Heizölpreise erreichen neues Rekordhoch - Ölpreise geben leicht nach | Heizöl-News vom
um 08:51 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise haben in der zweiten Wochenhälfte einen kräftigen Preissprung nach oben vollzogen und sind am Donnerstag auf ein neues Allzeithoch in Höhe von 1,95 €uro/Liter gestiegen. Am Freitagmorgen gaben die Heizölpreise zwar leicht nach, dennoch bleibt eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt mit 189,03 €uro/100 Liter in der Nähe des gestrigen Rekordhochs. Auf Wochensicht sind die Heizölpreise damit um knapp 20 Cent gestiegen und in den vergangenen drei Wochen steht ein Plus von rund 45 Cent bzw. 27 Prozent zu Buche. Neben den steigenden Rohölpreise sind zuletzt vor allem die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, aufgrund von globalen Raffinerieengpässen, gestiegen.
Die Aussichten auf sinkende Heizölpreise vor dem Winter haben sich in den vergangenen Wochen massiv eingetrübt. Ein Frieden im Nahen Osten ist in weiter Ferne und aufgrund von globalen Raffinerieengpässen, ist die Versorgung mit raffinierten Ölprodukten massiv beeinträchtigt. Preislich sorgt die angespannte Lage am Ölmarkt für Risikoaufschläge und steigende Margen entlang der gesamten Versorgungskette. Perspektivisch baut sich bei den Heizölpreisen zurzeit ein immer größer werdender Spielraum nach unten auf, weshalb Verbraucher, die ausreichend Heizöl im Tank haben, um auch bei niedrigeren Temperaturen spekulieren zu können, auf sinkende Heizölpreise setzen sollten. Wer hingegen Heizöl benötigt, sollte eine kleinere Heizölbestellung in Betracht ziehen, um sich weiter Zeit zu verschaffen.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise haben in der zweiten Wochenhälfte leicht aber stetig nachgegeben. Am Freitagmorgen wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 103,6 Dollar / Barrel und die US-Ölsorte WTI bei 101 Dollar / Barrel gehandelt. Damit bleiben die Ölpreise zwar knapp über der psychologisch wichtigen 100 Dollar-Marke, ziehen jedoch nicht weiter an. Auch die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, sind leicht gesunken und haben mit aktuell 1.489 Dollar / Tonne ihr jüngst erreichtes Allzeithoch verlassen. Gleichzeitig hat die Leitzinsanhebung der US-Notenbank FED jedoch dafür gesorgt, dass die globale Ölwährung US-Dollar deutlich an Wert gegen den Euro gewonnen hat und auf 1,148 Dollar / €uro gestiegen ist. Dies macht Ölprodukte im Euroraum grundsätzlich teurer und hat dazu geführt, dass sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt trotz sinkender Rohöl- und Gasölpreise kaum verändert haben.
Die Lage im Nahen Osten bleibt das bestimmende Thema am Ölmarkt. Nach den jüngsten Eskalationen hoffen Marktteilnehmer nun wieder auf mehr Vernunft und politische Fortschritte. Saudi-Arabien verkündete, dass die von den Huthi attackierte Ost-West-Ölpipeline in wenigen Tagen wieder mit 50 Prozent Kapazität in Betrieb genommen und in wenigen Wochen wieder im Vollbetrieb sein wird. Zudem soll China den Iran aufgefordert haben, die mit dem Iran verbündete Huthi-Milizen zur Mäßigung aufzurufen und die Meerenge Bab al-Mandab am südlichen Ende des Roten Meeres offen zu halten. Darüber hinaus sollen wieder Gespräche zwischen dem Iran und Oman zur Öffnung der Straße von Hormus aufgenommen werden. Dennoch bleibt die Lage am Persischen Golf sehr angespannt und kann jederzeit wieder eskalieren. Eine Lösung am Verhandlungstisch scheint weiterhin in weiter Ferne zu liegen, weshalb am Weltölmarkt ein langanhaltender Konflikt und somit eine längere Störung der Energieflüsse aus der gesamten Region eingepreist bleibt.
Zu den Konflikten im Nahen Osten kommen aktuell auch Ausfälle von russischen Ölexporten hinzu. Die Ukraine greift seit vielen Wochen gezielt und erfolgreich die russische Ölinfrastruktur an, was die Herstellung von Ölprodukten in Russland massiv beeinträchtigt und sich auf den Weltölmarkt auswirkt. Global betrachtet wurde die Ölinfrastruktur durch Kriegshandlungen erheblich in Mitleidenschaft gezogen und hat zu Engpässen bei Raffinerien geführt. Daher steigen aktuell besonders deutlich raffinierte Ölprodukte wie Heizöl, Diesel und Benzin.
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