Heizölpreise geben nach - Straße von Hormus bleibt gesperrt | Heizöl-News vom
um 08:40 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise haben zum Wochenauftakt zwar zugelegt, sind aber am Montagmorgen zunächst noch niedriger als am Freitagmorgen. Die jüngsten Angriffe in der Straße von Hormus bringen jedoch wieder viel Unsicherheit in den Ölmarkt und lassen weitere Preisanstiege erwarten. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 140,41 €uro/100 Liter, was gleichbedeutend mit dem tiefsten Stand seit Mitte März ist.
Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren zum Wochenbeginn, im Vergleich zu Freitagmorgen, in allen Bundesländern noch Preisrückgänge zu verzeichnen. Dies wird sich aber wohl im Laufe des Tages verändern, wenn das nun wieder gestiegen Risiko am globalen Ölmarkt und dem heimischen Heizölmarkt eingepreist wird.
Die zwischen den USA und Iran vereinbarte, zweiwöchige Feuerpause hält noch an und heute soll ein erneuter Versuch für eine diplomatische Lösung unternommen werden. Aufgrund der US-Angriffe auf iranische Tanker und der erbeuten Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran, ist die Unsicherheit am Ölmarkt wieder gewachsen und der Ölpreis bleibt sehr volatil. Eine Verlängerung der Waffenruhe und weitere Gespräche wären aktuell wohl die besten Nachrichten für Heizölkunden. Bis die Heizölpreise hierzulande wieder auf das Vorkriegsniveau sinken, wird es wohl eine ganze Weile dauern. Verbraucher, die mit ihrem Heizölvorrat über die kommenden, zum Glück wärmeren Monate kommen, sollte mit einer Heizölbestellung warten und auf weiter fallende Heizölpreise setzen.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Trotz neuer Spannungen und Unsicherheit, sind die Ölpreise zum Wochenstart nicht deutlich gestiegen. Die Nordsee-Ölsorte BRENT wurde am Montagmorgen bei 95,3 Dollar / Barrel gehandelt und bleibt damit aber weiterhin unter der psychologisch wichtigen 100-Dollar-Marke. Die US-Ölsorte WTI stand bei 89,0 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, sanken mit 1.107 Dollar / Tonne auf ein 5-Wochentief, während die globale Ölwährung US-Dollar am Morgen kaum verändert bei 1,175 Dollar / €uro gehandelt wurde. Insgesamt haben sich die Vorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenstart zunächst einmal leicht verbessert.
Nachdem die USA weiterhin iranische Häfen blockieren und am Wochenende einen iranischen Frachter angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht haben, hat auch Teheran, die kurzfristig geöffnete Straße von Hormus wieder für geschlossen erklärt. Kurz vor Ende der vereinbarten Waffenruhe, sorgen diese Ereignisse wieder für wachsende Spannungen am Persischen Golf. Dennoch sollen heute wieder Gespräche zwischen den Kriegsparteien in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad stattfinden. Die Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon scheint zu halten, aber das Mullah-Regime will wohl nicht auf sein Atomprogramm verzichten und könnte eines Mautsystems für die Straße von Hormus einführen. Die Chance auf eine diplomatische Lösung im Nahen Osten hat am Wochenende einen deutlichen Dämpfer erlitten.
Von den geopolitischen Faktoren abgesehen, wurde zuletzt über einen deutlichen Verlust von Produktionskapazitäten am Persischen Golf berichtet. Die iranischen Angriffe der vergangenen Wochen auf Produktionsstätten, Raffinerien und Pipelines haben in der Region ihre Spuren hinterlassen. Eine schnelle Normalisierung der Ölpreise auf das Vorkriegsniveau sehen Analysten, selbst im Falle eines Friedens, zunehmend kritisch. Auch die Internationale Energieagentur (IEA) hat bereits mehrfach auf die erheblichen Schäden an der Ölinfrastruktur hingewiesen. Neben dem Angebotsrückgang sieht die IEA in ihrem aktuellen Monatsbericht, aufgrund des Ölpreisschocks, aber auch einen Rückgang der globalen Ölnachfrage. Erstmals seit der Corona-Krise 2020 sinkt daher wohl in diesem Jahr der globale Ölverbrauch.
Ein echtes Versorgungsproblem mit Ölprodukten gibt es zumindest in Europa und den USA weiterhin nicht. Von Engpässen betroffen sind vor allem asiatische Länder, was die Ölpreise global nach oben drückt. In den USA sind die Öllagerbestände laut US-Energieministerium (DOE) zuletzt leicht gesunken. Dabei verzeichneten die Rohöllager einen Rückgang in Höhe von 0,9 Mio. Barrel und die Lagerbestände der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) sind um 9,5 Mio. Barrel gesunken. Dennoch bleiben die US-Öllagerbestände in der Nähe eines Drei-Jahreshochs und sind aktuell auf dem gleichen Stand wie vor Kriegsbeginn.
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