Heizölpreise steigen deutlich - Iran-Krieg droht wieder aufzuflammen | Heizöl-News vom

um 08:53 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise sind in der zweiten Wochenhälfte kräftig gestiegen, nachdem sie zuvor auf ein 7-Wochentief gefallen waren. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 144,26 €uro/100 Liter. Die Verhandlungen zwischen den USA und Iran drohen zu scheitern, was eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen und eine langfristige Sperrung der Straße von Hormus wahrscheinlicher macht.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren in allen Bundesländern deutliche Preiserhöhungen zu verzeichnen, die in eine Spannbreite zwischen 2,1 und 10,1 Cent/Liter lagen. Im Bundesländervergleich bleibt Heizöl zurzeit weiterhin am günstigsten in Baden-Württemberg und Bayern.

Die Aussichten auf einen Frieden im Nahen Osten und der damit einhergehenden Öffnung der Straße von Hormus haben sich zuletzt deutlich eingetrübt. Die Unsicherheit am Ölmarkt bleibt hoch und die Ölpreise ziehen wieder deutlich an. Verbraucher, die mit ihrem Heizölvorrat über die kommenden, wärmeren Monate kommen, sollten abwarten und auf sinkende Heizölpreise setzen. Wer jedoch Heizöl benötigt, der sollte in Betracht ziehen, sich gegen eine erneute Eskalation abzusichern und zumindest eine kleinere Menge Heizöl bestellen.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise sind in der zweiten Wochenhälfte kräftig gestiegen, weil eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg immer unwahrscheinlicher wird. Die Nordsee-Ölsorte BRENT kletterte dementsprechend am Freitagmorgen mit 105,5 Dollar / Barrel wieder deutlich über die psychologisch wichtige 100-Dollar-Marke und auch die US-Ölsorte WTI verzeichnete einen kräftigen Anstieg und wurde am Morgen bei 96 Dollar / Barrel gehandelt. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, legten auf 1.247 Dollar / Tonne zu und auch der US-Dollar gewann, als globale Öl- und Krisenwährung, an Wert gegen den Euro und stand am Morgen bei 1,168 Dollar / €uro stand. Insgesamt haben sich die Vorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenende deutlich verschlechtert.

Nachdem Irans Parlamentssprecher Qalibaf bekannt gegeben hatte, dass er das Verhandlungsteam seines Landes, auf Druck der iranischen Revolutionsgarden, verlassen wird, sind die Ölpreise kräftig gestiegen. Qalibaf war eine zentrale Figur in den Verhandlungen mit den USA und sein Rückzug aus den Gesprächen kann als deutliches Signal dafür gewertet werden, dass sich die Hardliner im Mullah-Regime durchgesetzt haben. Damit wird eine diplomatische Lösung unwahrscheinlich und weil US-Präsident Trump den Konflikt nicht ohne einen „guten Deal“ beenden kann, steigt das Risiko für eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen massiv. Das Mullah-Regime scheint seine Position im Iran gefestigt zu haben und sieht sich offenbar am längeren Hebel, spielt damit jedoch ein gefährliches Spiel.

Eine baldige Öffnung der Straße von Hormus, die eine Bedingung der USA für eine Waffenruhe ist, kann nun kaum noch erwartet werden und je länger der Weltölmarkt von rund 20% seines Angebots abgeschnitten ist, desto stärker steigen die Ölpreise. Hinzu kommt, dass bei einem Wiederaufflammen des Krieges, der Iran vor allem die Ölinfrastruktur in der Region attackieren wird. Die vorherigen iranischen Angriffe auf Produktionsstätten, Raffinerien und Pipelines hatten die Produktionskapazitäten der arabischen Staaten bereits stark verringert, weshalb die Internationale Energieagentur (IEA) zuletzt vor einem erneuten Ölpreisschocks gewarnt hat.

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