Heizölpreise bleiben knapp unter Allzeithoch - Ölpreise wieder über 100 Dollar | Heizöl-News vom
um 09:03 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise sind zum Beginn der Woche spürbar gesunken und haben sich deutlich von ihrem jüngsten Allzeithoch in Höhe von 1,95 €uro/Liter entfernt. Am Dienstagmorgen kostete eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 184,05 €uro/100 Liter. Trotz des jüngsten Rückgangs bleiben die Heizölpreise damit weiterhin auf einem der höchsten Stände, die es in Deutschland jemals gegeben hat. Seit Jahresbeginn steht aktuell ein Preisanstieg von rund 90 Prozent zu Buche.
Die Aussichten auf günstigere Heizölpreise vor dem Winter haben sich in den vergangenen Wochen massiv eingetrübt. Ein Frieden im Nahen Osten ist in weiter Ferne und aufgrund von globalen Raffinerieengpässen, ist die Versorgung mit raffinierten Ölprodukten massiv beeinträchtigt. Preislich sorgt die angespannte Lage am Ölmarkt für Risikoaufschläge und steigende Margen entlang der gesamten Versorgungskette. Perspektivisch baut sich bei den Heizölpreisen zurzeit ein immer größer werdender Spielraum nach unten auf, weshalb Verbraucher, die ausreichend Heizöl im Tank haben, um auch bei niedrigeren Temperaturen spekulieren zu können, auf sinkende Heizölpreise setzen sollten. Wer hingegen Heizöl benötigt, sollte eine kleinere Heizölbestellung in Betracht ziehen, um sich weiter Zeit zu verschaffen.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise sind am Dienstagmorgen leicht gestiegen, nachdem sie zuvor spürbar zurückgegangen und zeitweise unter die 100 Dollar-Marke gesunken waren. Aktuell wird die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 102,1 Dollar / Barrel und die US-Ölsorte WTI bei 97,4 Dollar / Barrel gehandelt. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, haben sich etwas von ihrem Allzeithoch entfernt und liegen derzeit bei 1.462 Dollar / Tonne. Die globale Ölwährung US-Dollar hat hingegen erneut leicht an Wert gegen den Euro gewonnen und stand am Morgen bei 1,147 Dollar / €uro. Insgesamt haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Beginn der Woche leicht verbessert.
Am Ölmarkt rückt das heute beginnende Treffen der Vereinten Nationen in New York in den Fokus. US-Präsident Trump hat mal wieder große Neuigkeiten angekündigt und obwohl dies nicht unbedingt verlässlich ist, hoffen Marktbeobachter auf diplomatische Fortschritte für den Nahe Osten. Zumindest wird sich Trump mit Vertretern der Golfstaaten und möglicherweise auch mit dem iranischen Präsidenten treffen. Zudem beginnt morgen der Staatsbesuch von Chinas Staatschef Xi Jinping, von dem sich Beobachter ebenfalls positive Signale für den Nahen Osten und den Ölmarkt erhoffen.
Trotz der Hoffnung auf diplomatische Fortschritte bleibt die Stimmung zurückhaltend, denn die Lage am Persischen Golf ist zuletzt stetig eskaliert und die Positionen der USA und des Iran liegen so weit auseinander, dass essenzielle Fortschritte kaum zu erwarten sind. Zudem wurden in der Straße von Hormus in dieser Woche erneut Öltanker beschossen und die Ausweitung des Konflikts auf die mit dem Iran verbündete Huthi-Milizen im Jemen, die Angriffe auf die Ost-West-Ölpipeline in Saudi-Arabien und die mögliche Sperrung der Meerenge Bab al-Mandab am südlichen Ende des Roten Meeres, erschweren eine Verhandlungslösung zunehmend. Hier hoffen Beobachter eher auf kleinere, regionale Lösungen zwischen Saudi-Arabien und den Huthi oder bei Gesprächen zwischen dem Iran und Oman zur teilweisen Öffnung der Straße von Hormus.
Zu den Konflikten im Nahen Osten kommen aktuell auch Ausfälle von russischen Ölexporten hinzu. Die Ukraine greift seit vielen Wochen gezielt und erfolgreich die russische Ölinfrastruktur an, was die Herstellung von Ölprodukten in Russland massiv beeinträchtigt und sich auf den Weltölmarkt auswirkt. Global betrachtet wurde die Ölinfrastruktur durch Kriegshandlungen erheblich in Mitleidenschaft gezogen und hat zu Engpässen bei Raffinerien geführt. Daher steigen aktuell besonders deutlich raffinierte Ölprodukte wie Heizöl, Diesel und Benzin.
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