Heizölpreise leicht gestiegen - Ölpreise bewegen sich kaum | Heizöl-News vom
um 08:52 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise sind zur Wochenmitte leicht gestiegen und markieren somit ein neues 6-Wochenhoch. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 98,83 €uro/100 Liter. Begründet wird die Preiserhöhung mit preisstützenden Vorgaben vom Ölmarkt. Trotz der eisigen Temperaturen bleibt die Heizölnachfrage eher zurückhaltend.
Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren zumeist leichte Preiserhöhungen zu verzeichnen. Lediglich in Brandenburg und Sachsen gaben die Heizölpreise um minimale 0,1 Cent/Liter nach. In allen anderen Bundesländern waren Preisanstiege zwischen 0,1 und 1,1 Cent/Liter zu verzeichnen. Dabei zogen die Heizölpreise am deutlichsten in Berlin, Baden-Württemberg und Bayern an.
Heizölverbraucher halten die Preise zurzeit im Blick, spekulieren jedoch zum größten Teil auf günstigere Heizölpreise im weiteren Jahresverlauf. Die Aussichten dafür sind auch recht gut, denn grundsätzlich spricht die aktuelle Überversorgung des Weltölmarktes eher für fallende Rohöl- und Heizölpreise. Verbraucher, die ausreichend Heizöl im Tank haben, können daher mit einer Heizölbestellung warten. Wer zurzeit Heizöl benötigt, findet aktuell einen Kaufzeitpunkt vor, der dem Durchschnittspreis des vergangenen Jahres entspricht.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise haben sich zur Wochenmitte nur wenig bewegt. Am Mittwochmorgen wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT mit 64 Dollar / Barrel leicht höher gehandelt und die US-Ölsorte WTI notierte mit 59,6 Dollar / Barrel ebenfalls leicht im Plus. Die Preise für Gasöl legten deutlicher zu und standen am Morgen bei 665 Dollar / Tonne. Diese Preiserhöhung wird jedoch durch den schwächeren US-Doller etwas kompensiert, der mit 1,172 Dollar / €uro auf den tiefsten Stand des laufenden Jahres gefallen ist. Insgesamt fallen die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt dennoch leicht preisstützend aus.
Weiterhin sorgen geopolitische Krisen für die deutlichsten Impulse bei den Ölpreisen. Eine Eskalation im Streit und Grönland mit einem Handelskonflikt zwischen der EU und den USA hätte das Potential die Ölpreise zu bewegen. Gespannt blicken Händler daher auf das Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos und die dortige Rede des US-Präsidenten. Der Ukraine-Krieg ist nur noch zum Hintergrund-Thema gerückt. Nichts deutet darauf hin, dass Putin Interesse an einem Waffenstillstand hat oder dass Trump den Druck auf Russland erhöhen will. Im Gegenteil hat Trump mit der Ukraine sogar ein Trumpf gegen die EU in der Hand, wenn es um seine Pläne geht Grönland zu übernehmen.
Unterdessen scheint sich die Lage im Iran zu beruhigen, was einen US-Militärschlag weniger wahrscheinlich macht. Auch in Venezuela scheint die Lage stabil zu sein. Die Modernisierung der maroden Ölinfrastruktur und somit eine Ausweitung der Ölförderung des OPEC-Mitglieds wird jedoch Zeit benötigen. Unterm Strich gibt es zwar viele Krisen, dennoch halten sich die Risikoaufschläge bei den Ölpreisen in Grenzen. Die fundamentale Lage am Ölmarkt bleibt weiterhin preisdrückend. Sollte es nicht zu einem unerwarteten Angebotsrückgang kommen, steuert der Weltölmarkt weiterhin auf eine wachsende Überversorgung zu. Das Ölkartell Opec+ hat seine derzeitige Förderpolitik zuletzt bestätigt und hält somit die Ölförderung im ersten Quartal des Jahres auf dem aktuell, hohen Level. Nicht-OPEC-Staaten wie die USA oder Kanada weisen ebenfalls eine Ölförderung auf einem Rekordhoch aus. Gleichzeitig ist die weltweite Ölnachfrage relativ schwach, weshalb die Internationale Energieagentur (IEA) für dieses Jahr eine historisch hohe Überversorgung von rund 3,8 Mio. Barrel erwartet.
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