Heizölpreise legen weiter zu - Lage in Nah-Ost bleibt angespannt | Heizöl-News vom

um 08:18 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

Jetzt Heizöl bestellen!

Die Heizölpreise sind zum Wochenstart wieder gestiegen, nachdem es zu erneuten Angriffen im Nahen Osten gekommen ist. Am Montagmorgen kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 134,71 €uro/100 Liter. Damit hat sich eine Heizölbestellung auf Wochensicht um 6,5 Cent/Liter bzw. 5 Prozent verteuert. Der bis vor einer Woche bestehende Abwärtstrend der Heizölpreise ist damit gestoppt und kann nur wieder aufgenommen werden, wenn sich die Lage im Nahen Osten beruhigt.

Die für den Ölmarkt wichtige Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus bleibt weiterhin blockiert, dennoch überwiegt an den an den Börsen der Optimismus, dass des im Nahen Osten zu einer diplomatischen Lösung kommen wird. Daher halten sich die Ölpreise zurzeit noch unter der 100-Dollarmark, auch wenn das Risiko besteht, dass die Ölpreise bei einer Eskalation am Persischen Golf, einen deutlichen Preissprung nach oben vollziehen werden. Verbraucher, die einen ausreichend gefüllten Heizöltank haben, sollten dennoch mit einer Heizölbestellung warten und auf weiter sinkende Heizölpreise in den Sommermonaten setzen. Wer hingegen Heizöl benötigt, der sollte zumindest die Bestellung einer kleineren Menge in Betracht ziehen, um sich gegen das Risiko kurzfristiger, kräftiger Preissprünge abzusichern.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise haben zum Wochenbeginn zugelegt, nachdem der Iran am Wochenende zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder Raketen auf Israel abgefeuert hat. Die anhaltende Unsicherheit im Nahen Osten ließ die Nordsee-Ölsorte BRENT am Montagmorgen auf bei 97,6 Dollar / Barrel steigen und die US-Ölsorte WTI wurde bei 94,7 Dollar / Barrel gehandelt. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, legten mit 1.103 Dollar / Tonne leicht zu, während die Öl- und Krisenwährung US-Dollar deutlich an Wert gewann und mit 1,153 Dollar / €uro auf den höchsten Stand seit Ende März kletterte. Damit haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenstart wieder verschlechtert.

Obwohl die Lage im Nahen Osten äußerst angespannt ist und durch die jüngsten Angriffe droht zu eskalieren, überwiegt am Ölmarkt weiterhin der Optimismus, dass eine diplomatische Lösung gefunden wird. Allerdings scheint die Lage festgefahren zu sein. Israel führt seinen Kampf gegen die Hisbollah-Miliz im Süden des Libanon fort, der Iran attackiert Israel und seine arabischen Nachbarn und die USA führen regelmäßig Angriffe in der Straße von Hormus durch. Nach Waffenruhe klingt das nicht. Dennoch erwarten Analysten, dass es eine diplomatische Lösung geben wird, weil der Iran und die USA kein Interesse an einem Krieg haben. Leider weiß jedoch keine Seite wie man gesichtswahrend auf der unübersichtlichen Situation herauskommt.

Die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormus bleibt somit weiterhin blockiert, was den Weltölmarkt von rund 20% seines Angebots abschneidet. Bisher können Lieferausfälle im Westen noch zu weiten Teilen durch die strategischen Öllager kompensiert werden, allerdings sinken die globalen Öllagerbestände seit Wochen stetig. Experten sprechen von der größte Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarkts selbst bei einem Frieden in der Region große Probleme, weil die Ölinfrastruktur am Persischen Golf, durch die iranischen Angriffe auf Produktionsstätten, Raffinerien und Pipelines bereits stark gelitten hat. Bis sich die Öllieferungen aus dem Nahen Osten und somit die Ölpreise wieder normalisiert haben werden, kann es bis ins Jahr 2027 dauern.

Zurück