Heizölpreise sinken auf 3-Wochentief - Ölpreise halten an 100 Dollar-Marke fest | Heizöl-News vom
um 09:11 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise haben zum Beginn der Woche weiter nachgegeben und sind auf den tiefsten Stand seit Mitte September gesunken. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 181,23 €uro/100 Liter. Damit sind die Heizölpreise auf Wochensicht zwar um rund 4,5 Cent/Liter gesunken, bleiben jedoch auf dem höchsten Stand, den es jemals zum Beginn der Heizsaison gegeben hat.
Obwohl die Ölliefermengen aus den Golfstaaten zuletzt deutlich gestiegen sind, Saudi-Arabien sogar die Ölpreise gesenkt hat und westliche Staaten große Mengen ihrer strategischen Ölreserven freigegeben haben, halten sich die Ölpreise nahe der 100-Dollar-Marke. Weiterhin bleibt die Lage im Nahen Osten sehr angespannt, was zu hohen Risikoaufschlägen und steigenden Margen entlang der gesamten Versorgungskette führt. Verbraucher, die ausreichend Heizöl im Tank haben, um auch bei niedrigeren Temperaturen spekulieren zu können, sollten dennoch auf sinkende Heizölpreise setzen. Wer hingegen Heizöl benötigt, sollte eine kleinere Heizölbestellung in Betracht ziehen, um sich weiter Zeit zu verschaffen.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise sind zum Start der neuen Handelswoche zunächst spürbar gesunken, haben dann jedoch wieder nach oben gedreht. Am Dienstagmorgen notierte die Nordsee-Ölsorte BRENT mit 99,8 Dollar / Barrel knapp unter der viel beachteten 100-Dollar-Marke und die US-Ölsorte WTI wurde bei 88,8 Dollar / Barrel gehandelt. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, sanken mit 1.356 Dollar / Tonne auf ein Monatstief, während die globale Ölwährung US-Dollar weiter an Wert gewonnen hat und am Morgen bei 1,12 Dollar / €uro stand. Dennoch sind auch die währungsbereinigten Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt auf den tiefsten Stand seit Anfang September gesunken, was zu sinkenden Heizölpreisen führen sollte.
US-Präsident Trump hat den jüngsten Vorschlag des Irans zur Öffnung der Straße von Hormus abgelehnt und klar gemacht, dass er keinen Wert auf eine schnelle Einigung vor den Midterm-Wahlen legt. Im Gegenteil könnten die USA, nach den Parlamentswahlen im November, sogar eine neue Offensive starten. Laut Medienberichten werden aktuell bereits weitere US-Kriegsschiffe sowie eine dritte Flugzeugträgerkampfgruppe in die Region verlegt. Gleichzeitig schlägt Saudi-Arabien gegen die Huthi-Miliz zurück und hat wieder die Kontrolle über die Meerenge Bab al-Mandab übernommen. Frankreich, die Türkei und Pakistan haben Militär zu Unterstützung Saudi-Arabiens entsandt.
Obwohl zuletzt gemeldet wurde, dass die Ölexporte aus dem Persischen Golf wieder das Vorkriegsniveau erreicht haben, bleibt der Ölmarkt sehr anfällig für weitere Preissprünge. Eine erneute Eskalation im Nahen Osten würde die Öllieferungen aus der Region wieder gefährden und die Ölpreise in die Höhe schnellen lassen. Daher verpufft preislich auch die Freigabe von großen Ölmengen aus der strategischen Ölreserve westlicher Staaten. Erst wenn eine belastbare diplomatische Lösung für den Nahen Osten vorliegt, werden die Ölpreise wohl wieder nachhaltig und deutlich unter die 100-Dollar-Marke fallen. Doch dies scheint derzeit wenig realistisch, denn auch zum Beginn dieser Woche wurde in der Straße von Hormus erneut ein Öltanker beschossen und grundsätzlich ist die Ölinfrastruktur durch Kriegshandlungen in der Golfregion und in Russland aktuell bereits so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass raffinierte Ölprodukte wie Heizöl, Diesel und Benzin zuletzt deutlich stärker gestiegen sind als die Rohölpreise.
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