Heizölpreise legen zu - Ölpreis auf 6-Monatshoch | Heizöl-News vom

um 08:40 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise haben sich im Oktober tendenziell seitwärts bewegt, dass jedoch auf einem extrem hohen Preisniveau, welches es in diesem Maß und ohne Aussicht auf deutlich nachgebende Ölpreise, bisher noch nie zum Beginn einer Heizsaison gegeben hat. So kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt aktuell 184 €uro/100 Liter.

Obwohl die Ölliefermengen aus den Golfstaaten zuletzt deutlich gestiegen sind und die G7-Staaten große Mengen ihrer strategischen Ölreserven freigegeben haben, hängen die Ölpreise fest über der 100-Dollar-Marke. Begründet wird dies mit der weiterhin sehr angespannten Lage im Nahen Osten und den massiv gestiegenen Transportkosten. Zudem sind Raffineriekapazitäten knapp, was vor allem die Preise für verarbeitete Ölprodukte in die Höhe treibt. Verbraucher, die ausreichend Heizöl im Tank haben, um auch bei niedrigeren Temperaturen spekulieren zu können, können weiter auf sinkende Heizölpreise setzen. Allerdings besteht zurzeit auch ein erhebliches Risiko, dass der Iran-Krieg im November erneut eskaliert, was die Preise weiter nach oben treiben könnte. Wer für den Winter Heizöl benötigt, sollte daher zumindest eine kleinere Heizölbestellung in Betracht ziehen, um sich weiter Zeit zu verschaffen.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise sind zum Start der aktuellen Handelswoche spürbar gestiegen und verharren weiterhin in der Nähe des 6-Monatshochs von 117,5 Dollar. So stand die Nordsee-Ölsorte BRENT am Dienstagmorgen bei 115,7 Dollar / Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 101,5 Dollar / Barrel gehandelt. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, notierten bei 1.493 Dollar / Tonne, während die globale Ölwährung US-Dollar mit aktuell 1,117 Dollar / €uro auf einem Langzeithoch steht. Insgesamt haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenauftakt verschlechtert.

Nach dem kräftigen Preissprung von Montag fokussiert sich der Ölmarkt heute wieder stärker auf die diplomatischen Bemühungen, um den Konflikt am Persischen Golf einzudämmen. Hochrangige Vertreter Saudi-Arabiens, Pakistans und der Türkei waren gestern zu Gesprächen nach Teheran gereist, um in Absprache mit den USA über einen Abbau der Spannungen in der Region zu beraten. Darüber hinaus will Russlands Präsident Putin, der einer der wichtigsten Verbündeten des Irans ist, am Rande eines Energiegipfels in Moskau, Gespräche mit dem iranischen Präsidenten sowie weiteren Vertretern aus der Region führen.

Trotz der diplomatischen Bemühungen bleiben die Risiken für den Ölmarkt hoch. Zwar sind die Ölexporte aus dem Persischen Golf wieder auf das Vorkriegsniveau gestiegen, dennoch bleiben die Transport- und Raffineriekosten sehr hoch. Zudem gehen die meisten Marktbeobachter derzeit davon aus, dass US-Präsident Trump, nach den Zwischenwahlen zum Kongress am 3. November, neue Angriffe auf den Iran plant, was die Lage am Persischen Golf wieder eskalieren lassen würde. Hinzu kommen die anhaltenden, gegenseitigen Angriffe zwischen Saudi-Arabien und den Huthi-Rebellen im Jemen sowie die Konflikte zwischen Israel und seinen Nachbarländern. Es bleibt dabei, dass sich Brent-Rohöl seit Jahresbeginn um fast 90 Prozent verteuert hat und dass die Ölpreise wohl erst wieder nachhaltig und deutlich unter die 100-Dollar-Marke fallen werden, wenn eine belastbare diplomatische Lösung für den Nahen Osten vorliegt.

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