Heizölpreise ziehen an – Ölpreise wieder über 90 Dollar | Heizöl-News vom
um 08:46 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise haben zum Wochenauftakt wieder zugelegt. Damit folgen die Heizölpreise den Vorgaben vom globalen Ölmarkt, an dem die Preise nach erneuten Angriffen auf ein Schiff in der Straße von Hormus sprunghaft gestiegen waren. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 147,31 €uro/100 Liter.
Die Aussichten auf sinkende Heizölpreise vor dem Winter haben sich zuletzt spürbar eingetrübt. Die Lage am Ölmarkt bleibt angespannt, weil eine Lösung für den Iran-Konflikt und zur Öffnung der Straße von Hormus nicht in Sicht ist. Zudem ist Versorgung mit Ölprodukten, aufgrund von Raffinerieengpässen, beeinträchtigt und in Deutschland erschwert das Niedrigwasser die Logistik. Preislich sorgt dies für Risikoaufschläge und steigende Margen entlang der gesamten Versorgungskette. Dennoch haben die Heizölpreise Spielraum nach unten, weshalb Verbraucher aktuell auf günstigere Heizölpreise spekulieren und mit einer Heizölbestellung warten können. Dabei sollte man nicht auf Heizölpreise von unter einem Euro pro Liter hoffen, aber ein Rückgang von mehr als zehn Prozent ist realistisch, wenn sich Lage im In- und Ausland normalisiert.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise sind zum Beginn der neuen Handelswoche sprunghaft gestiegen, nachdem es in der Straße von Hormus erneut zu einem Angriff auf ein Frachtschiff gekommen war. Am Dienstagmorgen wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT mit 90,4 Dollar / Barrel gut zwei Prozent höher gehandelt als letzte Woche, genauso wie die US-Ölsorte WTI, die bei 85,2 Dollar / Barrel notierte. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, sind ebenfalls sprunghaft auf aktuell 1.303 Dollar / Tonne gestiegen. Die globale Öl- und Krisenwährung US-Dollar gab leicht nach, auf derzeit 1,157 Dollar / €uro. Insgesamt haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenauftakt wieder eingetrübt.
Die Lage im Nahen Osten bleibt das bestimmende Thema am Ölmarkt. Weiterhin ist keine Einigung für ein Ende des Iran-Kriegs in Sicht, vielmehr verhärten sich die Fronten zwischen den USA und Iran. Im Libanon flammen die Kämpfe zwischen der Hisbollah und Israel wieder auf und in der Straße von Hormus wurde wieder ein Frachtschiff beschossen. Der Iran stellt weitereichende Forderungen für ein Ende des Krieges und will zudem die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus. Von US-Seite werden die iranischen Forderungen klar abgelehnt und signalisiert, dass man es nicht eilig hat eine diplomatische Lösung in dem Konflikt zu finden. US-Präsident Trump verwies auf die sehr schwierige wirtschaftliche Lage des Iran und will über neue Sanktionen und die bestehende Seeblockade der iranischen Häfen mehr Druck auf das Mullah-Regime ausüben. Der Krieg zwischen den USA und Iran dauert mittlerweile ein halbes Jahr und muss laut Trump dieses Jahr nicht beendet werden.
Der Ölmarkt befindet sich zurzeit zwar nicht im akuten Krisenmodus, dennoch muss je nach Lage im Nahen Osten mit erheblichen Preischwankungen und Risikoaufschlägen gerechnet werden. Hinzu kommen aktuell auch Ausfälle von russischen Ölexporten. Die Ukraine greift seit vielen Wochen gezielt und erfolgreich die russische Ölinfrastruktur an, was die Ölproduktion Russlands massiv beeinträchtigt.
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