Heizölpreise steigen weiter - Iran-Krieg bleibt im Fokus | Heizöl-News vom

um 08:34 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise sind zum Start in die neue Handelswoche weiter gestiegen. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 146,51 €uro/100 Liter. Die Verhandlungen zwischen den USA und Iran sind festgefahren und damit ist das Risiko einer Wiederaufnahme der Kampfhandlungen und einer langfristigen Sperrung der Straße von Hormus deutlich gestiegen, was auch die Ölpreise wieder steigen lässt.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren in allen Bundesländern weitere Preiserhöhungen zu verzeichnen, die in einer Spannbreite zwischen 0,5 und 4,1 Cent/Liter lagen. Im Bundesländervergleich ist Heizöl zurzeit am günstigsten in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Die Aussichten auf einen Frieden im Nahen Osten und der damit einhergehenden Öffnung der Straße von Hormus haben sich zuletzt deutlich eingetrübt. Die Unsicherheit am Ölmarkt bleibt hoch und die Ölpreise ziehen wieder deutlich an. Verbraucher, die mit ihrem Heizölvorrat über die kommenden, wärmeren Monate kommen, sollten abwarten und auf sinkende Heizölpreise setzen. Wer jedoch Heizöl benötigt, der sollte in Betracht ziehen, sich gegen eine erneute Eskalation abzusichern und zumindest eine kleinere Menge Heizöl bestellen.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise sind zum Wochenstart weiter gestiegen. Am Montagmorgen wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT mit 107,5 Dollar / Barrel deutlich über die psychologisch wichtige 100-Dollar-Marke gehandelt und die US-Ölsorte WTI stand bei 96,1 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, kletterten auf 1.290 Dollar / Tonne und auch der US-Dollar gewann, als globale Öl- und Krisenwährung, erneut an Wert gegen den Euro und notierte am Montagmorgen bei 1,173 Dollar / €uro. Insgesamt haben sich die Vorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenbeginn leicht verschlechtert.

Die Entwicklungen im Nahen Osten bleiben weiterhin das alles bestimmende Thema am Ölmarkt. Noch gibt es Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg, aber nur, weil die USA einen schnellen Deal benötigen. Der Iran-Krieg ist in der Bevölkerung der USA und bei den US-Verbündeten extrem unbeliebt, was US-Präsident Trump massiv unter Druck setzt. Dies scheint das Mullah-Regime bzw. die neue führende Kraft im Iran, die iranischen Revolutionsgarden, auszunutzen und setzen auf Konfrontation. Ein gefährliches Spiel, dass jederzeit zu einem Aufflammen der Kriegshandlungen führen kann, weil Trump den Konflikt nicht ohne einen „guten Deal“ beenden kann.

Eine baldige Öffnung der Straße von Hormus, die eine Bedingung der USA für eine Waffenruhe ist, kann kaum noch erwartet werden und je länger der Weltölmarkt von rund 20% seines Angebots abgeschnitten ist, desto stärker steigen die Ölpreise. Hinzu kommt, dass bei einem Wiederaufflammen des Krieges, der Iran wohl wieder die Ölinfrastruktur in der Region attackieren wird, was die ohnehin schon angeschlagenen Produktionskapazitäten der arabischen Staaten weiter verringern würde. Das Regime in Teheran bleibt an der Macht und tritt selbstbewusst auf, weil es die Gewissheit hat, dass es die Kriegskosten für die USA und die gesamte Welt in die Höhe zu treiben kann, wenn es die Straße von Hormus kontrolliert und einen Konflikt in der gesamten Region eskalieren lässt. Keine guten Aussichten für zukünftige Auseinandersetzungen.

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