Heizölpreise springen auf 10-Wochenhoch - Ölpreise ziehen deutlich an | Heizöl-News vom

um 09:38 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise haben zur Wochenmitte einen Sprung nach oben vollzogen und sind auf ein 10-Wochenhoch geklettert. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 147,05 €uro/100 Liter, was knapp 20 Cent/Liter mehr sind als vor einer Woche. Damit haben die Heizölpreise die zuvor laufende Seitwärtsbewegung deutlich verlassen und befinden sich nun in einem Aufwärtstrend. Dies entspricht auch den Vorgaben vom Ölmarkt, wo die Gasölpreise auf ein 8-Wochenhoch geklettert sind und sich die globale Ölwährung US-Dollar in der Nähe eines 15-Monatshochs befindet.

Nach und nach bekommt der zuvor herrschende Optimismus am Ölmarkt erste Risse, dass eine diplomatische Lösung zwischen den USA und Iran gefunden wird. Die Lage im Nahen Osten eskalieren zunehmend und eine sichere Passage durch die Straße von Hormus ist wieder in weite Ferne gerückt. Dennoch können Verbraucher, die genug Heizöl im Tank haben um zu spekulieren, mit einer Heizölbestellung warten und auf wieder sinkende Heizölpreise in den Sommermonaten setzen. Besonders vor dem Hintergrund der jüngsten Preisanstiege und einer global steigenden Ölförderung, haben die Heizölpreise perspektivisch einen deutlichen Spielraum nach unten.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise haben in der ersten Hälfte der laufenden Handelswoche einen Kurssprung nach oben vollzogen. Die Nordsee-Ölsorte BRENT kletterte am Mittwochmorgen mit 85,9 Dollar / Barrel auf den höchsten Stand seit Mitte Juni, genauso wie die US-Ölsorte WTI, die bei 80,3 Dollar / Barrel stand. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, zogen weiter an und standen am Morgen mit 1161 Dollar / Tonne auf einem 8-Wochenhoch. Die globale Ölwährung US-Dollar gab leicht nach, auf aktuell 1,143 Dollar / €uro. Unterm Strich haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zur Wochenmitte massiv verschlechtert.

Die Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin das bestimmende Thema am Ölmarkt. Die Lage im Nahen Osten eskaliert weiter mit Angriffen des US-Militärs auf Ziele im Iran und iranischen Angriffen auf Öltanker und US-Ziele in den arabischen Nachbarstaaten. Das Mullah-Regime fordert Rache für die Tötung des obersten Führers und ein Ende der Verhandlungen mit den USA, während die USA wieder iranische Ölhäfen blockieren und den Ölhandel des Landes einschränken. Der zurvor am Ölmarkt hartnäckig bestehende Optimismus, dass es zu einer diplomatischen Lösung zwischen den USA und Iran kommen wird, bekommt erste Risse und die Straße von Hormus fällt als wichtige Handelsroute wieder aus.

Neben den iranischen Atomprogramm und dem Kampf Israels im Süden des Libanon, gibt es mit der Verwaltung der Straße von Hormus ein drittes Thema, dessen Lösung in möglichen Friedensgesprächen kompliziert wird. Das Mullah-Regime will die vollständige Kontrolle über die wichtige Schifffahrtsroute, um zukünftig ein mächtiges Druckmittel in der Hand zu haben und Einnahmen aus Mautgebühren zu erhalten. Dies ist jedoch nicht im Interesse der Amerikaner und der Weltgemeinschaft. Sollte die Lage am Persischen Golf weiter eskalieren, drohen die Ölpreise schnell und deutlich zu steigen. Im Hinblick auf die vorherigen Preisrückgänge hatten viele Stimmen bereits vor zu viel Optimismus gewarnt, andere Marktbeobachter sehen in den kommenden Monaten hingegen eine regelrechte Ölflut auf den Weltmarkt zukommen. Dies wird nicht nur mit einer Normalisierung der Ölexporte aus dem Persischen Golf begründet, sondern auch mit einer Erhöhung der Ölproduktion der OPEC-Staaten.

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