Heizölpreise bleiben hoch - Ölpreise stabilisieren sich | Heizöl-News vom
um 08:49 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise sind zum Wochenausklang gesunken, nachdem sie zuvor massiv gestiegen waren. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 130,83 €uro/100 Liter. Damit bleiben die Heizölpreise in der Nähe eines Vier-Wochenhochs und sind aus dem zuvor laufenden Seitwärtstrend erst einmal nach oben ausgebrochen. Zurückzuführen sind die Preisanstiege auf deutlich verschlechterte Vorgaben vom internationalen Ölmarkt, nachdem die Lage im Nahen Osten wieder eskaliert ist.
Trotz der Eskalation im Streit um die Straße von Hormus, herrscht am Ölmarkt weiterhin Optimismus, dass dies nur ein vorübergehender Rückschlag in den Verhandlungen zwischen den USA und Iran war. Daher hält sich der Ölpreisanstieg in Grenzen, aber die Händler sind aufgeschreckt und die Lage bleibt fragil und angespannt. Gleichzeitig sehen einige Analysten in den kommenden Monaten eine regelrechte Ölschwemme auf den Weltmarkt zukommen. Einen Einbruch der Heizölpreise unter die Ein-Euro-Marke erwarten wir in diesem Jahr nicht, aber die Heizölpreise haben, besonders vor dem Hintergrund der jüngsten Preisanstiege, wieder einen deutlichen Spielraum nach unten. Verbraucher, die genug Heizöl im Tank haben um zu spekulieren, können daher mit einer Heizölbestellung warten und auf weiter sinkende Heizölpreise in den Sommermonaten setzen.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise haben sich in der zweiten Wochenhälfte stabilisiert, nachdem sie zuvor, aufgrund des erneut aufgeflammten Krieges zwischen den USA und dem Iran, deutlich zugelegt hatten. Die Nordsee-Ölsorte BRENT wurde am Freitagmorgen bei 76,5 Dollar / Barrel gehandelt und die US-Ölsorte WTI notierte bei 72,3 Dollar / Barrel zu. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, zogen hingegen weiter an und standen am Morgen mit 1033 Dollar / Tonne zum ersten Mal seit vier Wochen wieder über der 1000-Dollar-Marke. Die globale Ölwährung US-Dollar hält sich weiterhin recht stabil bei 1,144 Dollar / €uro. Unterm Strich haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenausklang erneut verschlechtert.
Obwohl die Lage im Nahen Osten, im Streit um die Straße von Hormus, in dieser Woche erneut eskaliert ist, herrscht am Ölmarkt weiterhin Optimismus, dass dies nur ein vorübergehender Rückschlag in den Verhandlungen zwischen den USA und Iran war. Die Gespräche zwischen Washington und Teheran laufen wohl weiter, gleichzeitig haben die USA jedoch massive Luftangriffe auf den Iran geflogen und der Iran hat wieder Militärbasen in Kuwait, Bahrain und Jordanien angegriffen. Ausgangspunkt für die erneute Eskalation waren wiederholte iranische Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus, auf welche die USA mit Luftschlägen und der Rücknahme einer Ausnahmegenehmigung für den Verkauf von iranischem Öl reagierten.
Sollte die Lage am Persischen Golf weiter eskalieren, drohen die Ölpreise schnell und deutlich zu steigen, bei einer Deeskalation sollte der jüngste Abwärtstrend jedoch wieder aufgenommen werden. Im Hinblick auf die vorherigen Preisrückgänge hatten viele Stimmen bereits von zu viel Optimismus gewarnt, andere Marktbeobachter sehen in den kommenden Monaten hingegen eine regelrechte Ölflut auf den Weltmarkt zukommen. Dies wird nicht nur mit einer Normalisierung der Ölexporte aus dem Persischen Golf begründet, sondern auch mit einer Erhöhung der Ölproduktion der OPEC-Staaten. In dem Zusammenhang wird der heute erwartete Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) viel Beachtung finden.
Im Hinblick auf die globalen Öllager ist eine Normalisierung noch weit entfernt. Auch in den USA ist der Turnaround bei Öllagerbeständen noch nicht zu erkennen. So meldete das US-Energieministerium (DOE) zwar einen Anstieg der Rohöllager um 3,0 Mio. Barrel, dafür war bei den Lagerbeständen der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) ein deutlicher Rückgang von 6,9 Mio. Barrel zu verzeichnen. Seitdem die US-Öllager Mitte März ein Drei-Jahreshoch erreicht hatten, sind sie um 93 Mio. Barrel bzw. gut 11 Prozent zurückgegangen, auch wenn sich der Rückgang im Juni deutlich verlangsamt hat.
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