Heizölpreise im Seitwärtstrend - Ölpreise geben weiter nach | Heizöl-News vom
um 09:04 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise bewegen sich auch zum Start der neuen Woche kaum und setzen damit ihre seit zwei Wochen laufende Seitwärtsbewegung weiter fort. Dies wirkt vor dem Hintergrund der massiv gesunkenen Ölpreise irritierend, muss allerdings auch vor dem Hintergrund eines recht stabilen Gasölpreises gesehen werden. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 122,17 €uro/100 Liter. Dies sind rund 25 Prozent weniger als der Höchststand von Anfang April, aber auch gut 25 Prozent mehr als das bisherige Jahrestief.
Die Öffnung der Straße von Hormus und die weiterlaufenden Verhandlungen zwischen den USA und Iran haben die Ölpreise deutlich fallen lassen. Einige Analysten sprechen bereits von einem übertriebenen Rückgang, auch weil die weiteren Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm komplizierten werden dürften und die Ölinfrastruktur am Persischen Golf stark gelitten hat. Dennoch haben die Heizölpreise noch Spielraum nach unten, weshalb Verbraucher auf weiter sinkende Heizölpreise in den Sommermonaten setzen können. Wer hingegen Heizöl benötigt oder sich gegen das Risiko einer erneuten Eskalation absichern will, der findet für eine Heizölbestellung zurzeit einen vernünftigen Zeitpunkt vor.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise haben sich zum Beginn der neuen Handelswoche kaum bewegt, obwohl es am Wochenende zu einer erneuten Eskalation im Nahen Osten gekommen war. Am Montagmorgen wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 72 Dollar / Barrel gehandelt und die US-Ölsorte WTI notierte bei 69,6 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, gingen leicht zurück auf aktuell 899 Dollar / Tonne. Die Ölwährung US-Dollar hält sich mit 1,139 Dollar / €uro weiterhin stabil auf dem höchsten seit über einem Jahr. Unterm Strich haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenauftakt leicht verbessert.
Trotz Waffenruhe hat das US-Militär am Wochenende erneut Ziele im Iran angegriffen, nachdem zuvor Handelsschiffe in der Straße von Hormus attackiert wurden. Der Iran griff daraufhin Ziele in Kuwait und Bahrain an, die mit den USA verbündet sind. Nach dem Zwischenfall setzen jedoch beide Parteien auf Deeskalation und betonen, dass die Kanäle zur Konfliktvermeidung eingerichtet und funktionsfähig sind. Auslöser des Konflikts waren unterschiedliche Auslegungen des Rahmenabkommens im Hinblick auf die Nutzung der Straße von Hormus. Handelsschiffe sollen nun jedoch wieder frei durch die Meerenge fahren können, solange die technischen Gespräche zur Umsetzung des Rahmenabkommens fortgesetzt werden.
Am Dienstag sollen Gespräche in Katar stattfinden, um die genauen Regelungen für eine sichere Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus festzulegen. Das Mullah-Regime hat in den vergangenen Monaten gelernt, dass die Meerenge das wichtigste Druckmittel auf Seiten des Irans war und beansprucht daher die vollständige Kontrolle über die Schifffahrtsroute inklusive einer Mautgebühr. Auch US-Präsident Trump hatte zuletzt eine US-Maut für die sichere Passage durch die Meerenge ins Gespräch gebracht. Klar geworden ist, dass sich die Weltgemeinschaft erpressbar macht, wenn dem Iran die alleinige und vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus gegeben wird.
Trotz der jüngsten Eskalation herrscht am Ölmarkt weiterhin viel Optimismus, was die Ölpreise unter Druck setzt. Einige Analysten sprechen bereits von zu viel Optimismus andere Marktbeobachter sehen in den kommenden Monaten eine regelrechte Ölflut auf den Weltmarkt zukommen. Dies wird nicht nur mit einer Normalisierung der Ölexporte aus dem Persischen Golf begründet, sondern auch damit, dass viele OPEC-Staaten mehr Rohöl fördern wollen als ihnen das Ölkartell zugesteht und daher mit dem Austritt aus der Organisation drohen, wenn die OPEC an den starren Förderquoten festhält.
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