Heizölpreise nehmen Kurs auf Rekordhoch - Ölpreise leicht im Plus | Heizöl-News vom
um 09:04 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise sind zum Wochenbeginn weiter gestiegen. Am Dienstagmorgen kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 177,45 €uro/100 Liter und markiert damit einen Höchststand seit Oktober 2022. Auf Wochensicht sind die Heizölpreise um 13 Cent gestiegen und setzen damit den massiven Aufwärtstrend fort, der sich seit Beginn des Monats stetig verfestigt. So sind die Heizölpreise in der ersten Septemberhälfte um 25 Cent bzw. fast 17 Prozent gestiegen. Neben den steigenden Rohölpreise sind zuletzt vor allem die Preise für raffinierte Ölprodukte stark gestiegen. Dies zeigt sich an den Preisen für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, die aufgrund von globalen Raffinerieengpässen, auch heute wieder ein neues Allzeithoch erreicht haben.
Die Aussichten auf sinkende Heizölpreise vor dem Winter haben sich in den vergangenen Wochen massiv eingetrübt. Ein Frieden im Nahen Osten ist in weiter Ferne und aufgrund von globalen Raffinerieengpässen, ist die Versorgung mit Ölprodukten massiv beeinträchtigt. Preislich sorgt die angespannte Lage am Ölmarkt für Risikoaufschläge und steigende Margen entlang der gesamten Versorgungskette. Perspektivisch baut sich bei den Heizölpreisen zurzeit ein immer größer werdender Spielraum nach unten auf, weshalb Verbraucher, die ausreichend Heizöl im Tank haben, um auch bei niedrigeren Temperaturen spekulieren zu können, auf sinkende Heizölpreise setzen sollten. Wer hingegen Heizöl benötigt, sollte eine kleinere Heizölbestellung in Betracht ziehen, um sich weiter Zeit zu verschaffen.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise sind zum Beginn der neuen Handelswoche erneut leicht gestiegen. Die Nordsee-Ölsorte BRENT kletterte am Diensttagmorgen auf 107,5 Dollar / Barrel und wird damit weiterhin klar über der psychologisch wichtigen 100 Dollar-Marke gehandelt. Auch die US-Ölsorte WTI lag mit 103,3 Dollar / Barrel über dieser Marke. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, legten ebenfalls weiter zu und kletterten mit 1.505 Dollar / Tonne auf ein neues Allzeithoch. Gleichzeitig gewann die globale Ölwährung US-Dollar deutlich an Wert gegen den Euro und wurde am Morgen bei 1,154 Dollar / €uro gehandelt. Insgesamt trüben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt stetig weiter ein, sodass sich im September ein massiver Aufwärtstrend verfestigt hat.
Die Lage im Nahen Osten bleibt das bestimmende Thema am Ölmarkt und hier stehen die Zeichen weiter auf Eskalation. Neben dem Konflikt im Iran und der Sperrung der Straße von Hormus, rücken derzeit auch die Gefechte der vom Iran unterstützten Huthi-Milizen in den Fokus. Die Huthi haben Ziele in Saudi-Arabien, darunter auch die aktuell wichtige Ost-West-Ölpipeline attackiert und die Kontrolle über die Meerenge Bab al-Mandab am südlichen Ende des Roten Meeres übernommen. Damit fällt eine wichtige Alternativroute für saudische Ölexporte nun ebenfalls aus. Die geplanten Gespräche zwischen dem Iran und Oman zur Öffnung der Straße von Hormus sind ausgefallen und insgesamt scheinen alle Kriegsparteien aktuell mehr auf eine Eskalation zu setzen als auf eine Lösung am Verhandlungstisch. Dementsprechend preist der Ölmarkt zurzeit einen langanhaltenden Konflikt im Nahen Osten und somit eine längere Störung der Energieflüsse aus der gesamten Region ein.
Zu den Konflikten im Nahen Osten kommen aktuell auch Ausfälle von russischen Ölexporten hinzu. Die Ukraine greift seit vielen Wochen gezielt und erfolgreich die russische Ölinfrastruktur an, was die Herstellung von Ölprodukten in Russland massiv beeinträchtigt und sich auf den Weltölmarkt auswirkt. Global betrachtet wurde die Ölinfrastruktur durch Kriegshandlungen erheblich in Mitleidenschaft gezogen und hat zu Engpässen bei Raffinerien geführt. Daher steigen aktuell besonders deutlich raffinierte Ölprodukte wie Heizöl, Diesel und Benzin.
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