Heizölpreise verharren auf 11-Wochenhoch - Ölpreis erneut gestiegen | Heizöl-News vom

um 08:54 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise bewegen sich seit einer Woche seitwärts und verharren damit auf dem höchsten Stand seit Anfang Mai. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 147,78 €uro/100 Liter. Damit sind die Heizölpreise im Juli um knapp 20 Prozent bzw. gut 24 Cent/Litter gestiegen. Zurückzuführen ist die vor allem auf die stark steigenden Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, die auf ein Zwei-Monatshoch geklettert sind. Zudem sorgt der aktuell starke US-Dollar dafür, dass die global in Dollar gehandelten Ölprodukte im Euroraum teurer werden.

Der am Ölmarkt zuvor herrschende Optimismus, dass es zu einer diplomatischen Lösung zwischen den USA und Iran kommt, wird zunehmend in Frage gestellt. Die Lage im Nahen Osten eskalieren weiter und eine sichere Passage durch die Straße von Hormus ist wieder in weite Ferne gerückt. Zudem steigen raffinierte Ölprodukte zurzeit noch deutlich stärker als die Rohölpreise. Dennoch können Verbraucher, die genug Heizöl im Tank haben um zu spekulieren, mit einer Heizölbestellung warten und auf wieder sinkende Heizölpreise in den Sommermonaten setzen. Besonders vor dem Hintergrund der jüngsten Preisanstiege und einer global steigenden Ölförderung, haben die Heizölpreise perspektivisch einen deutlichen Spielraum nach unten.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise sind zur Wochenmitte weiter gestiegen, weil die USA ihre Angriffe gegen den Iran nun bereits in der elften Nacht in Folge fortsetzen und sich die Fronten wieder verhärten. Am Mittwochmorgen notierte die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 92,0 Dollar / Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 85,1 Dollar / Barrel gehandelt. Damit bleiben die Ölpreise zwar deutlich unter dem Jahreshoch von rund 125 $/b, dennoch sind die Ölpreise im Juli um rund 20 $/b bzw. knapp 30 % gestiegen. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, sind im Juli sogar um rund 35 Prozent auf aktuell 1217 Dollar / Tonne gestiegen. Zumindest hat die globale Ölwährung US-Dollar seit Monatsbeginn etwas nachgeben und steht aktuell bei 1,149 Dollar / €uro. Insgesamt haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt im Monat Juli massiv verschlechtert.

Die Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin das bestimmende Thema am Ölmarkt. Das US-Militär startet seit elf Nächten in Folge immer wieder neue Angriffswellen auf den Iran, mit dem Ziel die Möglichkeiten des Irans zu schwächen, Handelsschiffe in der Straße von Hormus anzugreifen und die iranische Führung unter Druck zu setzen. In der vergangenen Nacht wurde erstmals auch wieder die iranische Hauptstadt Teheran attackiert. Von iransicher Seite werden weiterhin Handelsschiffe und US-Ziele in Nachbarstaaten angegriffen. Zudem haben die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen angekündigt eine weitere Schifffahrtroute vor Jemen zu blockieren.

Der zuvor am Ölmarkt hartnäckig bestehende Optimismus, dass es zu einer diplomatischen Lösung zwischen den USA und Iran kommt, wird zunehmend in Frage gestellt. Insgesamt eskaliert die Situation im Nahen Osten weiter, obwohl sich Vermittlerstaaten bemühen, dass die Gespräche wieder aufgenommen werden. Der zentrale Streitpunkt bleibt die zukünftige Verwaltung der Straße von Hormus. Das Mullah-Regime fordert die vollständige Kontrolle über die wichtige Schifffahrtsroute, um zukünftig ein mächtiges Druckmittel in der Hand zu haben und Einnahmen aus Mautgebühren zu erhalten. Dies ist jedoch nicht im Interesse der Amerikaner und der Weltgemeinschaft.

Sollte die Lage am Persischen Golf weiter eskalieren, könnten die Ölpreise erneut schnell und deutlich steigen. Bei einer Wiederaufnahme der Gespräche und einer Waffenruhe sehen einige Analysten allerdings auch das Potential von deutlich sinkenden Ölpreisen und erwarten in den kommenden Monaten eine regelrechte Ölschwemme auf den Weltmarkt zukommen. Dies wird nicht nur mit einer möglichen Normalisierung der Ölexporte aus dem Persischen Golf begründet, sondern auch mit einer Erhöhung der Ölproduktion der OPEC-Staaten. Zurzeit sind tatsächlich weniger die steigenden Rohölpreise das Problem, sondern vielmehr die stark steigenden Preise für raffinierte Ölprodukte. Dies hängt auch mit den ukrainischen Angriffen auf die russische Ölinfrastruktur zusammen.

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