Heizölpreise bleiben knapp unter Allzeithoch - Ölpreise gestiegen | Heizöl-News vom
um 08:49 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise habe sich in den zurückliegenden sieben Tagen nur wenig bewegt und verharren derzeit auf dem höchsten Preisniveau, das es jemals vor einer Heizsaison gegeben hat. Am heutigen Dienstagmorgen kostete eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 185,68 €uro/100 Liter.
Trotz der weiterhin stattfindenden Gespräche zwischen Iran und Vermittlerstaaten zur Öffnung der Straße von Hormus, sind die Aussichten auf deutlich sinkende Heizölpreise vor dem Winter ziemlich schlecht. Ein Frieden im Nahen Osten ist in weiter Ferne und besonders die Versorgung mit raffinierten Ölprodukten bleibt stark beeinträchtigt. Preislich sorgt die angespannte Lage am Ölmarkt weiterhin für Risikoaufschläge und steigende Margen entlang der gesamten Versorgungskette. Verbraucher, die ausreichend Heizöl im Tank haben, um auch bei niedrigeren Temperaturen spekulieren zu können, sollten daher auf sinkende Heizölpreise setzen. Wer hingegen Heizöl benötigt, sollte eine kleinere Heizölbestellung in Betracht ziehen, um sich weiter Zeit zu verschaffen.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise sind zum Beginn der neuen Handelswoche weiter gestiegen. Die Nordsee-Ölsorte BRENT notierte mit 107,3 Dollar / Barrel in der Nähe eines Vier-Monatshochs, während die US-Ölsorte WTI mit 94,2 Dollar / Barrel deutlich unter der 100 Dollar-Marke gehandelt wird. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, sind ebenfalls gestiegen, auf aktuell 1.451 Dollar / Tonne und die globale Ölwährung US-Dollar hat leicht an Wert gegen den Euro gewonnen und stand am Morgen mit 1,136 Dollar / €uro auf einem der höchsten Stände der vergangenen 16 Monate. Insgesamt haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenstart wieder eingetrübt.
Die Ablehnung des iranischen Vorschlags zur Öffnung der Straße von Hormus, hat die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung für den Nahe Osten schnell wieder weichen und die Ölpreise steigen lassen. US-Präsident Trump zeigt Iran die kalte Schulter und signalisiert ganz klar, dass er keine schnelle Einigung vor den Midterm-Wahlen braucht. Dennoch sprechen zumindest Vermittler-Staaten mit dem Iran über ein Abkommen. Erst wenn ein belastbares, nachhaltiges Verhandlungsergebnis vorliegt, werden die Ölpreise wohl wieder 100-Dolar-Marke fallen. Auf der anderen Seite sind die Ölpreise, trotz der Eskalation durch die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen, zuletzt kaum gestiegen. Dies deutete daraufhin, dass am Ölmarkt aktuell nicht davon ausgegangen wird, dass sich die Versorgungslage weiter verschlechtern.
Unterdessen hat Saudi-Arabien seine Ost-West-Ölpipeline wieder zu 50 Prozent in Betrieb genommen. Die zuvor durch Huthi-Angriffe beschädigte Pipeline ist aktuell eine wichtige Alternative zur Route durch die Straße von Hormus und transportiert zurzeit ca. 3,5 Millionen Barrel pro Tag zum Roten Meer, um von dort durch die Meerenge Bab al-Mandab in die Welt exportiert zu werden. Diese Meerenge drohen die Huthi-Milizen zu blockieren, weshalb Frankreich Militär entsandt hat, um Saudi-Arabien dabei zu unterstützen die Ölversorgung aufrecht zu erhalten. Insgesamt wurde die Ölinfrastruktur durch Kriegshandlungen in der Golfregion und in Russland zuletzt erheblich in Mitleidenschaft gezogen, was zu Engpässen bei Raffinerien geführt hat. Daher steigen zurzeit raffinierte Ölprodukte wie Heizöl, Diesel und Benzin noch stärker als der Rohölpreis.
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