Heizölpreise steigen auf 2-Jahreshoch - Iran-Kieg treibt Ölpreise | Heizöl-News vom

um 08:52 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise haben zum Wochenstart einen massiven Preissprung vollzogen, nachdem die Lage im Nahen Osten eskaliert und somit die Ölpreise erwartungsgemäß mit erheblichen Risikoaufschlägen belegt wurden. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 117,74 €uro/100 Liter, was gleichbedeutend mit einem Zwei-Jahreshoch ist. Die weitere Preisentwicklung hängt von der Dauer und Härte des Iran-Kriegs ab, dabei sind erhebliche Preiserhöhung aktuell genauso wahrscheinlich wie massive Preisrückgänge.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren zum Wochenauftakt in allen Bundesländern massive Preiserhöhungen zu verzeichnen. Dabei kletterten die Heizölpreise mit 8,6 bis 9,8 Cent/Liter am wenigsten in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die deutlichsten Preiserhöhungen waren mit rund 12 Cent/Liter in Brandenburg, Bayern, Sachsen und Thüringen zu verzeichnen.

Durch den Krieg im Iran besteht zurzeit ein erhebliches Risiko für kurzfristig weiter steigende Ölpreise. Sollte sich die Lage am Persischen Golf jedoch beruhigen, sind die Aussichten für sinkende Heizölpreise sehr gut. Grundsätzlich spricht die aktuelle Überversorgung des Weltölmarktes mittelfristig für fallende Rohöl- und Heizölpreise. Verbraucher sollten kurzfristige Heizölbestellung vermeiden und warten bis sich die Lage im Nahen Osten wieder beruhigt hat.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise sind erwartungsgemäß, massiv gestiegen, nachdem die Lage im Nahen Osten am Wochenende eskaliert ist. Am Montagmorgen sprang die Nordsee-Ölsorte BRENT auf über 80 $/b und gab dann zunächst wieder auf aktuell 78,8 Dollar / Barrel nach. Die US-Ölsorte WTI notierte bei 72,2 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, vollzogen ebenfalls einen Preissprung und standen am Morgen mit 867 Dollar / Tonne auf einem 2-Jahreshoch. Die globale Ölwährung US-Dollar legte gegen den Euro zu, auf derzeit 1,174 Dollar / €uro. Insgesamt sind die Vorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenauftakt massiv preisstützend ausgefallen.

Nachdem Israel und die USA am Wochenende den Iran angegriffen und in der ersten Angriffswelle sofort wichtige Führungskräfte des Mullah-Regimes ausgeschaltet haben, hat der Iran nahezu alle Nachbarländer, die US-Militärbasen haben, attackiert. Die Lage im Nahen Osten droht zu eskalieren, allerdings scheint der Iran auch in der Region am Persischen Golf zunehmend isoliert zu sein. Daher ist nicht absehbar, ob der Konflikt Wochen andauert oder schnell beendet werden kann. Sollte es keine schnelle Lösung geben, rechnen Analysten damit, dass sich die Ölpreise in Richtung 100 Dollar/Barrel bewegen könnten.

Der rapide Anstieg der Ölpreise ist derzeit nicht auf ein zu geringes Angebot zurückzuführen, sondern ausschließlich auf Risikoaufschläge und Spekulationen. Grundlage dafür ist vor allem, dass Teheran die weltweit wichtigste Schifffahrtsroute für Öllieferungen, die Straße von Hormus, geschlossen und bereits mehrerer Schiffe angegriffen hat. Rund ein Fünftel der weltweiten Ölproduktion wird täglich über diese Handelsroute transportiert. Reedereien haben die Durchfahrt ausgesetzt und es stauen sich bereits rund 200 vor dem Nadelöhr am Persischen Golf.

Der OPEC+ Verbund hat am Wochenende eine Anhebung der Ölförderung um 0,2 Mio Barrel ab dem kommenden Quartal beschlossen. Dies steht jedoch in keinem Zusammenhang mit der aktuellen Lage im Nahen Osten, sondern war bereits zuvor angekündigt. Abgesehen vom Krieg im Iran wäre die fundamentale Lage am Ölmarkt klar preisdrückend, weil der Weltölmarkt derzeit überversorgt ist. Wie sich die Ölpreise in den kommenden Tagen und Wochen entwickeln ist kaum vorhersehbar und hängt von vielen Faktoren ab. Die Bandbreite reicht von einem Anstieg über 100 Dollar bis hin zu einem Rückgang auf unter 60 Dollar je Barrel.

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