Heizölpreise geben leicht nach - Ölpreis vorerst stabil | Heizöl-News vom
um 08:51 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise sind zur Wochenmitte erneut leicht gesunken, nachdem die USA ihren Militäreinsatz zur Befreiung der Straße von Hormus zunächst gestoppt haben, um Raum für eine diplomatische Lösung zu schaffen. Dennoch bleiben die Friedens-Verhandlungen schwierig und eine erneute Eskalation kann nicht ausgeschlossen werden. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 146,41 €uro/100 Liter.
Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen sind zurzeit massive Preisunterschiede festzustellen. So sind die Heizölpreise im Süden zurzeit deutlich günstiger sind als im Rest der Republik. Dies ist auf die Versorgungssituation der inländischen Raffinerien bzw. auf mögliche Lieferunterbrechungen in Schwedt zurückzuführen, da Russland die Druschba-Pipeline für Lieferungen von kasachischem Öl nach Deutschland gesperrt hat. Dadurch ergibt sich bei Heizöl zurzeit ein erheblicher Preisunterscheid zwischen Nord- und Süddeutschland in Höhe von rund 20 Cent/Liter.
Durch die jüngste Deeskalation bleibt die Aussicht auf einen Frieden im Nahen Osten und eine baldige Öffnung der Straße von Hormus bestehen, dennoch ist die Unsicherheit am Ölmarkt hoch, was die Ölpreise oben hält. Verbraucher, die mit ihrem Heizölvorrat über die kommenden Monate kommen, empfehlen wir mit einer Heizölbestellung zu warten und auf sinkende Heizölpreise im Sommer setzen. Wer jedoch Heizöl benötigt, der sollte in Betracht ziehen, sich gegen eine erneute Eskalation abzusichern und zumindest eine kleinere Menge Heizöl bestellen.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise haben sich unterm Strich zur Wochenmitte kaum bewegt. Am Mittwochmorgen wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 107,4 Dollar / Barrel und die US-Ölsorte WTI bei 99,8 Dollar / Barrel gehandelt. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, notierten ebenfalls nahezu unverändert bei 1.261 Dollar / Tonne, genauso wie der US-Dollar, der am Morgen weiterhin bei 1,173 Dollar / €uro. Insgesamt haben sich die Vorgaben für den deutschen Heizölmarkt zur Wochenmitte kaum verändert.
Die Lage im Nahen Osten hat sich zuletzt etwas beruhigt. Nachdem es zum Wochenbeginn nach einer Eskalation aussah, scheint US-Präsident Trump nun wieder auf eine diplomatische Lösung zu setzen und hat den am Montag gestarteten US-Einsatz zur Befreiung der Straße von Hormus zunächst gestoppt. Obwohl Trump von großen Fortschritten für ein Abkommen spricht, gestalten sich die Friedensverhandlungen schwierig. Das Mullah-Regime hat seine Macht im Iran gefestigt und setzt in den Verhandlungen auf Zeit. US-Präsident Trump benötigt hingegen einen schnellen, guten Deal, der über die Rückkehr zum vorherigen Status Quo hinausgeht. Trotz der jüngsten Deeskalation ist eine baldige Öffnung der Straße von Hormus noch nicht in Sicht und je länger der Weltölmarkt von rund 20% seines Angebots abgeschnitten ist, desto stärker steigen die Ölpreise.
Erste Konsequenzen aus dem Iran-Krieg haben die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gezogen, indem sie zum 01. Mai aus der OPEC ausgetreten sind. Dies ist ein diplomatischer Paukenschlag im Nahen Osten und eine deutliche Schwächung des Ölkartells, denn mit den VAE verlässt der viertgrößte Ölexporteur den OPEC+ Verbund. Kurzfristig wirkt sich dies nicht auf den Ölmarkt aus, aber langfristig wird dieser Schritt eher zu niedrigeren Ölpreisen führen, weil die VAE mehr Erdöl fördern wollen als es die OPEC, unter der Führung von Saudi-Arabien, zugelassen hat.
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