Heizölpreise knapp unter Jahreshoch - Ölpreise nehmen 100 Dollar-Marke ins Visier | Heizöl-News vom
um 08:29 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise sind zum Beginn der Woche wieder gestiegen und haben damit den leichten Preisrückgang vom Wochenende egalisiert. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt aktuell 165,03 €uro/100 Liter und steht damit kurz vor einem neuen Jahreshoch. Zwar sind die Rohölpreise niedriger als Anfang April, dennoch befinden sich die Preise für Ölprodukte auf Höchstständen, weil es aufgrund der Zerstörung der Ölinfrastruktur global zu Raffinerieengpässen gekommen ist. Dies hat die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, mit 1.465 Dollar / Tonne heute auf ein neues Vier-Jahreshoch steigen lassen.
Die Aussichten auf sinkende Heizölpreise vor dem Winter haben sich in den vergangenen Wochen massiv eingetrübt. Ein Frieden im Nahen Osten ist in weiter Ferne und aufgrund von globalen Raffinerieengpässen, ist die Versorgung mit Ölprodukten massiv beeinträchtigt. Preislich sorgt die angespannte Lage am Ölmarkt für Risikoaufschläge und steigende Margen entlang der gesamten Versorgungskette. Perspektivisch baut sich bei den Heizölpreisen zurzeit ein immer größer werdender Spielraum nach unten auf, weshalb Verbraucher, die ausreichend Heizöl im Tank haben, um auch bei niedrigeren Temperaturen spekulieren zu können, auf sinkende Heizölpreise setzen sollten. Wer hingegen Heizöl benötigt, sollte eine kleinere Heizölbestellung in Betracht ziehen, um sich weiter Zeit zu verschaffen.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise haben sich zum Beginn der neuen Handelswoche weiter verteuert und sind nun nicht mehr weit entfernt von der psychologisch wichtigen 100 Dollar-Marke entfernt. So wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT am Dienstagmorgen bei 98 Dollar / Barrel gehandelt und die US-Ölsorte WTI stand bei 93,3 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, kletterten mit 1.465 Dollar / Tonne auf ein neues Vier-Jahreshoch, während sich die globale Ölwährung US-Dollar weiterhin stabil bei 1,163 Dollar / €uro hält. Insgesamt haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenstart weiter verschlechtert.
Nachdem der Iran-Krieg mit gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran in der Vorwoche wieder aufgeflammt ist und beiden Kriegsparteien mehr auf eine Eskalation als auf eine Verhandlungslösung zu setzen schienen, preist der Ölmarkt zurzeit einen lang anhaltenden Konflikt im Nahen Osten ein. Dazu passt, dass US-Präsident Trump den Iran mit einem massiven "Wirtschaftskrieg" besiegen will und dabei betont, dass die Zeit für Ihn arbeitet. Ein Hoffnungsschimmer für den Ölmarkt sind zurzeit lediglich die Gespräche zwischen dem Iran und Oman zur Öffnung der Straße von Hormus. Obwohl der Iran zuletzt erklärt hatte, dass ein Abkommen für eine sichere Öltransportroute kurz vor dem Abschluss stehe, bleibt die Lage am Persischen Golf sehr angespannt.
Zu den Konflikten im Nahen Osten kommen aktuell auch Ausfälle von russischen Ölexporten hinzu. Die Ukraine greift seit vielen Wochen gezielt und erfolgreich die russische Ölinfrastruktur an, was die Herstellung von Ölprodukten in Russland massiv beeinträchtigt und sich auf den Weltölmarkt auswirkt. Global betrachtet wurde die Ölinfrastruktur durch Kriegshandlungen erheblich in Mitleidenschaft gezogen und hat zu Engpässen bei Raffinerien geführt. Daher steigen aktuell besonders deutlich raffinierte Ölprodukte wie Heizöl, Diesel und Benzin. Insgesamt befindet sich der Weltölmarkt zurzeit zwar nicht im akuten Krisenmodus, dennoch muss, je nach Lage in den Kriegsgebieten im Nahen Osten oder der Ukraine, mit erheblichen Preischwankungen und Risikoaufschlägen gerechnet werden.
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