Heizölpreise verharren knapp unter Allzeithoch - Ölpreise kaum verändert | Heizöl-News vom

um 09:03 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise bewegen sich weiterhin auf dem höchsten Preisniveau seitwärts, das es jemals vor einer Heizsaison gegeben hat. Zwar sind die Rohöl- und Gasölpreise aktuell etwas niedriger als vor einer Woche, dafür hat der US-Dollar deutlich an Wert zugelegt, was Ölprodukte im Euroraum grundsätzlich teurer macht. Unterm Strich fallen die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt somit minimal schlechter als vor einer Woche. Dementsprechend kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt mit 185,00 €uro/100 Liter, aktuell rund 0,6 Cent mehr als am Freitag der Vorwoche.

Trotz der weiterhin stattfindenden Gespräche zwischen Iran und Vermittlerstaaten zu Öffnung der Straße von Hormus, sind die Aussichten auf deutlich sinkende Heizölpreise vor dem Winter ziemlich schlecht. Ein Frieden im Nahen Osten ist in weiter Ferne und besonders die Versorgung mit raffinierten Ölprodukten bleibt stark beeinträchtigt. Preislich sorgt die angespannte Lage am Ölmarkt weiterhin für Risikoaufschläge und steigende Margen entlang der gesamten Versorgungskette. Verbraucher, die ausreichend Heizöl im Tank haben, um auch bei niedrigeren Temperaturen spekulieren zu können, sollten daher auf sinkende Heizölpreise setzen. Wer hingegen Heizöl benötigt, sollte eine kleinere Heizölbestellung in Betracht ziehen, um sich weiter Zeit zu verschaffen.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise haben im Verlauf der Handelswoche leicht nachgegeben. Am Freitagmorgen wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 102,1 Dollar / Barrel gehandelt und die US-Ölsorte WTI stand bei mit 92,4 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, sanken zwar auf 1.422 Dollar / Tonne, da die globale Ölwährung US-Dollar jedoch deutlich an Wert gewonnen hat, verzeichneten die währungsbereinigten Gasölpreise auf Wochensicht ein leichtes Plus. Der US-Dollar stand am Morgen mit 1,125 Dollar / €uro auf einem neuen 16 Monatshoch. Insgesamt haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt in Wochenverlauf weiter verschlechtert.

US-Präsident Trump hat den jüngsten Vorschlag des Irans zur Öffnung der Straße von Hormus abgelehnt und klar gemacht, dass er keinen Wert auf eine schnelle Einigung vor den Midterm-Wahlen legt. Im Gegenteil könnten die USA, nach den Parlamentswahlen im November, sogar eine neue Offensive starten. Laut Medienberichten werden aktuell bereits weitere US-Kriegsschiffe sowie eine dritte Flugzeugträgerkampfgruppe in die Region verlegt. Gleichzeitig schlägt Saudi-Arabien gegen die Huthi-Miliz zurück und hat die von den Huthi kontrollierte Hauptstadt des Jemen attackiert. Zudem will man verhindern, dass die Huthi die Kontrolle über die Meerenge Bab al-Mandab behalten und plant entsprechende Militäreinsätze. Insgesamt stehen die Zeichen im Nahen Osten zurzeit deutlich auf Eskalation.

Obwohl zuletzt gemeldet wurde, dass die Ölexporte aus dem Nahen Osten wieder das Vorkriegsniveau erreicht haben sollen, bleibt der Ölmarkt sehr anfällig für weitere Preissprünge. Eine Eskalation im Iran, mit Angriffen auf die Ölinfrastruktur oder der Sperrung wichtiger Öltransportrouten, würde die Öllieferungen aus der Region weiter gefährden und die Ölpreise in die Höhe schnellen lassen. Erst wenn eine belastbare diplomatische Lösung für die Region vorliegt, werden die Ölpreise wohl wieder unter die 100-Dollar-Marke fallen. Doch dies scheint derzeit kaum realistische. Am Donnerstagabend wurde in der Straße von Hormus wieder ein Öltanker beschossen und grundsätzlich ist die Ölinfrastruktur durch Kriegshandlungen in der Golfregion und in Russland aktuell bereits so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass raffinierte Ölprodukte wie Heizöl, Diesel und Benzin zurzeit deutlich stärker steigen als die Rohölpreise.

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