Allerdings besteht zurzeit auch ein erhebliches Risiko, dass der Iran-Krieg im November erneut eskaliert, was die Preise weiter nach oben treiben könnte. Wer für den Winter Heizöl benötigt, sollte daher zumindest eine kleinere Heizölbestellung in Betracht ziehen, um sich weiter Zeit zu verschaffen.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise sind im Verlauf dieser Handelswoche deutlich geschwankt, auf Wochensicht steht jedoch nur ein leichter Anstieg zu Buche. So notierte die Nordsee-Ölsorte BRENT am Freitagmorgen bei 103 Dollar / Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 90,4 Dollar / Barrel gehandelt. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, legten hingegen deutlich zu und sprangen mit aktuell 1.493 Dollar / Tonne fast wieder auf ein Rekordhoch. Da die globale Ölwährung US-Dollar jedoch mit derzeit 1,124 Dollar / €uro deutlich stärker ist als vor einem Monat, haben die Gasölpreise währungsbereinigten dennoch ein neues Allzeithoch erreicht. Dies hat die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenausklang massiv verschlechtert.
Nachdem zur Wochenmitte berichtet wurde, dass die USA eine neue Offensive im festgefahrenen Krieg mit dem Iran planen, zogen die Ölpreise deutlich an. Dann jedoch erfolgte das offizielle Dementi, in dem US-Präsident Trump versicherte, dass es vor den Parlamentswahlen Anfang November keine Angriffe geben werde. Allerdings verlegen die USA zurzeit weitere Kriegsschiffe sowie eine dritte Flugzeugträgerkampfgruppe in die Region. Eine erneute Eskalation nach den US-Zwischenwahlen ist daher nicht unwahrscheinlich, auch wenn die USA und der Iran derzeit wieder in direkten Gesprächen miteinander verhandeln.
Unterdessen hat Saudi-Arabien gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz zurückgeschlagen und hat wieder die Kontrolle über die Meerenge Bab al-Mandab übernommen. Frankreich, die Türkei und Pakistan haben Militär zu Unterstützung Saudi-Arabiens entsandt. In der anderen, für den Weltölmarkt noch wichtigeren Meerenge, der Straße von Hormus, finden zurzeit täglich Angriffe auf Schiffe statt. Dennoch nehmen Reedereien, aufgrund der enorm hohen Frachtgebühren, das Risiko auf sich und transportieren derzeit wieder so viel Öl durch die Straße von Hormus wie vor dem Iran-Krieg.
Trotz der gestiegenen Ölexporte aus dem Persischen Golf, bleibt das Risiko sehr hoch und der Ölmarkt somit anfällig für plötzliche Preissprünge. Eine erneute Eskalation im Nahen Osten würde die Öllieferungen aus der Region wieder gefährden und die Ölpreise in die Höhe schnellen lassen. Daher verpufft preislich auch die Freigabe von großen Ölmengen aus der strategischen Ölreserve der G7-Staaten. Erst wenn eine belastbare diplomatische Lösung für den Nahen Osten vorliegt, werden die Ölpreise wohl wieder nachhaltig und deutlich unter die 100-Dollar-Marke fallen. Doch dies scheint derzeit wenig realistisch.
Heizölpreise in Berlin
Heizölpreise in Hamburg
Heizölpreise in München
Heizölpreise in Köln
Heizölpreise in Frankfurt
Heizölpreise in Stuttgart
Heizölpreise in Düsseldorf
Heizölpreise in Leipzig
Heizölpreise in Dortmund
Heizölpreise in Essen
Benzinpreise in Berlin
Benzinpreise in Hamburg
Benzinpreise in München
Benzinpreise in Köln
Benzinpreise in Frankfurt
Benzinpreise in Stuttgart
Benzinpreise in Düsseldorf
Benzinpreise in Leipzig
Benzinpreise in Dortmund
Benzinpreise in Essen