Heizölpreise geben nach - Ölpreise drehen deutlich ins Minus | Heizöl-News vom
um 08:33 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise sind zur Wochenmitte deutlich gesunken, nachdem die Ölpreise ihre Gewinne vom Wochenstart wieder abgegeben haben und spürbar ins Minus gedreht sind. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 129,38 €uro/100 Liter und die Preise bewegen sich wieder auf die mehrmonatigen Tiefstände von Ende Mai zu.
Die für den Ölmarkt wichtige Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus bleibt weiterhin blockiert, dennoch überwiegt an den Börsen der Optimismus, dass es im Nahen Osten zu einer diplomatischen Lösung kommen wird. Zudem hat sich die Lage am Weltölmarkt etwas beruhigt, weil deutlich mehr Öllieferungen aus der Golfregion über andere Wege stattfinden als zuvor. Verbraucher sollten daher mit einer Heizölbestellung warten und auf weiter sinkende Heizölpreise in den Sommermonaten setzen. Zehn bis zwanzig Prozent Preisrückgang könnten in diesem Jahr noch möglich sein, Heizölpreise von unter einem Euro pro Liter sollte man jedoch nicht erwarten.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise sind zur Wochenmitte deutlich gesunken und haben damit den Anstieg vom Wochenstart mehr als wett gemacht. Die Nordsee-Ölsorte BRENT wurde am Mittwochmorgen bei 91,2 Dollar / Barrel gehandelt und die US-Ölsorte WTI notierte bei 88 Dollar / Barrel. Beide Ölsorten markierten somit ein 3-Monatstief. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, gaben ebenfalls spürbar nach, auf aktuell 1.028 Dollar / Tonne. Die Öl- und Krisenwährung US-Dollar bleibt mit 1,155 Dollar / €uro auf dem höchsten Stand seit Anfang April. Insgesamt haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zur Wochenmitte deutlich verbessert.
Obwohl die Lage im Nahen Osten äußerst angespannt bleibt, überwiegt am Ölmarkt weiterhin der Optimismus, dass eine diplomatische Lösung gefunden wird, weil der Iran und die USA kein Interesse an eine Fortführung der Kriegshandlungen haben. Ein gutes Zeichen ist zudem, dass der Iran und Israel ihre wechselseitigen Angriffe vorerst eingestellt haben. Und auch die USA haben bisher keine Vergeltungsmaßnahmen für den iranischen Abschuss eines amerikanischen Kampfhubschraubers vorgenommen. Dennoch scheint die Lage im Nahen Osten festgefahren zu sein. Trump braucht einen besseren Deal als seine Vorgänger, um den Krieg innenpolitisch zu rechtfertigen, Israel führt seinen Kampf gegen die Hisbollah-Miliz im Süden des Libanon fort und der Iran spielt auf Zeit und blockiert die Straße von Hormus. Eine Lösung zu finden, bei der alle Parteien gesichtswahrend aus der unübersichtlichen Situation herauskommen, scheint schwierig zu sein.
Die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormus bleibt somit weiterhin blockiert, was den Weltölmarkt von rund 20% seines Angebots abschneidet. Allerdings finden deutlich mehr Öllieferungen aus der Golfregion über andere Wege statt als zuvor. Darüber hinaus haben Ölförderländer ihre Ölexporte erhöht und ölnachfragende Länder den Verbrauch gesenkt bzw. greifen auf ihre strategischen Ölreserven zurück. Alles zusammen sorgt dafür, dass sich der erste Schock, nach Beginn der Iran-Kriegs, erstmal gelegt hat und die Lage am Ölmarkt entspannter geworden ist. Dennoch sinken die globalen Öllagerbestände seit Wochen stetig und Experten gehen davon aus, dass sich die Öllieferungen aus dem Nahen Osten, selbst im Fall eines Friedensabkommens, erst im kommenden Jahr wieder normalisiert haben werden.
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