Heizölpreise starten stabil in die Woche - Ölpreise geben leicht nach | Heizöl-News vom
um 08:05 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise starten stabil in die neue Woche und bleiben somit in der Nähe eines 15-Wochentiefs. Dies entspricht auch den Vorgaben vom Ölmarkt, wo sich die Rohöl- und Gasölpreise, nach ihrer jüngsten Talfahrt, stabilisiert haben. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 119,68 €uro/100 Liter. Dies sind rund 30 Prozent weniger als der Höchststand von Anfang April, aber auch gut 20% mehr als zum Jahresbeginn.
Nach der Bekanntgabe eines Abkommens zur Öffnung der Straße von Hormus, sind die Ölpreise in der vergangenen Woche deutlich gefallen. Allerdings folgen nun weitere Verhandlungen zwischen den USA und Iran, die komplizierten werden dürften. Eine erneute Eskalation im Nahen Osten würde die Rohöl- und Heizölpreise sehr schnell wieder massiv steigen lassen und das Potential für weitere Preisrückgänge ist beschränkt. Dennoch können Verbraucher auf weiter sinkende Heizölpreise in den Sommermonaten setzen. Wer hingegen Heizöl benötigt oder sich gegen das Risiko einer erneuten Eskalation absichern will, der findet für eine Heizölbestellung zurzeit einen vernünftigen Zeitpunkt vor.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise sind zum Wochenauftakt gesunken, nachdem sich die USA und Iran bei ihren Verhandlungen in der Schweiz auf das weitere Vorgehen für ein endgültiges Abkommen innerhalb von 60 Tagen geeinigt haben. Am Montagmorgen wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 78,99 Dollar / Barrel gehandelt und die US-Ölsorte WTI stand bei 75,26 Dollar / Barrel. Damit starten die Ölpreise deutlich niedriger in die Handelswoche als in der Vorwoche, liegen jedoch über dem zwischenzeitlich erreichten Tiefstand von 76,5 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, haben leicht zugelegt, auf aktuell 892 Dollar / Tonne. Die Ölwährung US-Dollar gab hingegen etwas nach und stand am Morgen bei 1,146 Dollar / €uro. Unterm Strich haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenstart kaum verändert.
Nach den 18-stündigen Gesprächen auf Spitzenebene gaben die Vermittler Katar und Pakistan am frühen Montagmorgen bekannt, dass sich die USA und Iran auf das weitere Vorgehen für ein endgültiges Abkommen innerhalb von 60 Tagen geeinigt haben. Zuvor hatten die Gespräche unter großen Spannungen und gegenseitigen Drohungen begonnen, die Kriegsparteien eint jedoch letztlich der Wille den Krieg diplomatisch zu beenden. Die weiteren Verhandlungen über ein Atomabkommen und die Einstellung der Kampfhandlungen zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Süden des Libanon dürften jedoch äußerst schwierig verlaufen. Und wie genau die Regelung für die sichere Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus aussehen wird ist noch unklar. Neben dem Iran hat nun auch US-Präsident Trump eine Maut für die sichere Passage der Meerenge ins Gespräch.
Unter Beobachtern herrscht noch viel Skepsis im Hinblick auf die Straße von Hormus und die zweite Phase des Abkommens. Zudem wird sich in den kommenden Wochen zeigen wie massiv die Ölinfrastruktur am Persischen Golf, durch die iranischen Angriffe auf Produktionsstätten, Raffinerien und Pipelines gelitten hat. Einige Analysten gehen davon aus, dass es mehrere Monate dauern wird, bis sich die Lieferketten, Transportwege und Fördermengen wieder normalisiert haben werden. Noch ist nicht sicher, dass es zu einer endgültigen Einigung kommt oder ob die Lage womöglich sogar wieder eskaliert. Politisch wird die bisherige Vereinbarung überwiegend als Sieg für den Iran interpretiert, auch in den USA. Allerdings sind die Benzinpreise dort wieder unter einen Dollar pro Liter gesunken, was die meisten Amerikaner wohl besänftigen dürfte.
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