Heizölpreise geben deutlich nach - Lage am Ölmarkt bleibt angespannt | Heizöl-News vom

um 08:11 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise sind zur Wochenmitte deutlich gesunken, bleiben aber dennoch auf einem sehr hohen Preislevel. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 149,18 €uro/100 Liter. Das sind rund 15 Cent/Liter weniger als zum Wochenbeginn, allerdings auch 55 Cent/Liter mehr als vor drei Monaten. Trotz der jüngsten Atempause bleibt die Lage am Ölmarkt sehr angespannt und undurchsichtig. Ein Ende des Iran-Kriegs oder eine Normalisierung der Ölexporte aus dem Persischen Golf ist nicht in Sicht, weshalb die Märkte extrem sensibel auf jede neue Schlagzeile reagieren.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich zur Wochenmitte ein einheitliches Bild mit deutlichen Preisrückgängen in allen Bundesländern. Dabei lag die Spanne der Preisnachlässe zwischen 8,5 und 17,5 Cent/Liter. Am deutlichsten gingen die Heizölpreise in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt zurück. Geringer fiel der Preisrückgang in Baden-Württemberg und Bayern aus.

Am Ölmarkt herrscht zurzeit viel Bewegung und Nervosität, dennoch hängt die weitere Entwicklung der Heizölpreise fast ausschließlich von der Dauer und Härte des Iran-Kriegs ab. Sollte sich die Lage am Persischen Golf beruhigen, sind die Aussichten für sinkende Heizölpreise sehr gut, denn abgesehen von den geopolitischen Faktoren ist der Weltölmarkt fundamental gut versorgt. Verbraucher sollten daher zurzeit Heizölbestellung vermeiden und wenn möglich warten, bis sich die Lage im Nahen Osten wieder beruhigt hat. Dies kann allerdings einige Wochen dauern.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise sind zur Wochenmitte gesunken, nachdem eine unmittelbare Eskalation am Persischen Golf ausgeblieben ist. Dennoch bleibt der Ölpreis sehr volatil und schwankt mit teilweise starken Ausschlägen um die psychologisch wichtige 100-Dollar-Marke herum. Am Mittwochmorgen notierte die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 100,2 Dollar / Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde mit 89,2 Dollar / Barrel sogar auf einem Zwei-Wochentief gehandelt. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, gaben ebenfalls nach und standen am Morgen bei 1.238 Dollar / Tonne. Zudem verlor die globale Ölwährung US-Dollar mit 1,159 Dollar / €uro an Wert gegen den Euro, was Ölprodukte im Euroraum etwas günstiger macht. Insgesamt haben sich die Vorgaben für den deutschen Heizölmarkt zur Wochenmitte deutlich verbessert, bleiben aber trotzdem auf einem sehr hohen Niveau.

Nachdem US-Präsident Trump sein Ultimatum gegen den Iran zurückgezogen und von konstruktiven Gesprächen mit dem Regime gesprochen hat, hat sich die Lage am Ölmarkt zunächst etwas beruhigt. Dennoch sorgt die Unklare politische Zielsetzung der USA für viel Unsicherheit, weshalb die Märkte extrem sensibel auf jede neue Schlagzeile reagieren. Trotz großer Verluste hat der Iran weiterhin die Kontrolle über die Straße von Hormus, über die rund ein Fünftel der weltweiten Ölexporte transportiert wird. Die Kontrolle über die Meerenge und die Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Nachbarländer, stellen die großen Trümpfe des Mullah-Regimes dar, weshalb es sehr unrealistisch, dass hier eine schnelle Lösung gefunden wird. Im Gegenteil ist der Plan des Regimes, den Krieg in der gesamten Region eskalieren zu lassen und somit die Kriegskosten für die USA und die ganze Welt in die Höhe zu treiben, offensichtlich aufgegangen.

Trotz der jüngsten Atempause bleibt die Lage am Ölmarkt sehr angespannt. Weiterhin gibt es zwar noch kein Versorgungsproblem, aber alle Förderländer am Persischen Golf haben ihre Ölproduktion deutlich zurückgefahren, was bei einem länger anhaltenden Konflikt zu massiven Versorgungsstörungen führen könnte. Um einer möglichen Ölkrise entgegenzuwirken hat die Internationale Energieagentur (IEA) eine Rekordmenge der strategischen Ölreserven freigegeben und plant sogar weitere Schritte. Zusätzlich wurden Ölverkaufs-Sanktionen gegen Russland und Iran gelockert. Insgesamt bewegt sich zurzeit sehr viel am Ölmarkt, was die Lage unübersichtlich macht. Daher ist eine Aussage über die Entwicklung der Ölpreise in den kommenden Tagen und Wochen kaum möglich. Die Bandbreite reicht weiterhin von einem massiven Anstieg auf 150 Dollar bis hin zu einem Rückgang auf unter 70 Dollar je Barrel.

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