Heizölpreise nehmen Kurs auf Jahreshoch - Ölpreise stabilisieren sich | Heizöl-News vom

um 09:15 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise sind im Wochenverlauf deutlich gestiegen und haben mittlerweile wieder das Preisniveau vom Beginn der Iran-Kriegs erreicht. Im März notierten die Rohölpreise zwar deutlich höher als heute, doch aufgrund von globalen Raffinerieengpässen schießen zurzeit die Preise der Ölprodukte in die Höhe. So kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt aktuell 161,53 €uro/100 Liter und befindet sich damit auf einem der höchsten Stände der vergangenen vier Jahre.

Die Aussichten auf sinkende Heizölpreise vor dem Winter haben sich in den vergangenen Wochen spürbar eingetrübt. Die Lage am Ölmarkt bleibt angespannt und ein Frieden im Nahen Osten in weiter Ferne. Aufgrund von globalen Raffinerieengpässen, bleibt die Versorgung mit Ölprodukten beeinträchtigt und in Deutschland erschwert das Niedrigwasser die Logistik. Preislich sorgt dies für Risikoaufschläge und steigende Margen entlang der gesamten Versorgungskette. Perspektivisch baut sich bei den Heizölpreisen zurzeit ein immer größer werdender Spielraum nach unten auf, weshalb Verbraucher, die ausreichend Heizöl im Tank haben, um auch bei niedrigeren Temperaturen spekulieren zu können, auf sinkende Heizölpreise setzen sollten. Wer hingegen Heizöl benötigt, sollte eine kleinere Heizölbestellung in Betracht ziehen, um sich weiter Zeit zu verschaffen.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise haben sich im Verlauf dieser Handelswoche deutlich verteuert und verzeichnen auf Wochensicht ein Plus von rund 6,5 Prozent. Seit Beginn des Jahres sind die Ölpreise um knapp 60 Prozent gestiegen. Am Freitagmorgen wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 95,6 Dollar / Barrel gehandelt und die US-Ölsorte WTI stand bei 91,5 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, kletterten auf 1.397 Dollar / Tonne und stehen damit nur knapp unter dem Rekordhoch von Ende März. Die globale Ölwährung US-Dollar hält sich recht stabil bei 1,163 Dollar / €uro. Insgesamt haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenende erneut deutlich verschlechtert.

In dieser wurden die Ölpreise durch die erneute Eskalation im Nahen Osten gestützt, nachdem der Iran-Krieg mit gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran wieder aufgeflammt war. Obwohl beide Kriegsparteien ein Ende des Krieges brauchen, liegen die Positionen so weit auseinander, dass eine Verhandlungslösung derzeit nicht in Sicht ist. US-Präsident Trump will den Iran mit einem massiven "Wirtschaftskrieg" besiegen und betont, dass die Zeit für Ihn arbeitet. Gleichzeitig finden Militäroperationen statt und aus Israel kommen Forderungen nach einem härteren Vorgehen in dem Konflikt. Für den Ölmarkt bleibt damit die Straße von Hormus das bestehende, denn auch wenn Gesprächen zwischen dem Iran und dem Oman über eine Öffnung der wichtigen Öltransportroute laufen, bleibt die Lage am Persischen Golf sehr angespannt.

Zu den Konflikten im Nahen Osten kommen aktuell auch Ausfälle von russischen Ölexporten hinzu. Die Ukraine greift seit vielen Wochen gezielt und erfolgreich die russische Ölinfrastruktur an, was die Herstellung von Ölprodukten in Russland massiv beeinträchtigt und sich auf den Weltölmarkt auswirkt. Global betrachtet wurde die Ölinfrastruktur durch Kriegshandlungen erheblich in Mitleidenschaft gezogen und hat zu Engpässen bei Raffinerien geführt. Daher steigen aktuell besonders deutlich raffinierte Ölprodukte wie Heizöl, Diesel und Benzin. Insgesamt befindet sich der Weltölmarkt zurzeit zwar nicht im akuten Krisenmodus, dennoch muss, je nach Lage in den Kriegsgebieten im Nahen Osten oder der Ukraine, mit erheblichen Preischwankungen und Risikoaufschlägen gerechnet werden.

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