Heizölpreise klettern auf Drei-Monatshoch - Ölpreise im Aufwärtstrend | Heizöl-News vom
um 09:17 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise haben den Aufwärtstrend wieder aufgenommen und zum ersten Mal seit Anfang Mai wieder die Marke von 1,50 Euro/Liter überschritten. So kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt aktuell 150,91 €uro/100 Liter. Innerhalb von einem Monat sind die Heizölpreise damit um rund 25 Prozent bzw. gut 30 Cent/Liter gestiegen und am Rohöl- und Devisenmarkt ist keine Besserung in Sicht. Die Gasölpreise sind auf ein neues Drei-Monatshoch gestiegen und die Öl- und Krisenwährung US-Dollar befindet sich auf einem Langzeithoch, was Ölprodukte im Euroraum zusätzlich verteuert.
Der globale Ölmarkt und somit auch der heimische Heizölmarkt sind wieder an dem Punkt angelangt, an dem sie vor vier Monaten gestanden haben, und damals zogen die Preise erstmal weiter an, bevor es dann zu einer Entspannung kam. Auch jetzt befinden sich die Rohöl- und Heizölpreise wieder im Aufwärtstrend, während die Lage im Nahen Osten weiter eskaliert. Verbraucher sollten sich daher zunächst auf steigende Heizölpreise einstellen. Wer jedoch ausreichend Heizöl im Tank hat, um zu spekulieren, der sollte mit einer Heizölbestellung warten und auf wieder fallende Preise setzen. Besonders vor dem Hintergrund der jüngsten Preisanstiege und einer global steigenden Ölförderung, haben die Heizölpreise perspektivisch einen deutlichen Spielraum nach unten.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise sind zum Wochenausklang über die 100-Dollar-Marke gesprungen und verfestigen damit den bestehenden Aufwärtstrend. Am Freitagmorgen notierte die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 100,2 Dollar / Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 91,4 Dollar / Barrel gehandelt. Damit sind die Ölpreise im Juli um rund 28 $/b bzw. knapp 40 % gestiegen. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, sind mit aktuell 1.275 Dollar / Tonne sogar schon wieder auf ein Drei-Monatshoch geklettert und die globale Öl- und Krisenwährung US-Dollar ist mit aktuell 1,138 Dollar / €uro wieder auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr zurückgekehrt. Insgesamt haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt in dieser Woche massiv verschlechtert.
Die Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin das bestimmende Thema am Ölmarkt. Das US-Militär hat nun bereits die 13. Nacht in Folge Angriffe auf den Iran durchgeführt und der Iran greift Handelsschiffe in der Straße von Hormus sowie die mit den USA verbündeten arabischen Nachbarstaaten an. Der zentrale Streitpunkt bleibt die zukünftige Verwaltung der Straße von Hormus. Das Mullah-Regime fordert die vollständige Kontrolle über die wichtige Schifffahrtsroute, um zukünftig ein mächtiges Druckmittel in der Hand zu haben und Einnahmen aus Mautgebühren zu erhalten. Dies ist jedoch nicht im Interesse der Amerikaner und der Weltgemeinschaft. Für eine weitere Eskalation sorgten in dieser Woche, die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen, die saudische Öltanker im Roten Meer vor Jemen attackierten und somit nun faktisch eine wichtige alternative Schifffahrtsroute für den Export von saudischen Ölprodukten blockieren.
Der zuvor am Ölmarkt hartnäckig bestehende Optimismus, dass es zu einer diplomatischen Lösung zwischen den USA und Iran kommt, ist nun vollständig gewichen und der Ölmarkt kehrt in den Krisenmodus mit deutlichen Risikoaufschlägen zurück. Sollte die Lage am Persischen Golf weiter eskalieren, könnten die Ölpreise erneut schnell wieder auf 120 Dollar steigen. Hinzu kommen aktuell auch die Ausfälle von russischen Ölexporten. Die Ukraine greift seit vielen Wochen gezielt und erfolgreich die russische Ölinfrastruktur an, was die Ölproduktion Russlands massiv beeinträchtigt. Zuletzt hat auch Kasachstan eine Drosselung seiner Ölförderung angekündigt, weil das Land einen russischen Hafen für Ölexporte nutzt und diesen nicht mehr als sicher ansieht.
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