Heizölpreise gestiegen - Ölpreise legen zu | Heizöl-News vom

um 09:25 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise sind zum Wochenausklang gestiegen und damit den deutlich schlechteren Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt gefolgt. So sind die Preisvergaben für den heimische Heizölmarkt am Freitagmorgen auf den höchsten Stand seit Mitte Dezember gestiegen. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt daher 96,11 €uro/100 Liter. Ohne die erneut gestiegene Co2-Steuer würden die Heizölpreise gut 20 €uro/100 Liter günstiger sein. Damit leisten Heizölkunden mittlerweile einen erheblichen, finanziellen Beitrag zum Klimaschutz.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigt sich zum Wochenende ein einheitliches Bild mit Preiserhöhungen in allen Bundesländern. Dabei kletterten die Heizölpreise mit 1,1 bis 1,8 Cent/Liter am deutlichsten in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Die geringsten Preisanstiege entfielen mit 0,1 bis 0,3 Cent/Liter auf Berlin, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Trotz eisiger Temperaturen und Schnee, bleibt die Heizölnachfrage derzeit zurückhaltend. Verbraucher spekulieren vielfach auf günstigere Heizölpreise im weiteren Jahresverlauf. Die Aussichten dafür sind auch recht gut, denn grundsätzlich spricht die aktuelle Überversorgung des Weltölmarktes eher für fallende Rohöl- und Heizölpreise. Verbraucher sollten jedoch den Füllstand ihres Heizöltanks im Blick haben, um teure Notfalllieferungen zu vermeiden. Wer zurzeit Heizöl benötigt, findet für eine günstige Heizölbestellung einen Kaufzeitpunkt vor, der zumindest klar unter dem Durchschnittspreis des vergangenen Jahres liegt.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise haben zum Wochenausklang spürbar zugelegt und sind auf den höchsten Stand seit einem Monat gestiegen. Am Freitagmorgen notierte die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 62,8 Dollar / Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 58,5 Dollar / Barrel gehandelt. Die Preise für Gasöl kletterten auf 624 Dollar / Tonne und der Euro-Dollar-Wechselkurs sank auf 1,164 Dollar / €uro. Insgesamt haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt somit deutlich verschlechtert und befinden sich auf dem höchsten Stand seit Mitte Dezember letzten Jahres.

Am Ölmarkt wurden die jüngsten Preiserhöhungen mit einer Gegenbewegung zu den vorherigen Preisrückgängen begründet. Ein weiterer Preistreiber ist die allgemein positive Stimmung an den Finanz- und Aktienmärkten, die auch die Ölpreise etwas stützt. Davon abgesehen bleibt die fundamentale Lage am Ölmarkt weiterhin preisdrückend, weil der Weltölmarkt weiterhin auf eine wachsende Überversorgung zusteuert. Das Ölkartell Opec+ hatte seine derzeitige Förderpolitik zuletzt bestätigt und hält somit die Ölförderung im ersten Quartal des neuen Jahres auf dem aktuell, hohen Level. Nicht-OPEC-Staaten wie die USA oder Kanada weisen ebenfalls eine Ölförderung auf Rekordhoch aus. Gleichzeitig ist die weltweite Ölnachfrage relativ schwach, weshalb die Internationale Energieagentur (IEA) für dieses Jahr eine historisch hohe Überversorgung von rund 3,8 Mio. Barrel erwartet.

Die Lage zwischen den USA und Venezuela bleibt angespannt aber relativ stabil. Die Regierung in Caracas will sich politisch und militärisch nicht mit den USA messen und scheint auf der Suche nach einem Kompromiss zu sein. Die USA wollen die Kontrolle über die venezolanische Ölindustrie übernehmen und zunächst 30 bis 50 Millionen Barrel gelagertes Rohöl anbieten, welches später von Venezuela an die USA geliefert werden soll. Damit würde sich das Angebot auf dem Weltölmarkt relativ schnell erhöhen, was die Preise belasten würde. Allerdings wird aktuell noch über die Ausgestaltung verhandelt und bis tatsächlich mehr Öl in Venezuela gefördert wird, wird noch Zeit vergehen. Zunächst muss die marode Ölinfrastruktur des südamerikanischen Landes modernisiert werden und zudem ist Venezuela Mitglied der OPEC und somit an bestehende Fördergrenzen gebunden.

Vom US-Ölmarkt kommen erneut preisdrückenden Impulse, denn in den USA setzt sich der massive Aufbau der Öllagerbestände weiter fort. Dabei sinken laut US-Energieministerium (DOE) zwar seit einigen Wochen die Rohöllagerbestände, dafür verzeichnen die Lagerbestände der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) einen deutlichen Anstieg. In Summe wurden die gesamten US-Öllagerbestände im Dezember um rund 32 Barrel aufgebaut.

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