Heizölpreise sinken minimal - Ölpreise zeigen Gegenbewegung | Heizöl-News vom
um 08:27 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise sind zum Wochenstart minimal gesunken. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 146,29 €uro/100 Liter und damit rund einen Cent weniger als vor einer Woche. Auffällig ist weiterhin das Nord-Südgefälle bei den Heizölpreisen, welches sich auch durch das Niedrigwasser im Rhein ergibt und aktuell bei von rund zehn Prozent liegt. So kostet Heizöl in Niedersachsen aktuell rund 14 Cent/Liter mehr als in Bayern.
Die Aussichten auf sinkende Heizölpreise vor dem Winter haben sich in den vergangenen Wochen spürbar eingetrübt. Die Lage am Ölmarkt bleibt angespannt, weil eine Lösung im Iran-Konflikt und zur Öffnung der Straße von Hormus nicht in Sicht ist. Zudem ist die Versorgung mit Ölprodukten, aufgrund von Raffinerieengpässen, beeinträchtigt und in Deutschland erschwert das Niedrigwasser die Logistik. Preislich sorgt dies für Risikoaufschläge und steigende Margen entlang der gesamten Versorgungskette. Dennoch haben die Heizölpreise Spielraum nach unten, weshalb Verbraucher aktuell auf günstigere Heizölpreise spekulieren und mit einer Heizölbestellung warten können. Dabei sollte man nicht auf Heizölpreise von unter einem Euro pro Liter hoffen, aber ein Rückgang zwischen zehn bis zwanzig Prozent ist realistisch, wenn sich Lage im In- und Ausland normalisiert.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise sind zum Beginn der neuen Handelswoche in eine Gegenbewegung zum deutlichen Kursanstieg der Vorwoche übergangenen. Am Dienstagmorgen sank die Nordsee-Ölsorte BRENT auf 92 Dollar / Barrel und die US-Ölsorte WTI gab auf 85 Dollar / Barrel nach. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, ging ebenfalls leicht zurück, auf aktuell 1.238 Dollar / Tonne. Gleichzeitig erholte sich die globale Ölwährung US-Dollar und legte auf 1,166 Dollar / €uro zu. Insgesamt haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenstart leicht verbessert.
Weiterhin bleibt die Lage im Nahen Osten das bestimmende Thema am Ölmarkt und eine Lösung im Iran-Konflikt in weiter Ferne. Der Iran stellt unrealistische Forderungen für ein Ende des Krieges und will zudem die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus, während US-Präsident Trump dem Iran mit einem massiven "Wirtschaftskrieg" droht und immer wieder betont, dass er keine schnelle Lösung braucht. Trump will nun wohl über die Zeit mit Seeblockaden und Wirtschaftssanktionen den Krieg gewinnen, was jedoch auch China auf den Plan ruft. Die Volksrepublik ist der Hauptabnehmer von iranischem Öl und droht den USA bereits mir Gegenmaßnahmen, falls sich die Sanktionen gegen den Ölhandel des Irans richten sollten.
Zu den Konflikten im Nahen Osten kommen aktuell auch Ausfälle von russischen Ölexporten hinzu. Die Ukraine greift seit vielen Wochen gezielt und erfolgreich die russische Ölinfrastruktur an, was die Ölproduktion Russlands massiv beeinträchtigt und sich auf den Weltölmarkt auswirkt. Aktuell steigen besonders die Preise für raffinierte Ölprodukte, da es durch die vielen Krisen in ölreichen Regionen zu Raffinerieengpässen kommt. Der Ölmarkt befindet sich zurzeit zwar nicht im akuten Krisenmodus, dennoch muss je nach Lage im Nahen Osten mit erheblichen Preischwankungen und Risikoaufschlägen gerechnet werden.
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