Heizölpreise hängen bei 1,80 €uro/Liter fest - Ölpreise gesunken | Heizöl-News vom
um 08:28 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise setzen ihre, seit über einem Monat laufende Seitwärtsbewegung fort. Zwar sind die Heizölpreise am Dienstagmorgen auf ein Zwei-Wochentief gesunken, dennoch verharren die Preise bei einem übergeordneten Seitwärtstrend von rund 180 €uro/100 Liter. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 177,72 €uro/100 Liter. Damit bleiben die Heizölpreise so hoch, wie noch nie zum Beginn einer Heizsaison, und auch die Aussichten auf deutliche Preisrückgänge sind kaum vorhanden.
Obwohl die Ölliefermengen aus den Golfstaaten zuletzt deutlich gestiegen sind und die G7-Staaten große Mengen ihrer strategischen Ölreserven freigegeben haben, hängen die Ölpreise über der 100-Dollar-Marke fest. Trotz diplomatischer Bemühungen bleibt die Lage im Nahen Osten sehr angespannt und die hohen Transportkosten und knappen Raffineriekapazitäten, treiben die Preise für Ölprodukte zusätzlich nach oben. Zudem könnten die heute endenden US-Zwischenwahlen dazu führen, dass ein unberechenbarer US-Präsident die Lage im Nahen Osten eskalieren lässt.
Verbraucher, die ausreichend Heizöl im Tank haben, um auch bei niedrigeren Temperaturen spekulieren zu können, sollten auf sinkende Heizölpreise setzen. Allerdings besteht zurzeit auch ein erhebliches Risiko, dass der Iran-Krieg im November erneut eskaliert, was die Preise weiter nach oben treiben könnte. Wer für den Winter Heizöl benötigt, sollte daher zumindest eine kleinere Heizölbestellung in Betracht ziehen, um sich weiter Zeit zu verschaffen.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Nachdem die Ölpreise zum Wochenauftakt um knapp acht Prozent gesunken waren, legten sie am Dienstagmorgen wieder zu, als bekannt wurde, dass das US-Militär in der Nacht iranische Ziele angegriffen hat. Die Nordsee-Ölsorte BRENT notierte am Dienstagmorgen bei 107 Dollar / Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 98,6 Dollar / Barrel gehandelt. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, standen bei 1.422 Dollar / Tonne, während die globale Ölwährung US-Dollar stabil auf ihrem Langzeithoch von rund 1,12 Dollar / €uro verharrt. Insgesamt haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenauftakt dennoch leicht verbessert.
Es bleibt ein Hin und Her im Iran-Krieg. Während am Montag noch Meldungen dominierten, dass die USA und der Iran wieder direkte Verhandlungen für ein Kriegsende aufnehmen wollen, droht einen Tag später wieder eine Eskalation durch gegenseitige Angriffe in der Straße von Hormus. Nach Angaben des US-Militärs wurden Ziele auf der iranischen Insel Gheschm attackiert, nachdem die Revolutionsgarden eine Rakete auf ein US-Flugzeug abgefeuert hatten. Es bleibt abzuwarten, ob der Vorfall die jüngsten, diplomatischen Bemühungen hinfällig macht oder ob es nur ein unglücklicher Zwischenfall bleibt. So oder so zeigt der Vorfall wie angespannt die Lage am Persischen Golf ist und das die Pläne von US-Präsident Trump für eine neue Angriffswelle nach den US-Zwischenwahlen weiterhin auf dem Tisch liegen.
Trotz der diplomatischen Initiativen von Saudi-Arabien, Pakistan und der Türkei, deutet weiterhin vieles auf eine erneute Eskalation zwischen den USA und Iran hin. In den vergangenen Wochen wurde die US-Militärpräsenz in der Region weiter erhöht. Hinzu kommen die anhaltenden, gegenseitigen Angriffe zwischen Saudi-Arabien und den Huthi-Rebellen im Jemen sowie die Konflikte zwischen Israel und seinen Nachbarländern. Obwohl die Ölexporte aus dem Persischen Golf zuletzt wieder auf das Vorkriegsniveau gestiegenen waren, bleibt das Risiko am Ölmarkt hoch, genauso wie die Transport- und Raffineriekosten. Brent-Rohöl hat sich seit Jahresbeginn um rund 90 Prozent verteuert und Ölpreise von deutlich unter der 100-Dollar-Marke werden wir wohl erst wieder sehen, wenn eine nachhaltige, belastbare diplomatische Lösung für den Nahen Osten vorliegt.
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