Heizölpreise geben zum Jahresbeginn nach - Ölmarkt reagiert nicht auf Venezuela-Krise | Heizöl-News vom

um 09:49 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise haben zum Jahresauftakt spürbar nachgegeben und sind damit den gesunkenen Rohöl- und Gasölpreisen gefolgt. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 95,62 €uro/100 Liter. Ohne die erneut gestiegene Co2-Steuer würden die Heizölpreise gut 20 €uro/100 Liter günstiger sein. Damit leisten Heizölkunden mittlerweile einen erheblichen, finanziellen Beitrag zum Klimaschutz.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigt sich zum Jahresstart ein einheitliches Bild mit zumeist deutlichen Preisrückgängen in allen Bundesländern. Mit 5,7 bis 6,5 Cent/Liter fielen die Heizölpreise am deutlichsten Berlin, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Sachsen-Anhalt. Die geringsten Preisnachlässe waren mit 2,2 bis 3,8 Cent/Liter in Bayern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zu verzeichnen.

Grundsätzlich spricht die aktuelle Überversorgung des Weltölmarktes für fallende Rohöl- und Heizölpreise. Es bleibt daher dabei, dass Verbraucher, die einen ausreichend gefüllten Tank haben, um über die kommenden kalten Monate zu kommen, eine gute Chance auf günstigere Heizölpreise im weiteren Jahresverlauf haben. Wer zurzeit Heizöl benötigt, findet für eine günstige Heizölbestellung einen Kaufzeitpunkt vor, der zumindest klar unter dem Durchschnittspreis des vergangenen Jahres liegt.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise sind zum Start der ersten Handelswoche des neuen Jahres leicht gesunken und haben damit kaum auf die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Maduro regiert. Am Montagmorgen notierte die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 60,2 Dollar / Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 56,7 Dollar / Barrel gehandelt. Die Preise für Gasöl sanken auf 609 Dollar / Tonne, allerdings wurde dieser Rückgang durch den gestiegenen US-Dollar, der aktuell bei 1,169 Dollar / €uro, etwas abgemildert. Dennoch haben sich auch die währungsbereinigten Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt verbessert und lassen somit zum Jahresbeginn leicht sinkende Heizölpreise erwarten.

Am Ölmarkt wägen Anleger zurzeit die mittelfristigen Auswirkungen der erneuten Eskalation zwischen den USA und Venezuela ab. Es sieht jedoch so aus, als wäre die Lage relativ stabil. Die Regierung in Caracas will sich politisch und militärisch nicht mit den USA messen und scheint auf der Suche nach einem Kompromiss zu sein. Darüber hinaus verfügt das Venezuela zwar über die größten Ölvorkommen der Welt, steht jedoch nur für weniger als ein Prozent der weltweiten Ölförderung. Die Auswirkungen auf den Ölmarkt halten sich daher auch aus fundamentaler Sicht in Grenzen. Sollten die USA wieder Zugriff auf Venzuelas Ölreserven bekommen und die marode Infrastruktur modernisieren, könnte das Angebot auf dem Weltölmarkt weiter steigen. Dies erfordert jedoch viel Zeit und Venezuela ist als Mitglied der OPEC zunächst auch an bestehende Fördergrenzen gebunden.

Somit richten sich die Blicke der Händler auf die aktuelle, fundamentale Ausgangslage und diese zeigt weiterhin eine Überversorgung des Weltölmarktes. Am Wochenende hat das Ölkartell Opec+ seine derzeitige Förderpolitik bestätigt und hält somit die Ölförderung im ersten Quartal des neuen Jahres auf dem aktuellen Level. Derzeit fördern jedoch alle OPEC-Mitglieder auch schon in der Nähe ihrer Kapazitätsgrenzen und Noicht-OPEC-Staaten wie die USA oder Kanada weisen ebenfalls eine Ölförderung auf Rekordhoch aus. Gleichzeitig ist die weltweite Ölnachfrage weniger stark gewachsen als zuvor angenommen wurde, sodass ein deutlich gestiegenes Ölangebot auf eine relativ schwache Nachfrage trifft. Dementsprechend erwartet die Internationale Energieagentur (IEA), dass das Angebot am Ölmarkt im kommenden Jahr um rund 3,8 Mio. Barrel über der Nachfrage liegen wird, was einer historisch hohen Überversorgung des Weltölmarktes gleichkommt.

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