Heizölpreise geben leicht nach- Ölpreis bei 100 $/b | Heizöl-News vom
um 07:42 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise sind zur Wochenmitte leicht gesunken, verharren jedoch weiterhin auf einem der höchsten Stände der vergangenen dreieinhalb Jahre. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 145,71 €uro/100 Liter. Die Lage am Ölmarkt bleibt angespannt und undurchsichtig. Ein Ende des Iran-Kriegs oder eine Normalisierung der Ölexporte aus dem Persischen Golf ist nicht in Sicht, die Teilerlaubnis von russischen Ölverkäufen ist umstritten und die Freigabe der strategischen Ölreserve hat bisher kaum Auswirkung auf die Ölpreise.
Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren zur Wochenmitte in allen Bundesländern leichte bis spürbare Preisrückgänge zu verzeichnen. Mit 6,8 Cent/Liter sanken die Heizölpreise am deutlichsten in Berlin. In allen anderen Bundesländern lagen die Preisnachlässe zwischen 0,6 und 3,6 Cent/Liter.
Am Ölmarkt bewegt sich zurzeit viel, dennoch hängt die weitere Entwicklung der Heizölpreise fast ausschließlich von der Dauer und Härte des Iran-Kriegs ab. Sollte sich die Lage am Persischen Golf beruhigen, sind die Aussichten für sinkende Heizölpreise sehr gut, denn abgesehen von den geopolitischen Faktoren ist der Weltölmarkt fundamental gut versorgt. Verbraucher sollten daher kurzfristige Heizölbestellung vermeiden und wenn möglich, warten bis sich die Lage im Nahen Osten wieder beruhigt hat.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise verharren zur Wochenmitte weiterhin an der psychologisch wichtigen 100-Dollar-Marke und sind somit seit Beginn des Iran-Kriegs um rund 40 Prozent gestiegen. Am Mittwochmorgen wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 101 Dollar / Barrel gehandelt und die US-Ölsorte WTI notierte bei 92,4 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, blieben unverändert bei 1.162 Dollar / Tonne und die globale Ölwährung US-Dollar büßte mit aktuell 1,155 Dollar / €uro an Wert gegen den Euro ein. Insgesamt haben sich die Vorgaben für den deutschen Heizölmarkt somit leicht verbessert, bleiben jedoch auf einem der höchsten Stände der vergangenen 40 Monate.
Der Krieg im Iran geht in die dritte Woche und ein Ende ist derzeit nicht in Sicht. Trotz großer Verluste scheint der Iran weiterhin die Kontrolle über die Straße von Hormus zu haben, über die rund ein Fünftel der weltweiten Ölexporte transportiert wird. Zuletzt hat das Mullah-Regime gezielt Öltanker angreifen lassen sowie wichtige Ölfelder und Exporthäfen in der Region am Persischen Golf. Der Plan des Regimes, den Krieg in der gesamten Region eskalieren zu lassen und somit die Kriegskosten für die USA und die ganze Welt in die Höhe zu treiben, scheint derzeit aufzugehen.
Die Lage am Ölmarkt bleibt angespannt. Um einer möglichen Ölkrise entgegenzuwirken hat die Internationale Energieagentur (IEA) eine Rekordmenge der strategischen Ölreserven freigegeben. Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer 400 Millionen Barrel Rohöl an den Markt geben, um die Ölpreise zu stabilisieren. Zusätzlich hat die US-Regierung einen vorübergehenden Verkauf von russischem Ölprodukten erlaubt. Diese Aktion soll bis zum 11. April gelten und führt in der EU zu großen Sorgen, dass Russland seine Kriegskasse wieder füllen kann und sich zudem eine gute Ausgangsposition für die US-geführten Verhandlungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs verschafft. Insgesamt bewegt sich zurzeit sehr viel am Ölmarkt, was die Lage unübersichtlich macht. Daher ist eine Aussage über die Entwicklung der Ölpreise in den kommenden Tagen und Wochen kaum möglich. Die Bandbreite reicht weiterhin von einem massiven Anstieg auf 150 Dollar bis hin zu einem Rückgang auf unter 70 Dollar je Barrel.
Heizölpreise in Berlin
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