Heizölpreise explodieren - Iran-Kieg treibt Ölpreise | Heizöl-News vom
um 07:49 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise sind zur Wochenmitte regelrecht explodiert und innerhalb von zwei Tagen um rund 32% gestiegen. Der Krieg im Iran sorgt für erhebliche Risikoaufschläge bei den Ölpreisen und gleichzeitig für einen steigenden US-Dollar. Beides treibt die Heizölpreise hierzulande auf ungeahnte Höhen. Selbst den Heizölhändlern ist das Preisrisiko derzeit zu groß, weshalb nur Abwehrpreise mit zusätzlichen Risikoaufschlägen angeboten werden. Dementsprechend kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt aktuell 140,43 €uro/100 Liter, was gleichbedeutend mit dem höchsten Stand seit 40 Monaten ist.
Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren zur Wochenmitte in allen Bundesländern erneut massive Preiserhöhungen zu verzeichnen. Seit Wochenbeginn sind die Heizölpreise in allen Regionen Deutschlands zwischen 21,5 und 25,5 Cent/Liter gestiegen. Günstige Angebote sind nicht zu finden und der Heizölhandel beschränkt sich ausschließlich auf absolute Notfalllieferungen zu enorm hohen Preisen.
Die weitere Entwicklung der Heizölpreise hängt von der Dauer und Härte des Iran-Kriegs ab. Derzeit laufen alle Indikatoren gegen Heizölkunden und kurzfristig besteht ein erhebliches Risiko für weiter steigende Preise. Sollte sich die Lage am Persischen Golf jedoch beruhigen, sind die Aussichten für sinkende Heizölpreise sehr gut. Grundsätzlich spricht die aktuelle Überversorgung des Weltölmarktes mittelfristig für fallende Rohöl- und Heizölpreise. Verbraucher sollten daher kurzfristige Heizölbestellung unbedingt vermeiden und warten bis sich die Lage im Nahen Osten wieder beruhigt hat.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise sind erwartungsgemäß massiv gestiegen, nachdem die Lage im Nahen Osten am vergangenen Wochenende eskaliert ist. Zwischenzeitlich sah es kurz so aus, als würde der Ölmarkt besonnen reagieren, aber dann sprangen die Ölpreise doch wieder kräftig nach oben. So wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT am Mittwochmorgen mit 83,5 Dollar / Barrel auf dem höchsten Stand seit Juli 2024 gehandelt, genauso wie die US-Ölsorte WTI, die bei 76,3 Dollar / Barrel notierte. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, legten noch deutlicher zu und sprangen mit 1.029 Dollar / Tonne auf den höchsten Stand seit 40 Monaten. Gleichzeitig legte auch noch die globale Ölwährung US-Dollar deutlich gegen den Euro zu, auf derzeit 1,161 Dollar / €uro. Insgesamt sind die Vorgaben für den deutschen Heizölmarkt somit massiv preistreibend ausgefallen.
Nachdem Israel und die USA am Wochenende den Iran angegriffen und in der ersten Angriffswelle sofort wichtige Führungskräfte des Mullah-Regimes ausgeschaltet haben, hat der Iran nahezu alle Nachbarländer, die US-Militärbasen haben, attackiert. Die Lage im Nahen Osten droht zu eskalieren, allerdings scheint der Iran auch in der Region am Persischen Golf zunehmend isoliert zu sein. Daher ist nicht absehbar, ob der Konflikt Wochen andauert oder schnell beendet werden kann. Sollte es keine schnelle Lösung geben, rechnen Analysten damit, dass sich die Ölpreise in Richtung 100 Dollar/Barrel bewegen könnten.
Der rapide Anstieg der Ölpreise ist dabei aktuell noch nicht auf ein zu geringes Angebot zurückzuführen, sondern ausschließlich auf Risikoaufschläge und Spekulationen. Grundlage dafür ist vor allem, dass Teheran die weltweit wichtigste Schifffahrtsroute für Öllieferungen, die Straße von Hormus, geschlossen und bereits mehrerer Schiffe angegriffen hat. Rund ein Fünftel der weltweiten Ölproduktion wird täglich über diese Handelsroute transportiert. Reedereien haben die Durchfahrt ausgesetzt und es stauen sich bereits über 200 Tanker vor dem Nadelöhr am Persischen Golf. Zuletzt haben die USA Marineeskorten in Aussicht gestellt, um eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus zu gewährleisten und somit eine mögliche globale Energiekrise zu verhindern.
Der OPEC+ Verbund hat zwar eine Anhebung der Ölförderung um 0,2 Mio Barrel ab dem kommenden Quartal beschlossen, allerdings ist unklar, ob dies unter den aktuellen Umständen umgesetzt werden kann. Neben dem Ausfall der Öllieferung aus dem Iran, hat z.B. auch das OPEC-Mitglied Irak einen Teil seiner Ölexporte aus Sicherheitsgründen eingestellt. Abgesehen vom Krieg im Iran wäre die fundamentale Lage am Ölmarkt dennoch klar preisdrückend, weil der Weltölmarkt grundsätzlich sehr gut versorgt ist. Wie sich die Ölpreise in den kommenden Tagen und Wochen entwickeln ist somit kaum vorhersehbar. Die Bandbreite reicht von einem Anstieg über 100 Dollar bis hin zu einem Rückgang auf unter 60 Dollar je Barrel.
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