Heizölpreise steigen deutlich - Hoffnung auf Frieden in Nah-Ost schwindet | Heizöl-News vom

um 08:50 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise sind zur Wochenmitte weiter gestiegen, nachdem es in der Straße von Hormus zu schweren, gegenseitigen Angriffen zwischen den USA und Iran gekommen ist. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 133,05 €uro/100 Liter und somit rund sechs Prozent mehr als Ende letzter Woche. Der jüngste Abwärtstrend der Heizölpreise droht zu kippen und bei einer Eskalation am Persischen Golf würde es zu deutlichen Preissprüngen nach oben kommen.

Die für den Ölmarkt wichtige Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus bleibt weiterhin blockiert. An den Börsen ist der Optimismus der vergangenen Woche wieder einer angebrachten Skepsis gewichen, denn eine erneute Eskalation im Nahen Osten würde die Ölpreise schnell wieder deutlich über die 100-Dollarmarke springen lassen. Sollte jedoch eine Einigung erzielt werden, haben die Ölpreise Spielraum nach unten. Verbraucher, die einen ausreichend gefüllten Heizöltank haben, können mit einer Heizölbestellung warten und auf weiter sinkende Heizölpreise in den Sommermonaten setzen. Wer hingegen Heizöl benötigt, der sollte zumindest die Bestellung einer kleineren Menge in Betracht ziehen, um sich gegen das Risiko kurzfristiger, kräftiger Preissprünge abzusichern.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise haben zur Wochenmitte weiter zugelegt, weil die Hoffnung auf ein schnelles Abkommen zwischen den USA und Iran zunehmend schwindet. Im Gegenteil stehen die Zeichen, nach den jüngsten gegenseitigen Angriffen, wieder auf Eskalation. Dementsprechend kletterte die Nordsee-Ölsorte BRENT am Mittwochmorgen auf 97,6 Dollar / Barrel und auch die US-Ölsorte WTI wurde mit 95,4 Dollar / Barrel deutlich höher gehandelt. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, stiegen auf 1.105 Dollar / Tonne und auch die Öl- und Krisenwährung US-Dollar legte auf aktuell 1,162 Dollar / €uro zu. Damit haben die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt weiter eingetrübt und lassen spürbar steigende Heizölpreise erwarten.

Am Ölmarkt hatten Händler zuletzt auf eine diplomatische Lösung im Nahen Osten gesetzt, doch diese Hoffnung schwindet zunehmend, nachdem es gestern zwischen den USA und Iran zu den schwersten Feuergefechten seit Beginn der Waffenruhe gekommen ist. Neben beidseitigen Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus, hat der Iran auch die benachbarten Golfstaaten Kuwait und Bahrain attackiert. Israel attackiert unterdessen weiterhin massiv den Süden des Libanon, was die US-Verhandlungen mit dem Iran deutlich erschwert. Auch wenn von den USA immer wieder betont wird, dass man kurz vor einer Vereinbarung steht, gibt es noch weitreichende Differenzen zwischen den Kriegsparteien.

Obwohl es zuletzt auch positive Signale für eine diplomatische Lösung gegeben hat, bleibt die Lage im Nahen Osten angespannt und könnte wieder eskalieren. Die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormus bleibt weiterhin blockiert, was den Weltölmarkt von rund 20% seines Angebots abschneidet und die Ölpreise hochhält. Selbst im Fall eines Friedens, hat die Ölinfrastruktur am Persischen Golf durch die iranischen Angriffe auf Produktionsstätten, Raffinerien und Pipelines bereits so stark gelitten, dass die Ölpreise vorerst wohl nicht wieder auf das Vorkriegsniveau fallen werden. Analysten gehen davon aus, dass es bis ins Jahr 2027 dauern wird, bis sich die Öllieferungen aus dem Nahen Osten wieder normalisiert haben werden.

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