Heizölpreise geben nach - Preisvorgaben vom Ölmarkt leicht verbessert | Heizöl-News vom
um 08:26 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise sind zum Wochenausklang gesunken und im Gegensatz zu den Kraftstoffpreisen steht bei den Preisen für Heizöl seit Beginn des Monats Oktober ebenfalls ein Rückgang von knapp zehn Cent je Liter zu Buche. Dies ist sogar ein deutlicherer Preisrückgang als es die Vorgaben vom Ölmarkt hätten erwarte lassen, was auf den Wettbewerb im Heizölgeschäft zurückzuführen ist. Viele Heizölhändler haben im vergangenen halben Jahr kaum Geschäft gehabt und kämpfen daher nun um die Kunden, die für den Winter Heizöl benötigen. Dementsprechend sind die Preise für eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt aktuell auf 178,21 €uro/100 Liter gesunken, was jedoch weiterhin einer der höchsten Stände ist, den jemals zum Beginn einer Heizsaison gegeben hat.
Obwohl die Ölliefermengen aus den Golfstaaten zuletzt deutlich gestiegen sind und die G7-Staaten große Mengen ihrer strategischen Ölreserven freigegeben haben, kleben die Ölpreise an der 100-Dollar-Marke fest. Begründet wird dies mit der weiterhin sehr angespannten Lage im Nahen Osten und den massiv gestiegenen Transportkosten. Zudem sind Raffineriekapazitäten knapp, was vor allem die Preise für verarbeitete Ölprodukte in die Höhe treibt. Verbraucher, die ausreichend Heizöl im Tank haben, um auch bei niedrigeren Temperaturen spekulieren zu können, können weiter auf sinkende Heizölpreise setzen. Allerdings besteht zurzeit auch ein erhebliches Risiko, dass der Iran-Krieg im November erneut eskaliert, was die Preise weiter nach oben treiben könnte. Wer für den Winter Heizöl benötigt, sollte daher zumindest eine kleinere Heizölbestellung in Betracht ziehen, um sich weiter Zeit zu verschaffen.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise sind im Verlauf dieser Handelswoche erneut leicht gestiegen, wodurch sich der minimale Oktober-Aufwärtstrend weiter fortsetzt. Am Freitagmorgen notierte die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 105,3 Dollar / Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 97,4 Dollar / Barrel gehandelt. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, gaben hingegen nach, auf aktuell 1.401 Dollar / Tonne. Da die globale Ölwährung US-Dollar derzeit recht stabil bei 1,123 Dollar / €uro steht, haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt in dieser Woche spürbar verbessert.
Die Lage im Nahen Osten bleibt das bestimmende Thema am Ölmarkt und derzeit gehen die meisten Marktbeobachter davon aus, dass Lage am Persischen Golf im November wohl eskalieren könnte. Eine Lösung am Verhandlungstisch ist derzeit kaum vorstellbar und die ungeklärte Situation für die USA nicht tragbar. Dementsprechend erwarten Beobachter eine neue US-Offensive nach den Zwischenwahlen Anfang November. Aktuell verlegen die USA bereits weitere Kriegsschiffe sowie eine dritte Flugzeugträgerkampfgruppe in die Region. Gleichzeitig haben die iranischen Revolutionsgarden ihre Angriffe auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus intensiviert und beschießen fast täglich Frachter in der Meerenge.
Trotz der zuletzt gestiegenen Ölexporte aus dem Persischen Golf, bleibt das Risiko für die stetige Ölversorgung aus dem Nahen Osten sehr hoch. Eine erneute Eskalation im Nahen Osten würde die Öllieferungen aus der Region wieder gefährden und die Ölpreise in die Höhe schnellen lassen. Daher verpufft aktuell auch die Freigabe von großen Ölmengen aus der strategischen Ölreserve der G7-Staaten. Erst wenn eine belastbare diplomatische Lösung für den Nahen Osten vorliegt, werden die Ölpreise wohl wieder nachhaltig und deutlich unter die 100-Dollar-Marke fallen. Doch dies scheint derzeit wenig realistisch.
Unterdessen sind die Öllagerbestände in den USA die dritte Woche in Folge gesunken. Laut US-Energieministerium (DOE) sanken in der vergangenen Woche vor allem die Rohöllagerbestände um deutliche 8,5 Mio. Barrel, während die Lagerbestände der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) um 1,1 Mio. Barrel anstiegen. In Summe sind die gesamten US-Öllagerbestände in den vergangenen drei Wochen um 13,4 Mio. Barrel gesunken. Insgesamt befindet sich der Weltölmarkt zurzeit nicht in einer Versorgungskrise, dennoch gehen Marktteilnehmer zunehmend von einem langanhaltenden Konflikt im Nahen Osten ausm was die Ölpreise stützt und kurzfristig zu erheblichen Preischwankungen und Risikoaufschlägen führen kann.
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