Heizölpreise deutlich gestiegen - Lage am Ölmarkt bleibt angespannt | Heizöl-News vom

um 07:41 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise sind zum Ende der Woche deutlich gestiegen und bewegen sich derzeit sogar auf neue Höchststände zu. So kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt aktuell 158,28 €uro/100 Liter. Die Lage am Ölmarkt bleibt angespannt und undurchsichtig. Ein Ende des Iran-Kriegs oder eine Normalisierung der Ölexporte aus dem Persischen Golf ist nicht in Sicht, die Teilerlaubnis von russischen Ölverkäufen ist umstritten und die Freigabe der strategischen Ölreserve hat bisher kaum Auswirkungen auf die Ölpreise.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren zum Wochenausklang in allen Bundesländern deutliche Preisanstiege zu verzeichnen. Dabei lag die Spanne der Preiserhöhungen zwischen 6,5 und 16,8 Cent/Liter. Die kleinsten Preisanstiege entfielen auf Bayern während die größten Preiserhöhungen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland feststellbar waren.

Am Ölmarkt bewegt sich zurzeit viel, dennoch hängt die weitere Entwicklung der Heizölpreise fast ausschließlich von der Dauer und Härte des Iran-Kriegs ab. Sollte sich die Lage am Persischen Golf beruhigen, sind die Aussichten für sinkende Heizölpreise sehr gut, denn abgesehen von den geopolitischen Faktoren ist der Weltölmarkt fundamental gut versorgt. Verbraucher sollten daher kurzfristige Heizölbestellung vermeiden und wenn möglich, warten bis sich die Lage im Nahen Osten wieder beruhigt hat.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise haben sind Wochenausklang etwas gesunken, nachdem sie zuvor auf über 119 Dollar/Barrel angestiegen waren. Dennoch bleiben die Ölpreise auf über der psychologisch wichtigen 100-Dollar-Marke und verzeichnen somit seit Beginn des Iran-Kriegs einen Anstieg von über 40 Prozent. Am Freitagmorgen wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 106,6 Dollar / Barrel gehandelt und die US-Ölsorte WTI notierte bei 93,3 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, legten hingegen kräftig zu und standen am Morgen mit 1.303 Dollar / Tonne auf einem der höchsten Stände der vergangenen Jahrzehnte. Die globale Ölwährung US-Dollar hielt sich gegen den Euro stabil bei 1,154 Dollar / €uro. Insgesamt haben sich die Vorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenende erneut deutlich verschlechtert und bewegen sich auf neue Höchststände zu.

Der Krieg im Iran dauert nun bereits drei Wochen und ein Ende ist derzeit nicht in Sicht. Im Gegenteil eskaliert die Lage weiter durch gezielte Angriffe beider Seiten auf die Öl- und Gasinfrastruktur in der Region. Trotz großer Verluste scheint der Iran zudem weiterhin die Kontrolle über die Straße von Hormus zu haben, über die rund ein Fünftel der weltweiten Ölexporte transportiert wird. Zuletzt hat das Mullah-Regime gezielt Öltanker angreifen lassen sowie wichtige Ölfelder und Exporthäfen in der Region am Persischen Golf. Der Plan des Regimes, den Krieg in der gesamten Region eskalieren zu lassen und somit die Kriegskosten für die USA und die ganze Welt in die Höhe zu treiben, scheint derzeit aufzugehen. Derzeit gibt es noch kein Versorgungsproblem, aber alle Förderländer in der Region haben ihre Produktion deutlich zurückgefahren, was bei einem länger anhaltenden Konflikt zu Versorgungsstörungen führen könnte.

Die Lage am Ölmarkt bleibt also sehr angespannt. Um einer möglichen Ölkrise entgegenzuwirken hat die Internationale Energieagentur (IEA) eine Rekordmenge der strategischen Ölreserven freigegeben. Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer 400 Millionen Barrel Rohöl an den Markt geben, um die Ölpreise zu stabilisieren. Zusätzlich hat die US-Regierung einen vorübergehenden Verkauf von russischem Ölprodukten erlaubt. Diese Aktion soll bis zum 11. April gelten und führt in der EU zu großen Sorgen, dass Russland seine Kriegskasse wieder füllen kann und sich zudem eine gute Ausgangsposition für die US-geführten Verhandlungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs verschafft. Insgesamt bewegt sich zurzeit sehr viel am Ölmarkt, was die Lage unübersichtlich macht. Daher ist eine Aussage über die Entwicklung der Ölpreise in den kommenden Tagen und Wochen kaum möglich. Die Bandbreite reicht weiterhin von einem massiven Anstieg auf 150 Dollar bis hin zu einem Rückgang auf unter 70 Dollar je Barrel.

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