Heizölpreise entfernen sich wieder vom 19-Monatstief | Heizöl-News vom

um 08:20 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

Zum Start der Woche sind die Heizölpreise spürbar gestiegen und haben sich somit wieder ein ganzes Stück von ihrem 19-Monatstief entfernt. Insgesamt kletterten die Heizölpreise zwischen Freitag- und Dienstagmorgen um 3,5 Cent/Liter, sodass eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt aktuell 92,73 €uro/100 Liter kostet.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen sticht besonders Bayern heraus, denn hier ist lediglich eine minimale Preiserhöhung von 0,1 Cent/Liter feststellbar, während die Heizölpreise in allen anderen Bundesländern um 2,5 bis 4,8 Cent/Liter zulegten. Dabei entfallen die geringsten Preisanstiege auf Baden-Württemberg, Hessen und das Saarland. Die kräftigsten Preiserhöhungen sind in hingegen in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu verzeichnen.

Trotz der jüngsten Preisanstiege, die ausschließlich auf den Anstieg der Rohölpreise und somit auf die Beschaffungskosten der Heizölhändler zurückzuführen sind, zeigt sich in den vergangenen Wochen eine insgesamt verbraucherfreundliche Entwicklung der Heizölpreise. Das erträglichere Preisniveau hat bei Verbrauchern dann auch zu einem deutlichen Anstieg der Aufmerksamkeit und auch des Kaufinteresses geführt. Insgesamt ist die Nachfrage somit im Mai deutlich gestiegen, dennoch kann die Versorgungslage auf dem deutschen Heizölmarkt weiterhin als gut bezeichnet werden kann.

In den kommenden Wochen/Monaten stehen bei einigen Raffinerien turnusmäßige Wartungsarbeiten an, die das Angebot verknappen könnten. Zudem erwarten Analysten, dass sich das EU-Embargo gegen russische Ölprodukte erst in den nächsten Wochen auswirken könnte. Beides würde für tendenziell steigende Heizölpreise sprechen, allerdings gibt es bisher keine Versorgungsengpässe, sodass die Preisentwicklung stark vom Börsengeschehen abhängt. Und hier könnten die aktuellen, globalen Konjunktursorgen wieder zu sinkenden Ölpreisen führen.

Wir bleiben daher bei unserer Empfehlung für Heizöl-Verbraucher, deren Tank gut gefüllt ist und die gerne auch mal spekulieren, die Preisentwicklungen eng zu verfolgen und auf sinkende Heizölpreise zu setzen. Heizölkunden, die ungerne Risiken eingehen oder zurzeit Heizöl benötigen, finden derzeit jedoch ein vernünftiges Preislevel vor und können über unseren Heizöl-Preisrechner günstig Heizöl bestellen.

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Heizöl online kaufen

 

Nachdem die Ölpreise in der vergangenen Handelswoche kräftig gefallen waren, legten sie zum Start der neuen Woche erstmal wieder zu. So notierte die Nordsee-Ölsorte Brent am heutigen Dienstagmorgen rund 3,2 $/b niedriger als am Freitag und stand bei 76,4 Dollar / Barrel. Die US-Ölsorte WTI kletterte im gleichen Zeitraum um 3,5 $/b und wurde mit 72,6 Dollar / Barrel wieder deutlich über der 70-Dollar-Marke gehandelt.

Marktbeobachter erklärten die Preisanstiege durch eine Gegenbewegung, nachdem die Ölpreise seit Anfang April kräftig gefallen waren. Dafür gesorgt hatte vor allem die vielerorts trüben Konjunkturaussichten, besonders die in den beiden größten Volkswirtschaften der Welt. In den USA wird im laufenden Jahr mit einer Rezession gerechnet, was die Nachfrage nach Ölprodukten deutlich beeinträchtigen würde. Und in China mehren sich ebenfalls die Anzeichen für eine schwächere konjunkturelle Entwicklung.

Eine Belastung für die globale Wirtschaftsentwicklung stellen zurzeit die starken Zinsanhebungen der Notenbanken dar. Trotz der eingetrübten Stimmungslage hatten in der vergangenen Woche die US-Notenbank Fed und auch die Europäische Zentralbank (EZB) erneut die Zinsen angehoben, um der hohen Inflation entgegenzuwirken.

In diesem Marktumfeld spielen die Ankündigung der OPEC+ Staaten, die Ölförderung zu kürzen, um die Preise nach oben zu treiben, und auch die zahlreichen Waldbrände in der ölreichen kanadischen Provinz Alberta eine untergeordnete Rolle. Obwohl die Ölnotierungen zum Wochenstart spürbar zugelegt haben, hängt die weitere Preisentwicklung hauptsächlich von der konjunkturellen Entwicklung und der Stimmung an den Börsen ab.

Zurück