Heizölpreise steigen auf Zwei-Monatshoch - Ölpreise im Aufwärtstrend | Heizöl-News vom

um 08:42 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise haben die jüngste Aufwärtsbewegung auch zum Wochenausklang weiter fortgesetzt und sind auf ein Zwei-Monatshoch gestiegen. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 102,80 €uro/100 Liter und befindet sich damit deutlich über der psychologisch wichtigen Marke von einem Euro pro Liter. Seit Jahresbeginn verzeichnen die Heizölpreise nun bereits ein Plus von über sechs Prozent. Dementsprechend bleibt die Heizölnachfrage, trotz niedriger Temperaturen, zurückhaltend.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich zum Wochenende ein einheitliches Bild mit Preiserhöhungen in allen Bundesländern. Dabei zogen die Heizölpreise mit 0,2 Cent/Liter am wenigsten in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an. Die kräftigsten Preisanstiege entfielen mit 1,6 bis 2,0 Cent/Liter auf Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Viele Verbraucher halten die Preise zurzeit im Blick, spekulieren jedoch auf günstigere Heizölpreise im weiteren Jahresverlauf. Die Aussichten dafür sind auch recht gut, denn grundsätzlich spricht die aktuelle Überversorgung des Weltölmarktes eher für fallende Rohöl- und Heizölpreise. Verbraucher, die ausreichend Heizöl im Tank haben, um über die kommenden kalten Monate zu kommen, können daher mit einer Heizölbestellung warten. Wer zurzeit Heizöl benötigt, findet aktuell einen Kaufzeitpunkt vor, der deutlich über dem Durchschnittspreis des vergangenen Jahres liegt.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise habe zum Wochenende weiter zugelegt und knüpfen damit an den seit zwei Wochen bestehenden Aufwärtstrend an. So wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT am Freitagmorgen mit 69,7 Dollar / Barrel auf dem höchsten Stand seit September gehandelt und auch die US-Ölsorte WTI notierte mit 64,3 Dollar / Barrel auf einem Vier-Monatshoch. Die Preise für Gasöl kletterten ebenfalls deutlich, auf aktuell 709 Dollar / Tonne. Gleichzeitig erholte sich der US-Dollar gegen den Euro und stand am Morgen bei 1,192 Dollar / €uro. Insgesamt sind die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt somit deutlich preistreibend ausgefallen.

Geopolitische Krisen sorgen am Ölmarkt seit Monaten immer wieder für preistreibende Impulse. Aktuell steht ein mögliches militärisches Eingreifen der USA im Iran im Fokus, nachdem das Regime bei Massenprotesten bis zu 30.000 Menschen getötet hat. Neben der brutalen Niederschlagung der Proteste schwelt auch noch der Streit um das iranische Atomprogramm. Das OPEC-Mitglied Iran fördert nicht nur Erdöl sondern hat auch Zugriff auf die wichtigste Schifffahrtsroute für Öllieferungen, die Straße von Hormus. Sollte es hier zu Störungen des Schiffsverkehrs kommen, wären Rohöllieferungen aus dem Nahen Osten gefährdet. Demensprechend reagieren die Ölpreise zurzeit mit spürbaren Risikoaufschlägen.

Trotz des jüngsten Aufwärtstrends bei den Ölpreisen bleibt die fundamentale Lage am Ölmarkt weiterhin preisdrückend. Sollte es nicht zu einem unerwarteten Angebotsrückgang kommen, steuert der Weltölmarkt weiterhin auf eine wachsende Überversorgung zu. In ihrem jüngsten Monatsbericht hatte die Internationale Energieagentur (IEA) zwar die Prognose für die globale Ölnachfrage leicht angehoben, weil sie von einer Belebung der Weltwirtschaft ausgeht, dennoch erwartet die IEA für das Jahr 2026 weiterhin eine deutliche Überversorgung des Weltölmarktes.

Vom US-Ölmarkt kamen in dieser Woche keine Impulse. Zum ersten Mal seit zehn Wochen meldete das US-Energieministerium (DOE) keinen weiteren Anstieg der US-Öllagerbestände. Die Lagerbestände der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) legten zwar um weitere 0,5 Mio. Barrel zu, dafür verzeichneten die Rohöllager einen Rückgang von 2,2 Mio. Barrel. Der vorherige, rasante Aufbau der gesamten US-Öllagerbestände hatte Fragen aufgeworfen, ob in den USA mit steigenden Ölpreisen gerechnet wird oder das Land für den Krisenfall gewappnet sein möchte. Besonders vor dem Hintergrund des drohenden Militäreinsatzes im Iran.

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