Heizölpreise sinken leicht - Iran-Gespräche gescheitert | Heizöl-News vom

um 07:23 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise sind zum Wochenauftakt erneut leicht gesunken, obwohl sich die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt deutlich verschlechtert haben, nachdem die Verhandlungen zwischen den USA und Iran gescheitert sind. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 150,37 €uro/100 Liter, allerdings sollten sich Verbraucher auf wieder steigende Preise einstellen. Noch hält die zwischen den USA und Iran vereinbarte, zweiwöchige Feuerpause, aber die Lage im Nahen Osten bleibt sehr angespannt und könnte wieder eskalieren.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren zum Wochenstart in allen Bundesländern weitere Preisrückgänge zu verzeichnen. Die Bandbreite lag dabei zwischen 0,6 und 4,5 Cent/Liter. Im Bundesländervergleich ist Heizöl zurzeit am teuersten in Bremen, Schleswig-Holstein und Thüringen, die günstigsten Angebote findet man in Bayern und Baden-Württemberg.

Die erste Erleichterung über die Feuerpause ist am Ölmarkt schnell der Realität gewichen. Die Lage am Persischen Golf bleibt instabil und die Ölexporte durch die Straße von Hormus sind weiterhin blockiert. Die Ölpreise sind wieder über die 100-Dollarmarke gestiegen und im Falle einer erneuten Eskalation, könnten die Preise nochmal deutlich zulegen. Es kann daher noch eine ganze Weile dauern bis die Heizölpreise hierzulande wieder auf das Vorkriegsniveau sinken. In den letzten Jahren waren Mai und Juni gute Kaufmonate, danach sieht es zurzeit nicht aus. Dennoch sollten Verbraucher, sofern möglich, mit einer Heizölbestellung warten, bis die Lage im Nahen Osten wieder stabiler ist.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise sind zum Wochenauftakt deutlich in die Höhe geschnellt, nachdem die Verhandlungen zwischen den USA und Iran am Wochenende gescheitert waren. Die Nordsee-Ölsorte BRENT sprang in der Spitze um neun Prozent nach oben und wurde am Montagmorgen mit 102,1 Dollar / Barrel wieder über der psychologisch wichtigen 100-Dollar-Marke gehandelt. Auch die US-Ölsorte WTI übersprang diese Marke wieder deutlich und stand am Morgen bei 104,6 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, legte nur leicht zu auf aktuell 1.256 Dollar / Tonne und die globale Ölwährung US-Dollar blieb unverändert bei 1,169 Dollar / €uro. Insgesamt haben sich die Vorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenbeginn erneut verschlechtert.

Die Gespräche zwischen den USA und Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad wurden am Wochenende abgebrochen und von beiden Seiten für gescheitert erklärt. Noch hält die vereinbarte, zweiwöchige Feuerpause wohl an, aber sie ist sehr brüchig. Eskalieren könnte die Lage nun in der Straße von Hormus, über die vor dem Krieg rund 20% der globalen Ölexporte verschifft wurden. Die USA haben die Meerenge nun ebenfalls militärisch blockiert, um iranische Ölexporte und die Einführung eines iranischen Mautsystems für die wichtige Handelsroute zu verhindern. Nun fehlen dem Weltölmarkt weitere Mengen und die Lage im Nahen Osten droht wieder zu eskalieren.

Gescheitert sind die Gespräche wohl daran, dass Teheran auf einer weitere Urananreicherung bestanden hat, was eine klare rote Linie für die USA war. Gleichzeitig greift Israel massiv den Süden des Libanons an, obwohl die Waffenruhe aus Sicht des Irans auch seine Verbündeten, Hisbollah und Hamas, miteinschließen sollte. Das Mullah-Regime bleibt an der Macht und tritt selbstbewusst auf, weil es die Gewissheit hat, dass es die Kriegskosten für die USA und die gesamte Welt in die Höhe zu treiben kann, wenn es den Krieg in der gesamten Region eskalieren lässt. Allerdings sind die militärischen Ressourcen des Iran auch endlich. Die Frage scheint daher zu sein, welche wirtschaftliche Schäden der „Westen“ bereit ist zu tragen, um das Mullah-Regime zu stürzen.

Von den geopolitischen Faktoren abgesehen, wurde zuletzt über einen deutlichen Verlust von Produktionskapazitäten am Persischen Golf berichtet. Die iranischen Angriffe der vergangenen Wochen auf Produktionsstätten, Raffinerien und Pipelines haben in der Region ihre Spuren hinterlassen. Eine schnelle Normalisierung der Ölpreise auf das Vorkriegsniveau sehen Analysten, selbst im Falle eines Friedens, zunehmend kritisch. Auch die Internationale Energieagentur (IEA) hat bereits mehrfach auf die erheblichen Schäden an der Ölinfrastruktur hingewiesen.

 

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