Heizölpreise stabil auf hohem Niveau - Ölpreise geben leicht nach | Heizöl-News vom
um 08:16 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise haben sich zum Wochenausklang stabilisiert, bleiben jedoch weiterhin auf dem höchsten Stand seit Anfang Mai. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 146,03 €uro/100 Liter, was knapp 20 Cent/Liter mehr sind als vor einer Woche. Damit folgen die Heizölpreise den Vorgaben des Weltölmarkts. Dort waren die Ölpreise zwar nicht so stark gestiegen, das Problem sind jedoch Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, die auf ein 8-Wochenhoch geklettert sind. Zudem sorgt der aktuell starke US-Dollar dafür, dass die global in Dollar gehandelten Ölprodukte im Euroraum teurer werden.
Nach und nach bekommt der zuvor herrschende Optimismus am Ölmarkt erste Risse, dass eine diplomatische Lösung zwischen den USA und Iran gefunden wird. Die Lage im Nahen Osten eskalieren zunehmend und eine sichere Passage durch die Straße von Hormus ist wieder in weite Ferne gerückt. Dennoch können Verbraucher, die genug Heizöl im Tank haben um zu spekulieren, mit einer Heizölbestellung warten und auf wieder sinkende Heizölpreise in den Sommermonaten setzen. Besonders vor dem Hintergrund der jüngsten Preisanstiege und einer global steigenden Ölförderung, haben die Heizölpreise perspektivisch einen deutlichen Spielraum nach unten.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise haben sich in der zweiten Hälfte der laufenden Handelswoche stabilisiert, nachdem sie zuvor einen deutlichen Sprung nach oben gemacht hatten. Am Freitagmorgen notierte die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 84,9 Dollar / Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 79,7 Dollar / Barrel gehandelt. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, legten hingegen erneut zu und standen am Morgen mit 1181 Dollar / Tonne auf einem 8-Wochenhoch. Immerhin gab die globale Ölwährung US-Dollar erneut leicht nach, auf aktuell 1,144 Dollar / €uro. Unterm Strich haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenende dennoch weiter verschlechtert.
Die Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin das bestimmende Thema am Ölmarkt. Nach erneuten Angriffen des US-Militärs auf Ziele im Iran und iranischen Angriffen auf Öltanker und auf die arabischen Nachbarstaaten, eskaliert die Situation weiter. Das Mullah-Regime fordert Rache für die Tötung des obersten Führers und ein Ende der Verhandlungen mit den USA, während die USA wieder iranische Ölhäfen blockieren und den Ölhandel des Landes einschränken. Der zuvor am Ölmarkt hartnäckig bestehende Optimismus, dass es zu einer diplomatischen Lösung zwischen den USA und Iran kommen wird, bekommt erste Risse und die Straße von Hormus ist als wichtige Handelsroute nur mit hohem Risiko befahrbar.
Neben dem iranischen Atomprogramm und dem Kampf Israels im Süden des Libanon, gibt es mit der Verwaltung der Straße von Hormus ein drittes Thema, dessen Lösung in möglichen Friedensgesprächen kompliziert wird. Das Mullah-Regime fordert die vollständige Kontrolle über die wichtige Schifffahrtsroute, um zukünftig ein mächtiges Druckmittel in der Hand zu haben und Einnahmen aus Mautgebühren zu erhalten. Dies ist jedoch nicht im Interesse der Amerikaner und der Weltgemeinschaft. Sollte die Lage am Persischen Golf weiter eskalieren, drohen die Ölpreise schnell und deutlich zu steigen. Auf der anderen Seiten sehen einige Analysten in den kommenden Monaten eine regelrechte Ölflut auf den Weltmarkt zukommen. Dies wird nicht nur mit einer möglichen Normalisierung der Ölexporte aus dem Persischen Golf begründet, sondern auch mit einer Erhöhung der Ölproduktion der OPEC-Staaten.
Im Hinblick auf die globalen Öllagerbestände ist der Ölmarkt noch weit von einer Normalisierung entfernt. In den USA war in dieser Woche allerdings zum ersten Mal seit Mitte März wieder ein leichter Lageranstieg zu verzeichnen. Zwar meldete das US-Energieministerium (DOE) einen Rückgang der Rohöllager um 1,7 Mio. Barrel, dafür war bei den Lagerbeständen der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) ein Anstieg von 3,0 Mio. Barrel zu verzeichnen. Unterm Strich also ein Aufbau der gesamten US-Öllager von 1,3 Mio. Barrel.
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