Heizölpreise fallen auf 5-Wochentief - Ölpreise gaben nach | Heizöl-News vom

um 08:46 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise sind zur Wochenmitte kräftig gefallen und folgen damit den deutlich verbesserten Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt. Neue Verhandlungen zwischen den USA und Iran nähren die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Nahe Osten und haben die Ölpreise sowie den Dollarkurs kräftig sinken lassen. Beides sorgt dafür, dass die Heizölpreise auf den tiefsten Stand seit Mitte März gefallen sind. So kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt aktuell 144,12 €uro/100 Liter.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren zur Wochenmitte in allen Bundesländern deutliche Preisrückgänge zu verzeichnen. Die Bandbreite lag dabei zwischen 1,9 und 6,7 Cent/Liter. Im Bundesländervergleich ist Heizöl zurzeit am teuersten in Bremen und Schleswig-Holstein, die günstigsten Angebote findet man in Bayern und Baden-Württemberg. Der Preisunterschied zwischen den teuersten und günstigsten Regionen liegt derzeit bei rund 16 Cent/Liter.

Die zwischen den USA und Iran vereinbarte, zweiwöchige Feuerpause hält an und somit auch die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung. Sicher ist diese allerdings nicht, weshalb die Lage am Persischen Golf sehr angespannt bleibt und der Ölpreis extrem volatil ist. Derzeit bleibt die Straße von Hormus blockiert, aber der Markt preist eine baldige Öffnung bereits ein. Eine erneute Eskalation in der Region würde die Ölpreise allerdings sehr schnell wieder deutlich über die 100-Dollarmarke steigen lassen. Bei einer Einigung besteht hingegen weiterer Spielraum nach unten. Bis die Heizölpreise hierzulande wieder auf das Vorkriegsniveau sinken, kann es jedoch eine ganze Weile dauern. Verbraucher, die mit ihrem Heizölvorrat über die kommenden, wärmeren Monate kommen, sollten daher mit einer Heizölbestellung warten und auf weiter fallende Heizölpreise setzen.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise sind zur Wochenmitte deutlich gesunken, weil am Markt die Hoffnung auf eine Einigung zwischen den USA und Iran zurückgekehrt ist. Die Nordsee-Ölsorte BRENT fiel am Mittwochmorgen mit 95,3 Dollar / Barrel wieder klar unter die psychologisch wichtige 100-Dollar-Marke. Die US-Ölsorte WTI fiel sogar doppelt so stark und wurde Morgen bei 91,2 Dollar / Barrel gehandelt. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, sanken mit 1.130 Dollar / Tonne auf den tiefsten Stand seit einem Monat und die globale Ölwährung US-Dollar gab ihre vorherigen Krisengewinne vollständig ab und stand am Morgen mit 1,179 Dollar / €uro auf dem tiefsten Stand seit Ende Februar. Insgesamt haben sich die Vorgaben für den deutschen Heizölmarkt zur Wochenmitte massiv verbessert und lassen deutliche Preisrückgänge erwarten.

Neue Gespräche zwischen den USA und Iran haben laut US-Vizepräsident JD Vance zuletzt wohl „große Fortschritte“ gemacht. Auch nach den zuvor gescheiterten Friedensverhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, hält die vereinbarte, zweiwöchige Feuerpause bisher an. Dies wird als ein sehr gutes Zeichen dafür interpretiert, dass es eine diplomatische Lösung geben könnte. Knackpunkt scheint weiterhin das iranische Atomprogramm sowie die vollständige und bedingungslose Öffnung der Straße von Hormus zu sein. Aktuell blockieren die USA und der Iran die Meerenge, was sämtliche Ölexporte aus der Region, aber auch die Einführung eines iranischen Mautsystems für die wichtige Handelsroute, verhindert.

Von den geopolitischen Faktoren abgesehen, wurde zuletzt über einen deutlichen Verlust von Produktionskapazitäten am Persischen Golf berichtet. Die iranischen Angriffe der vergangenen Wochen auf Produktionsstätten, Raffinerien und Pipelines haben in der Region ihre Spuren hinterlassen. Eine schnelle Normalisierung der Ölpreise auf das Vorkriegsniveau sehen Analysten, selbst im Falle eines Friedens, zunehmend kritisch. Auch die Internationale Energieagentur (IEA) hat bereits mehrfach auf die erheblichen Schäden an der Ölinfrastruktur hingewiesen. Neben dem Angebotsrückgang sieht die IEA in ihrem aktuellen Monatsbericht, aufgrund des Ölpreisschocks, aber auch einen Rückgang der globalen Ölnachfrage. Erstmals seit der Corona-Krise 2020 sinkt damit der globale Ölverbrauch.

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