Heizölpreise bleiben hoch - Lage am Ölmarkt undurchsichtig | Heizöl-News vom
um 08:06 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise haben zum Wochenauftakt leicht zugelegt und verharren somit auf einem der höchsten Stände der vergangenen dreieinhalb Jahre. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 146,76 €uro/100 Liter. Die Lage am Ölmarkt bleibt undurchsichtig. Ein Ende des Iran-Kriegs oder eine Normalisierung der Ölexporte aus dem Persischen Golf ist nicht in Sicht, die Teilerlaubnis von russischen Ölverkäufen ist umstritten und die Freigabe der strategischen Ölreserve hat leider keine Auswirkung auf die Preise.
Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich zum Wochenstart ein ganz unterschiedliches Bild in den einzelnen Bundesländern. Während die Heizölpreise in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland um weitere 0,3 bis 2,5 Cent/Liter zulegten, waren in allen anderen Bundesländern stabile Heizölpreise oder sogar Preisrückgänge zwischen 0,4 und 4,0 Cent/Liter zu verzeichnen.
Am Ölmarkt bewegt sich zurzeit viel, dennoch hängt die weitere Entwicklung der Heizölpreise fast ausschließlich von der Dauer und Härte des Iran-Kriegs ab. So ist auch die jüngste Freigabe einer Rekordmenge aus der strategischen Ölreserve sehr schnell verpufft. Sollte sich die Lage am Persischen Golf jedoch beruhigen, sind die Aussichten für sinkende Heizölpreise sehr gut. Verbraucher sollten daher kurzfristige Heizölbestellung vermeiden und wenn möglich, warten bis sich die Lage im Nahen Osten wieder beruhigt hat.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise verfestigen zum Wochenstart auf ihrem hohen Niveau der Vorwoche. Ein Ende des Iran-Kries ist nicht in Sicht, die Teilerlaubnis von russischen Ölverkäufen ist umstritten und die Freigabe der strategischen Ölreserve ist schnell verpufft. Am Montagmorgen wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT mit 104,8 Dollar / Barrel über der psychologische wichtigen 100-Dollar-Marke gehandelt und die US-Ölsorte WTI notierte bei 99,4 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, kletterten auf 1.161 Dollar / Tonne und die globale Ölwährung US-Dollar gewann erneut an Wert gegen den Euro. Mit 1,143 Dollar / €uro stand der Wechselkurs am Morgen auf einem 7-Monatshoch, was Ölprodukte im Euroraum zusätzlich verteuert.
Die Lage am Ölmarkt ist undurchsichtig. Der Plan des iranischen Mullah-Regime, den Krieg in der gesamten Region eskalieren zu lassen und somit die Kriegskosten für die USA und die ganze Welt in die Höhe zu treiben, scheint derzeit aufzugehen. Der Iran greift gezielt Öltanker an und hat weiterhin die Kontrolle über die Straße von Hormus, über die rund ein Fünftel der weltweiten Ölexporte transportiert wird. Darüber hinaus bombadiert der Iran in den benachbarten arabischen Staaten gezielt die Ölinfrastruktur. Die Unterbrechung des Ölhandels über den Seeweg und die Angriffe auf die Ölinfrastuktur hat dazu geführt, dass viele Produzenten am Persischen Golf ihre Ölproduktion gedrosselt haben.
Um einer möglichen Ölkrise entgegenzuwirken hat die Internationale Energieagentur (IEA) eine Rekordmenge der strategischen Ölreserven freigegeben. Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer 400 Millionen Barrel Rohöl an den Markt geben, um die Ölpreise zu stabilisieren. Zusätzlich hat die US-Regierung einen vorübergehenden Verkauf von russischem Ölprodukten erlaubt. Diese Aktion soll bis zum 11. April gelten und führt in der EU zu großen Sorgen, dass Russland seine Kriegskasse wieder füllen kann und sich zudem eine gute Ausgangsposition für die US-geführten Verhandlungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs verschafft. Insgesamt bewegt sich zurzeit sehr viel am Ölmarkt, was die Lage unübersichtlich macht. Daher ist eine Aussage über die Entwicklung der Ölpreise in den kommenden Tagen und Wochen kaum möglich. Die Bandbreite reicht weiterhin von einem massiven Anstieg auf 150 Dollar bis hin zu einem Rückgang auf unter 70 Dollar je Barrel.
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