Heizölpreise schwanken stark - Lage am Ölmarkt bleibt unübersichtlich | Heizöl-News vom

um 07:53 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise sind zum Wochenausklang wieder deutlich gestiegen. Aufgrund der undurchsichtigen Lage am globalen Ölmarkt sind die Preisschwankungen auf dem heimischen Heizölmarkt zurzeit extrem. Während die Heizölpreise innerhalb einer Woche normalerweise nur um ein paar Cent schwanken, war in dieser Woche eine Schwankungsbreite von bis zu 30 Cent/Liter zu verzeichnen. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 147,66 €uro/100 Liter. Dementsprechend beschränkt sich der Heizölhandel zurzeit auf Notfalllieferungen zu sehr hohen Preisen.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren zum Wochenende in allen Bundesländern deutliche Preiserhöhungen zu verzeichnen. Dabei kletterten die Heizölpreise mit 4,3 bis 6,8 Cent/Liter mit Abstand am wenigsten in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Die kräftigsten Preisanstiege entfielen mit 17 Cent/Liter auf Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Am Ölmarkt bewegt sich zurzeit viel, dennoch hängt die weitere Entwicklung der Heizölpreise fast ausschließlich von der Dauer und Härte des Iran-Kriegs ab. So ist auch die jüngste Freigabe einer Rekordmenge aus der strategischen Ölreserve sehr schnell verpufft. Sollte sich die Lage am Persischen Golf jedoch beruhigen, sind die Aussichten für sinkende Heizölpreise sehr gut. Verbraucher sollten daher kurzfristige Heizölbestellung vermeiden und wenn möglich, warten bis sich die Lage im Nahen Osten wieder beruhigt hat.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise bleiben volatil. Der überraschend deutliche Preisrückgang der Wochenmitte ist zum Wochenausklang wieder verpufft. Am Freitagmorgen kletterte die Nordsee-Ölsorte BRENT wieder auf 100 Dollar / Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 95 Dollar / Barrel gehandelt. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, legten auf 1.124 Dollar / Tonne zu und auch die globale Ölwährung US-Dollar gewann an Wert gegen den Euro und stand am Morgen mit 1,150 Dollar / €uro auf einem Vier-Monatshoch, was Ölprodukte im Euroraum zusätzlich verteuert.

Die Lage am Ölmarkt ist undurchsichtig. Der Plan des iranischen Mullah-Regime, den Krieg in der gesamten Region eskalieren zu lassen und somit die Kriegskosten für die USA und die ganze Welt in die Höhe zu treiben, scheint derzeit aufzugehen. Der Iran greift gezielt Öltanker an und hat weiterhin die Kontrolle über die Straße von Hormus, über die rund ein Fünftel der weltweiten Ölexporte transportiert wird. Darüber hinaus bombadiert der Iran in den benachbarten arabischen Staaten gezielt die Ölinfrastruktur. Die Unterbrechung des Ölhandels über den Seeweg und die Angriffe auf die Ölinfrastuktur hat dazu geführt, dass viele Produzenten am Persischen Golf ihre Ölproduktion gedrosselt haben.

Um einer möglichen Ölkrise entgegenzuwirken hat die Internationale Energieagentur (IEA) eine Rekordmenge der strategischen Ölreserven freigegeben. Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer 400 Millionen Barrel Rohöl an den Markt geben, um die Ölpreise zu stabilisieren. Zusätzlich hat die US-Regierung einen vorübergehenden Verkauf von russischem Ölprodukten erlaubt. Diese Aktion soll bis zum 11. April gelten und führt in der EU zu großen Sorgen, dass Russland seine Kriegskasse wieder füllen kann und sich zudem eine gute Ausgangsposition für die US-geführten Verhandlungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs verschafft. Insgesamt bewegt sich zurzeit sehr viel am Ölmarkt, was die Lage unübersichtlich macht. Daher ist eine Aussage über die Entwicklung der Ölpreise in den kommenden Tagen und Wochen kaum möglich. Die Bandbreite reicht weiterhin von einem massiven Anstieg auf 150 Dollar bis hin zu einem Rückgang auf unter 70 Dollar je Barrel.

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