Heizölpreise steigen weiter - Gasölpreise knapp unter Rekordhoch | Heizöl-News vom

um 08:40 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise sind zum Beginn der neuen Wochen weiter gestiegen und bewegen sich auf die Höchststände von Ende März/Anfang April zu. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 153,31 €uro/100 Liter. Damit verzeichnen die Heizölpreise auf Wochensicht einen Anstieg von sieben Cent bzw. knapp fünf Prozent. Das preisliche Nord-Südgefälle ist weiterhin vorhanden, hat sich jedoch spürbar verringert. Dennoch kostet Heizöl in Schleswig-Holstein zurzeit rund 10 Cent/Liter mehr als in Bayern.

Die Aussichten auf sinkende Heizölpreise vor dem Winter haben sich in den vergangenen Wochen spürbar eingetrübt. Die Lage am Ölmarkt bleibt angespannt und ein Frieden im Nahen Osten in weiter Ferne. Aufgrund von globalen Raffinerieengpässen, bleibt die Versorgung mit Ölprodukten beeinträchtigt und in Deutschland erschwert das Niedrigwasser die Logistik. Preislich sorgt dies für Risikoaufschläge und steigende Margen entlang der gesamten Versorgungskette. Perspektivisch baut sich bei den Heizölpreisen zurzeit ein immer größer werdender Spielraum nach unten auf, weshalb Verbraucher, die ausreichend Heizöl im Tank haben, um auch bei niedrigeren Temperaturen spekulieren zu können, aktuell mit einer Heizölbestellung warten und auf günstigere Heizölpreise setzen sollten. Dabei sollte man nicht auf Heizölpreise von unter einem Euro pro Liter hoffen, aber ein Rückgang von bis zu zwanzig Prozent ist realistisch, wenn sich die Lage im In- und Ausland normalisiert.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise sind zum Wochenstart gestiegen, nachdem sich die USA und Iran wieder gegenseitig angegriffen haben. Allerdings hielt sich der Anstieg in Grenzen, da Marktbeobachter lediglich von einer kurzfristigen Eskalation, ohne eine dauerhafte Verschlechterung der Situation am Ölmarkt ausgehen. So wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT am Dienstagmorgen bei 91,2 Dollar / Barrel und die US-Ölsorte WTI bei 86,6 Dollar / Barrel gehandelt. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, legten jedoch deutlicher zu und stehen mit aktuell 1.338 Dollar / Tonne nur knapp unter dem Rekordhoch von Ende März. Die globale Ölwährung US-Dollar hat sich mit aktuell 1,160 Dollar / €uro nur wenig bewegt. Insgesamt haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenbeginn erneut verschlechtert.

Weiterhin bleibt die Lage im Nahen Osten das bestimmende Thema am Ölmarkt und eine Lösung im Iran-Konflikt in weiter Ferne. Erstmals seit etwa einem Monat hat das US-Militär wieder Ziele im Iran angegriffen, um eine Verminung der Straße von Hormus zu verhindern. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf US-Basen in der Region. Trotz Gesprächen zwischen dem Iran und dem Oman über eine Öffnung der Straße von Hormus für Öltransporte, bleibt die Lage am Persischen Golf sehr angespannt. Obwohl beide Kriegsparteien ein Ende des Krieges brauchen, liegen die Positionen so weit auseinander, dass eine Verhandlungslösung derzeit nicht in Sicht ist. US-Präsident Trump will den Iran mit einem massiven "Wirtschaftskrieg" besiegen und betont, dass die Zeit für Ihn arbeitet.

Zu den Konflikten im Nahen Osten kommen aktuell auch Ausfälle von russischen Ölexporten hinzu. Die Ukraine greift seit vielen Wochen gezielt und erfolgreich die russische Ölinfrastruktur an, was die Ölproduktion Russlands massiv beeinträchtigt und sich auf den Weltölmarkt auswirkt. Nach dem jüngsten Besuch des CIA-Chefs in Moskau kommen noch Spekulationen hinzu, ob Russland den Krieg in der Ukraine oder sogar auf NATO-Gebiet eskalieren will. Insgesamt befindet sich der Weltölmarkt zurzeit zwar nicht im akuten Krisenmodus, dennoch muss, je nach Lage in den Kriegsgebieten im Nahen Osten oder der Ukraine, mit erheblichen Preischwankungen und Risikoaufschlägen gerechnet werden.

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