Heizölpreise steigen unaufhaltsam - Ölpreise in Eskalationsspirale | Heizöl-News vom

um 08:44 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise setzen ihren unaufhaltsamen Höhenflug weiter fort. In der aktuellen Lage gehen Marktbeobachtern die Superlative aus. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 162,16 €uro/100 Liter, was gleichbedeutend mit dem höchsten Stand seit Sommer 2022 ist. Seit Monatsbeginn sind die Heizölpreise damit um 55 Cent/Liter bzw. gut 52 Prozent gestiegen. Wer bisher gedacht hat, dass die Preisentwicklung übertrieben war, der könnte in den kommenden Wochen ein böses Erwachen erleben, denn der Krieg im Nahen Osten hat das Potential, neben den Energiemärkten, auch die globalen Finanzmärkte und die Weltwirtschaft ins Wanken zu bringen.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren zum Wochenauftakt in allen Bundesländern massive Preiserhöhungen zwischen 17 und 23 Cent/Liter. Günstige Angebote sind weiterhin nicht zu finden und der Heizölhandel beschränkt sich auf absolute Notfalllieferungen zu sehr hohen Preisen. Selbst den Heizölhändlern ist das Preisrisiko derzeit zu groß, weshalb nur Abwehrpreise mit zusätzlichen Risikoaufschlägen angeboten werden.

Die weitere Entwicklung der Heizölpreise hängt von der Dauer und Härte des Iran-Kriegs ab. Derzeit laufen alle Indikatoren gegen Heizölkunden und kurzfristig besteht ein erhebliches Risiko für weiter steigende Preise. Sollte sich die Lage am Persischen Golf jedoch beruhigen, sind die Aussichten für sinkende Heizölpreise sehr gut. Grundsätzlich spricht die aktuelle Überversorgung des Weltölmarktes mittelfristig für fallende Rohöl- und Heizölpreise. Verbraucher sollten daher kurzfristige Heizölbestellung unbedingt vermeiden und warten bis sich die Lage im Nahen Osten wieder beruhigt hat.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise sind am Wochenende in eine Eskalationsspirale eingetreten und in der Nacht auf Montag um fast 30 Prozent auf knapp 120 Dollar/Barrel gestiegen. Wer bisher dachte, dass die Preisentwicklung zuvor schon übertrieben war, könnte nun ein böses Erwachen erleben. Zwar haben die Ölpreise am Morgen zunächst etwas nachgegeben, aber der aktuelle Höhenflug kann jederzeit den nächsten Schub erhalten. Seit Beginn des Iran-Kriegs vor etwas mehr als einer Woche sind die Ölpreise um rund 60 Prozent gestiegen und Analysten schließen Ölpreise von über 150 Dollar/Barrel nicht mehr aus, wenn der Krieg im Nahen Osten weiter eskaliert.

Am Montagmorgen wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT mit 108,9 Dollar / Barrel auf dem höchsten Stand seit Juli 2022 gehandelt. Die US-Ölsorte WTI sprang mit 105,9 Dollar / Barrel zum ersten Mal seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine über die 100-Dollar-Marke. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, steigen ebenfalls immer weiter an und standen am Morgen mit 1.321 Dollar / Tonne auf den höchsten Stand seit Sommer 2022. Gleichzeitig hat die globale Ölwährung US-Dollar, die in Krisenzeiten als sicherer Hafen gilt, weiter an Wert gewonnen. Aktuell steht der Euro-Dollar-Wechselkurs bei 1,156 Dollar / €uro, was Ölprodukte im Euroraum zusätzlich verteuert. Insgesamt sind die Vorgaben für den deutschen Heizölmarkt auch zum Wochenstart massiv preistreibend ausgefallen.

Der Krieg im Nahen Osten lässt die Ölpreise auf ungeahnte Höhen steigen und ein Ende ist derzeit nicht in Sicht. Der Plan des Iran, den Konflikt in der gesamten Region eskalieren zu lassen und die Kriegskosten für die USA und die ganze Welt in die Höhe zu treiben, scheint derzeit aufzugehen. Das Hauptproblem für den Weltölmarkt bleibt die Straße von Hormus, über die rund ein Fünftel der weltweiten Ölexporte transportiert wird. Trotz großer Verluste scheint Teheran weiterhin das Nadelöhr am Persischen Golf zu kontrollieren. Der Schiffsverkehr ist dementsprechend nahezu zum Erliegen gekommen und es stauen sich bereits mehrere hundert Öltanker auf beiden Seiten der Schifffahrtsroute. Die USA haben zwar Marineeskorten in Aussicht gestellt, um eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus zu gewährleisten und somit eine globale Energiekrise zu verhindern, derzeit sind die Rohöllieferungen von Produzenten am Persischen Golf jedoch unterbrochen, was die Förderländer auch dazu zwingt die Ölproduktion zu drosseln.

Die Lage am Ölmarkt und auch an den Finanzmärkten droht in dieser Woche bedrohlich zu kippen. Bisher galt noch eine gewisse Zurückhaltung und die Hoffnung auf ein womöglich schnelles Ende des Kriegs, doch immer häufiger wird von den USA ein Regime-Wechsel im Iran als Kriegsziel ausgegebenen, was zu einem Monate andauernden Krieg und somit zu unvorhersehbaren Problemen am Ölmarkt führen könnte. Bisher ist die Ölversorgung noch gesichert und jedes westliche Land verfügt auch noch eine strategische Ölreserve. Allerdings schützt eine gesicherte Versorgung nicht davor, dass die Ölpreise durch Risikoaufschläge, Spekulationen und letztlich auch einen Rückgang des Angebots, weiter steigen werden. Sollte sich die Lage am Persischen Golf jedoch beruhigt, können die Ölpreise allerdings auch sehr schnell wieder kräftig fallen, denn abgesehen vom Krieg im Iran ist der Weltölmarkt grundsätzlich sehr gut versorgt. Wie sich die Ölpreise in den kommenden Tagen und Wochen entwickeln ist somit kaum vorhersehbar. Die Bandbreite reicht von einem Anstieg über 150 Dollar bis hin zu einem Rückgang auf unter 70 Dollar je Barrel.

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