Heizölpreise geben leicht nach - Ölpreise verharren auf Zwei-Wochenhoch | Heizöl-News vom

um 08:59 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise sind zur Wochenmitte leicht gesunken, obwohl sich die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt nicht verbessert haben. Der Grund dafür liegt in einer Entspannung bei der Versorgung mit den Ölprodukten Heizöl und Diesel, was zuletzt auch zu einem spürbaren Rückgang der Dieselpreise an den Tankstelen geführt hatte. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 139,23 €uro/100 Liter.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen bleibt das Nord-Südgefälle bestehen, auch wenn sich der Preisunterschied zwischen Süd- und Norddeutschland auf rund zehn Cent je Liter verringert hat. Dennoch sind die Heizölpreise im Norden und Osten Deutschlands zuletzt weniger gesunken als im Süden und Westen.

Die Lage im Nahen Osten bleibt sehr angespannt. Noch gibt es eine Waffenruhe zwischen den USA und Iran, aber diese ist brüchig und die Rhetorik der Kriegsparteien wird immer schärfer, während sich die Fronten auf beiden Seiten verhärten. Verbraucher, die mit ihrem Heizölvorrat über die kommenden Monate kommen, empfehlen wir dennoch mit einer Heizölbestellung zu warten und auf sinkende Heizölpreise im Sommer setzen. Wer jedoch Heizöl benötigt, der sollte in Betracht ziehen, sich gegen eine erneute Eskalation abzusichern und zumindest eine kleinere Menge Heizöl bestellen.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise verharren zur Wochenmitte auf einem unverändert hohen Preislevel. Die Nordsee-Ölsorte BRENT wurde am Mittwochmorgen bei 110,9 Dollar / Barrel gehandelt und die US-Ölsorte WTI notierte bei 103,9 Dollar / Barrel. Beide Ölsorten bleiben damit über der psychologisch wichtigen 100-Dollar-Marke und der Ölpreis hat sich seit Beginn des Iran-Kriegs mehr als verdoppelt. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, legten erneut auf 1.221 Dollar / Tonne zu und die Öl- und Krisenwährung US-Dollar stand am Morgen bei 1,159 Dollar / €uro. Insgesamt haben sich die Vorgaben für den deutschen Heizölmarkt erneut leicht verschlechtert.

Die Lage im Nahen Osten bleibt sehr angespannt. Nachdem US-Präsident Trump einen vermeintlich für Dienstag geplanten Militärschlägen gegen den Iran verschoben hat, bleibt ein wenig Hoffnung, dass die fragile Waffenruhe hält und doch noch eine diplomatische Lösung gefunden wird. Dennoch liegen die Bedingungen der Kriegsparteien weit auseinander. Am Ölmarkt hofft man nun darauf, dass Trump zu Zugeständnissen bereit ist, um ein Ende der Blockade der Straße von Hormus zu erreichen. Trump muss jedoch mit einem „Sieg“ aus dem Konflikt rausgehen, da er innerpolitisch zu stark unter Druck steht. Von seinem Ego einmal abgesehen.

Am Ölmarkt und den Finanzmärkten warten Analysten weiterhin auf ein klares Zeichen zur Öffnung, der für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormus, die weiterhin blockiert bleibt. Je länger der Weltölmarkt von rund 20% seines Angebots abgeschnitten ist, desto stärker steigen die Ölpreise. Darüber hinaus hat die Ölinfrastruktur am Persischen Golf durch die iranischen Angriffe auf Produktionsstätten, Raffinerien und Pipelines bereits stark gelitten, sodass selbst im Falle eines Friedens, die Ölpreise vorerst nicht wieder auf das Vorkriegsniveau fallen werden. Im Falle einer Wiederaufnahme der Kriegshandlungen könnten die Ölpreise erneut deutlich steigen.

Bisher hält sich der Ölpreis jedoch noch relativ stabil, weil es trotz der seit Monaten bestehenden Blockade der wichtigsten Ölschifffahrtsroute, bisher keine größeren Versorgungsprobleme am Ölmarkt gibt. Bisher können Lieferausfälle durch die Öllagerbestände kompensiert werden, allerdings sinken die globalen Öllagerbestände seit Wochen stetig. In den USA sind die gesamten Öllagerbestände (Rohöl und Ölprodukte) seit Beginn des Iran-Kriegs um gut sechs Prozent gesunken. Allerdings hatten die USA ihre Öllager in den Monaten vor Kriegsbeginn deutlich erhöht, sodass die US-Öllager aktuell immer noch dem durchschnittlichen Lagerbestand des vergangenen Jahres entsprechen.

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