Heizölpreise klettern auf 11-Wochenhoch - Ölpreis steigen weiter | Heizöl-News vom
um 08:47 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise sind zum Wochenauftakt erneut gestiegen und befinden sich damit weiterhin auf dem höchsten Stand seit Anfang Mai. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 148,68 €uro/100 Liter. Damit sind die Heizölpreise im Juli nun bereits um knapp 20 Prozent bzw. gut 24 Cent/Liter gestiegen. Zurückzuführen ist die vor allem auf die stark steigenden Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, die auf ein 10-Wochenhoch geklettert sind. Zudem sorgt der aktuell starke US-Dollar dafür, dass die global in Dollar gehandelten Ölprodukte im Euroraum teurer werden.
Der am Ölmarkt zuvor herrschende Optimismus, dass es zu einer diplomatischen Lösung zwischen den USA und Iran kommt, wird zunehmend in Frage gestellt. Die Lage im Nahen Osten eskalieren weiter und eine sichere Passage durch die Straße von Hormus ist wieder in weite Ferne gerückt. Zudem steigen raffinierte Ölprodukte zurzeit noch deutlich stärker als die Rohölpreise. Dennoch können Verbraucher, die genug Heizöl im Tank haben um zu spekulieren, mit einer Heizölbestellung warten und auf wieder sinkende Heizölpreise in den Sommermonaten setzen. Besonders vor dem Hintergrund der jüngsten Preisanstiege und einer global steigenden Ölförderung, haben die Heizölpreise perspektivisch einen deutlichen Spielraum nach unten.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise sind zum Start der neuen Handelswoche weiter gestiegen, nachdem sie in der Vorwoche bereits einen deutlichen Sprung nach oben gemacht hatten. Am Montagmorgen notierte die Nordsee-Ölsorte BRENT mit 90,4 Dollar / Barrel auf einem 10-Wochenhoch und die US-Ölsorte WTI wurde bei 84,4 Dollar / Barrel gehandelt. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, kletterten zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder auf die Marke von 1200 Dollar / Tonne, während sich die globale Ölwährung US-Dollar stabil bei 1,144 Dollar / €uro gehalten hat. Unterm Strich haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenstart erneut verschlechtert.
Die Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin das bestimmende Thema am Ölmarkt. Mit der achten Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele im Iran wurde nun auch iranische Infrastruktur attackiert. Von iransicher Seite werden weiterhin Handelsschiffe und US-Ziele in Nachbarstaaten angegriffen. Zudem hat der Iran gedroht, neben der Straße von Hormus, auch die Straße von Bab al-Mandab, durch die verbündeten Huthi-Rebellen, zu blockieren. Insgesamt eskaliert die Situation im Nahen Osten weiter, während die USA behaupten, dass man im engen Austausch mit der iranischen Führung stehe. Der zentrale Streitpunkt bleibt zurzeit die zukünftige Verwaltung der Straße von Hormus. Das Mullah-Regime fordert die vollständige Kontrolle über die wichtige Schifffahrtsroute, um zukünftig ein mächtiges Druckmittel in der Hand zu haben und Einnahmen aus Mautgebühren zu erhalten. Dies ist jedoch nicht im Interesse der Amerikaner und der Weltgemeinschaft.
Der zuvor am Ölmarkt hartnäckig bestehende Optimismus, dass es zu einer diplomatischen Lösung zwischen den USA und Iran kommen wird, wird nun zunehmend in Frage gestellt. Sollte die Lage am Persischen Golf weiter eskalieren, drohen die Ölpreise erneut schnell und deutlich zu steigen. Auf der anderen Seite sehen einige Analysten in den kommenden Monaten eine regelrechte Ölschwemme auf den Weltmarkt zukommen. Dies wird nicht nur mit einer möglichen Normalisierung der Ölexporte aus dem Persischen Golf begründet, sondern auch mit einer Erhöhung der Ölproduktion der OPEC-Staaten. Zurzeit sind tatsächlich weniger die steigenden Rohölpreise das Problem, sondern vielmehr die stark steigenden Preise für raffinierte Ölprodukte.
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